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Kulmbach

Winterzeit ist Grippezeit

Am Klinikum Kulmbach haben sich Hunderte Beschäftigte gegen Influenza impfen lassen. Das Gesundheitsamt nutzt die Aktion, um für den Schutz gegen die Grippe zu werben.



Hunderte Mitarbeiter des Klinikums Kulmbach haben die Möglichkeit genutzt, sich an ihrem Arbeitsplatz kostenlos gegen Influenza impfen zu lassen. Mit dieser Aktion will auch das Kulmbacher Gesundheitsamt bei der Bevölkerung für die Impfung werben. Landrat Klaus Peter Söllner ließ sich von Amtsärztin Dr. Camelia Fiedler unter den aufmerksamen Blicken von (von links) Hygienefachkraft Michael Ernst, dem Chef der Hygienekommission am Klinikum, Dr. Thomas Banse und Geschäftsführerin Brigitte Angermann impfen. Foto: Klinikum Kulmbach
Hunderte Mitarbeiter des Klinikums Kulmbach haben die Möglichkeit genutzt, sich an ihrem Arbeitsplatz kostenlos gegen Influenza impfen zu lassen. Mit dieser Aktion will auch das Kulmbacher Gesundheitsamt bei der Bevölkerung für die Impfung werben. Landrat Klaus Peter Söllner ließ sich von Amtsärztin Dr. Camelia Fiedler unter den aufmerksamen Blicken von (von links) Hygienefachkraft Michael Ernst, dem Chef der Hygienekommission am Klinikum, Dr. Thomas Banse und Geschäftsführerin Brigitte Angermann impfen. Foto: Klinikum Kulmbach  

Kulmbach - Landrat Klaus Peter Söllner war einer der ersten, der sich bei der diesjährigen Grippeschutzimpfaktion am Klinikum Kulmbach mit einem kleinen Piks den wichtigen Schutz gegen eine Influenza-Erkrankung holte. Erneut hat das Klinikum Kulmbach für seine Beschäftigten Hunderte Dosen Impfstoff bestellt und zur Impfaktion aufgerufen. Auch das Kulmbacher Gesundheitsamt war mit an Bord. Die groß angelegte Aktion am Klinikum soll in erster Linie die Beschäftigten vor einer Erkrankung schützen, sie dient aber auch der Öffentlichkeitsarbeit und soll dafür werben, dass sich besonders Angehörige sogenannter Risikogruppen gegen Grippe impfen lassen. Das teilt das Klinikum in einer Pressemeldung mit.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Influenzaimpfung

für alle Personen ab 60 Jahren,

für Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV,

für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen,

für Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen gefährden können,

für Personen mit erhöhter Gefährdung - zum Beispiel medizinisches Personal sowie

für Personen, die sich häufig in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr aufhalten oder dort arbeiten.


Dr. Camelia Fiedler, die Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamts in Kulmbach, betont, wie wichtig die Impfung vor allem für Personen aus Risikogruppen ist. Ältere Menschen, chronisch Kranke, alle, die viel Kontakt mit anderen Personen haben, und natürlich auch Angehörige medizinischer Berufe sollten sich impfen lassen, sagt die Amtsärztin.

"Das ist der einzige effektive Schutz gegen die Influenza und die Impfung wird sehr gut vertragen." Der Impfstoff, der in diesem Jahr verwendet wird, umfasst erneut vier Virusstämme. Jedes Jahr werde, wie Dr. Fiedler erläutert, die Impfung an die zu erwartende Entwicklung der Virus-Varianten angepasst. Der Impfstoff werde danach entwickelt.

Die typische Grippezeit beginnt, wie Dr. Fiedler erläutert, meist Mitte bis Ende Dezember und dauert bis zum März, manchmal auch bis zum April. Einige hundert nachgewiesene Fälle gebe es pro Saison in Kulmbach. Wenn, wie vor zwei Jahren, eine Grippe-Epidemie ausbricht, schnellen die Zahlen nach oben. In der Saison 2017/18 wurden in Kulmbach Stadt und Land dreifach so viele Erkrankungen gezählt wie in "normalen" Jahren. Die Erinnerung an zahlreiche Krankheitsfälle, die auch in Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen zum Teil erhebliche Personalengpässe hervorgerufen hatten, sei immer noch präsent, erinnert die Amtsärztin.

Leitender Arzt Dr. Thomas Banse leitet die Hygienekommission am Klinikum Kulmbach. Auch er hat sich nicht nur selbst impfen lassen, sondern stellte sich wie auch weitere Mitarbeiter des Hauses für die Impfung der Klinik-Belegschaft zur Verfügung. Eine hohe Durchimpfungsrate, sagt er, sei wichtig, wenn man die Influenza im Zaum halten will.

Das Klinikum stelle deshalb seinen Mitarbeitern den Impfstoff kostenlos zur Verfügung und arrangiere mehrere Impftermine, die während der Arbeitszeit im Haus wahrgenommen werden können. "Damit wollen wir sowohl unsere Mitarbeiter als auch deren Familien und natürlich unsere Patienten schützen."

Vor allem in den besonders risikobehafteten Bereichen des Klinikums strebe man hohe Durchimpfungsraten an, macht Dr. Banse deutlich. "In der Notaufnahme, den Intensivbereichen, in der Onkologie und auch in der Pneumologie empfehlen wir die Impfung besonders, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren und, wie etwa vor zwei Jahren, hohe Ausfallzeiten zu vermeiden."

Rund 1600 Beschäftigte hat das Klinikum Kulmbach. Bei der ersten Aktion im vergangenen Jahr haben mehr als 300 Personen die Möglichkeit zur Impfung am Arbeitsplatz genutzt. Für das erste derartige Angebot sei das sehr gut, sagt Dr. Banse und weist darauf hin, dass sich natürlich auch zahlreiche weitere Mitarbeiter ganz normal auf Kassenrezept bei ihren Hausärzten impfen ließen. "Wir gehen nach der guten Akzeptanz und vor allen auch der guten Resonanz in diesem Jahr davon aus, dass noch mehr Menschen dieses Angebot nutzen." 450 Dosen hat das Klinikum in diesem Jahr bestellt. "Wir hoffen, dass wir auch so viele Teilnehmer gewinnen können. Damit wären wir bei einer sehr guten Impfquote", macht Dr. Banse deutlich.

Der Aufwand, eine so große Impfaktion zu organisieren, sagt Hygienefachkraft Michael Ernst vom Klinikum, lohne sich auf jeden Fall. "Es ist ein großer Benefit, dass das Personal während der Arbeitszeit ohne großen Aufwand und ohne Krankenkarte kommen und sich impfen lassen kann. Das ist eine Win-win-Situation für alle, und wir können so mithelfen, einen guten Schutz gegen die Influenza aufzubauen. Wir von der Hygiene stehen voll hinter dieser Aktion."

Landrat Klaus Peter Söllner, Vorsitzender des Zweckverbands Klinikum Kulmbach, ist mit gutem Beispiel vorangegangen und hat sich von Amtsärztin Dr. Camelia Fiedler impfen lassen.

Er macht Mut, es ihm nachzuahmen: "Jeder sollte sich überlegen, ob er sich nicht auch impfen lässt. Man merkt es überhaupt nicht. In den vergangenen Jahren haben wir große Ausfälle wegen der Influenza gehabt, auch bei uns im Landratsamt. Sehr viele Menschen waren erkrankt. Ich bin mir sicher, die Vorsorge macht sich bezahlt."

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
06. 11. 2019
17:54 Uhr

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06. 11. 2019
17:54 Uhr



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