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Wummernde Bässe am Badesee

In Trebgast waren am vergangenen Wochenende knallharte Beats zu hören. Die "Nacht am See" zog etwa 1700 Fans elektronischer Musik an.



Josi aus Bayreuth und ihre Freundin (links) amüsierten sich
Josi aus Bayreuth und ihre Freundin (links) amüsierten sich   » zu den Bildern

Trebgast - Größer könnten die Gegensätze einer Location nicht sein: Wo am Nachmittag die Besucher gemütlich Kaffee tranken und Torten des Kiosk-Pächters genossen, und sich die Badegäste und Sonnenanbeter einige Stunden vorher noch auf der Wiese räkelten, herrschte einige Stunden später eine ganz andere Szenerie. Die Sonne war längst hinter dem Wehlitzer Berg verschwunden, als gegen 22 Uhr die "zweite Schicht" langsam am Trebgaster Badesee eintraf. Deren Sinn stand allerdings nicht nach Kaffeekränzchen und Erfrischung. Sie wollten Musik hören, und zwar deftige Klänge, nichts für Warmduscher. Und davon bekamen die Fans an diesem Abend reichlich geboten. Vor dem Kiosk, wo die DJs DeeOh und Roy Le Freak Hip-Hop und Blackmusic präsentierten, war um 23 Uhr kein Durchkommen mehr. Die Fans hatten nur noch wenig Platz beim Versuch, sich im Takt der wummernden Bässe einige Zentimeter hin und her zu bewegen.

Wer die Area etwas weiter rechts wählte, hatte mehr Arm- und Beinfreiheit, um seinen Bewegungsdrang im Rhythmus der Elektro- und Technomusik auszuleben, die von den DJs Stephan Licha und Christian Haas aufgelegt wurde. Ohne Unterbrechung verschmolzen verschiedene Rhythmen miteinander. Untermalt mit Licht- und Nebeleffekten, gingen die Tracks mit Hilfe des Mischpults ineinander über und bildeten eine fast unendliche Klangkulisse.

Blinkende und sich drehende Scheinwerfer erhellten die Szenerie nur spärlich. Bunte Lichterketten illuminierten die umliegenden Bäume, spiegelten sich im Wasser des Sees und zauberten ein farbenfrohes, fast romantisches Bild. Josi aus der Oberpfalz, die in Bayreuth studiert, ist von der Atmosphäre begeistert: "Der Event ist super, die Musik richtig gut. Die Leute sind alle nett, es macht einfach richtig Spaß. Ich würde mir auch in Bayreuth mehr solcher Veranstaltungen wünschen." Schnell wechselt sie wegen der Musik auf die andere Seeseite: "Techno ist auf jeden Fall besser, macht mehr Laune, die Leute gehen mehr ab", sagt sie.

Ein Anziehungspunkt war die Shisha-Lounge auf dem Badedeck. "Das ist bereits im letzten Jahr gut angekommen, deshalb haben wir das beibehalten", erklärt Organisator Matthias Mayer, Geschäftsführer beim Veranstalter Motion GmbH. Kurz vor Mitternacht ist er auch mit dem Besuch zufrieden. "In den vergangenen Jahren hatten wir beim Beach-Clubbing oft auch Pech mit dem Wetter. Heute passt alles und es läuft gut."

Passend war auch das umfangreiche Angebot im Umfeld: Der Duft von Bratwurst und Donuts zog über die Wiese. Chicken- und Veggieburger, Pizza, Prosecco-Pavillon und Cocktailbar ließen auch in dieser Hinsicht keine Wünsche offen.

Autor

Dieter Hübner
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
25. 06. 2019
00:00 Uhr

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Dieter Hübner

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Veröffentlicht am:
25. 06. 2019
00:00 Uhr



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