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Kulmbach

Zahl der Straftaten sinkt drastisch

Die Kriminalstatistik für Kulmbach weist den niedrigsten Wert seit zehn Jahren aus. Auch bei der Aufklärung verbucht die Polizei bessere Werte.



Weniger Straftaten und eine bessere Aufklärungsquote: Die Kulmbacher Polizeiinspektion legt für das Jahr 2018 eine positive Kriminalstatistik vor.
Weniger Straftaten und eine bessere Aufklärungsquote: Die Kulmbacher Polizeiinspektion legt für das Jahr 2018 eine positive Kriminalstatistik vor.  

Kulmbach - "Wir leben in einem der sichersten Landkreise Bayerns", freut sich der Leiter der Polizeiinspektion Kulmbach, Peter Hübner. Er hat jetzt die Kriminalstatistik für den Bereich seiner Dienststelle vorgelegt. Die Zahlen können sich sehen lassen. Praktisch in allen Bereichen ist im vergangenen Jahr die Zahl der Straftaten zurückgegangen. "Das ist ein toller Erfolg für uns", zieht Hübner Bilanz. Mit 1712 Straftaten im vergangenen Jahr fiel die Kriminalität auf den niedrigen Wert seit zehn Jahren. Und die Täter müssen sich vor Entdeckung fürchten: Die Aufklärungsquote, in Kulmbach traditionell sehr hoch, stieg von 73,1 auf 74,5 Prozent. Zum Vergleich: Die Quote der geklärten Straftaten in Bayern liegt für 2018 bei 64,4 Prozent, deutschlandweit bei 55,7 Prozent.

Kulmbach hat Spitzenplatz

2500 Straftaten wurden im vergangenen Jahr im gesamten Landkreis Kulmbach registriert. Davon entfallen 788 auf den Bereich der PI Stadtsteinach und 1712 auf den Bereich der PI Kulmbach. Die Stadt Kulmbach als größte Kommune im Landkreis ist mit 1326 Straftaten wie immer an der Spitze. Im den Gemeinden, die zur PI Kulmbach gehören, liegt Mainleus mit 190 Straftaten an der Spitze. 85 Fälle wurden in Neudrossenfeld gezählt, 74 in Thurnau, 23 in Kasendorf und 8 in Wonsees.


Täter überwiegend einheimisch

77 Prozent aller 913 im vergangenen Jahr von der PI Kulmbach ermittelten Tatverdächtigen stammen aus dem Landkreis Kulmbach. 167 Verdächtige hatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit, darunter waren auch Täter, die nur zur Verübung einer Straftat nach Deutschland eingereist waren. 650 (70 Prozent) Verdächtige sind Erwachsene, 113 (11,5 Prozent Heranwachsende, 110 (14,6 Prozent) Jugendliche und leider waren auch 25 Kinder unter 14 Jahren (3,9 Prozent) unter den ermittelten Verdächtigen.


Zwei Rauschgifttote

Zwei Menschen starben im Bereich der PI Kulmbach im Jahr 2018 an einer Überdosis Drogen. Ein 36-jähriger Kulmbacher starb im Januar, nachdem er Crystal konsumiert hatte. Die Droge hatte sich der Mann nach Ermittlungen der Polizei zuvor in Tschechien auf einem Markt in Cheb beschafft. Tödlich endete auch eine Injektion des illegal beschafften Schmerzmittels Fentanyl. Ein 40-jähriger Kulmbacher hatte sich im Oktober eine Spritze mit dem Medikament gesetzt und war unmittelbar zusammengebrochen.


Die gesunkene Zahl der Straftaten wird deutlich, wenn man die Statistik für das Jahr 2009 vergleicht. Damals gab es im Bereich der PI Kulmbach 2149 Taten im Vergleich zu 1712 im vergangenen Jahr. 2009 wurden 70,7 Prozent aller Taten aufgeklärt. 2018 hatte sich auch dieser wichtige Wert auf 74,5 Prozent verbessert.

Die Abnahme um 95 Fälle im vergangenen Jahr resultiert vor allem aus dem Bereichen der Rohheitsdelikte (288 Fälle, ein Rückgang um 18,4 Prozent), der Sachbeschädigungen (258 Fälle, ein Rückgang um 11,6 Prozent) und auch der Betrugsdelikte (147 Fälle, ein Rückgang um 18,3 Prozent). Aber auch die Diebstähle wurden weniger: Sie fielen von 418 auf 373 Fälle und nahmen damit um 10,8 Prozent ab. Besonders erfreulich: Schwere Diebstähle haben ebenso abgenommen wie die Ladendiebstähle. Deren Zahl sank von 143 auf 96 und damit um 32,9 Prozent. Genau halbiert haben sich von 12 auf 6 Fälle die Wohnungseinbrüche.228 Vermögens- und Fälschungsdelikte wurden bekannt, 78,1 Prozent wurden aufgeklärt. Öfter als noch 2017 haben die Kulmbacher bei Auseinandersetzungen die Faust in der Tasche gelassen. Die einfachen Körperverletzungen sanken von 204 auf 168 Fälle. Statt 50 gefährlichen Körperverletzungen wie in 2017 gab es 2018 nur noch 47. Bedauerlich: Drei Fälle von Raub mussten vergangenes Jahr aufgenommen werden. Im Jahr zuvor war es nur einer.

Cannabis, Amphetanim und Metamphetamin machen auch in Kulmbach der Polizei weiterhin viel Arbeit. 187 Fälle aus dem Deliktsbereich Rauschgift , 9,7 Prozent weniger, gab es 2018. Dabei wurden in Zusammenarbeit mit dem Fachkommissariat der Kripo 89 Erwachsene, 45 Heranwachsende, 38 Jugendliche und leider auch ein Kind unter 14 Jahren als Tatverdächtige ermittelt. Von den 173 Tatverdächtigen waren 14 Frauen.

Nach einer Steigerung bei der Straßenkriminalität im Vorjahr auf 347 Fälle, ist 2018 ein Rückgang auf 319 Fälle um 8,1 Prozent zu verzeichnen. Unter diese Überschrift fallen Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen, Plätzen, die mit 111 Fällen (Vorjahr 131) in die Statistik eingingen oder auch die 9 Diebstähle von Kraftfahrzeugen( (Vorjahr 14 Fälle). Die Aufklärungsquote sank in diesem Bereich von 36,6 auf 35,1 Prozent.

Das Motto "Mit Sicherheit Oberfranken" hat Peter Hübner als Überschrift über sein Fazit gestellt. "Der hohe Sicherheitsstandard im Landkreis Kulmbach ist nicht nur ein polizeilicher Erfolg, sondern ein Verdienst der gesamten Gesellschaft. Deshalb bedankt sich die Polizeiinspektion Kulmbach für die Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen." Dieser Dank geht auch an die Bürgerinnen und Bürger, die durch ihre Hinweise und ihre Aufmerksamkeit mitgeholfen haben, Straftaten aufzuklären. Die Polizeiinspektion Kulmbach bittet die Bevölkerung weiterhin auch bei sogenannten Bagatelldelikten um ihre Mithilfe.

Autor

Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
27. 03. 2019
17:32 Uhr

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Melitta Burger

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27. 03. 2019
17:32 Uhr



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