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Kulmbach

Ziele für die Stadtentwicklung schaffen

Der Bund Naturschutz hat die Stadt erkundet. Der Verein wünscht sich ein Gesamtkonzept für eine lebendige, grüne und schöne Stadt, in der "nicht alles zugebaut" wird.



Die ehemalige Mälzerei Müller in der Pestalozzistraße wird abgerissen. Wohneinheiten werden entstehen, informierte Stadtrat Dr. Michael Pfitzner (rechts) Stadtplaner Klaus Illigmann sowie den Vorsitzenden des BN, Karlheinz Vollrath und seinen Stellvertreter Roland Ramming (von links). Foto: Gabriele Fölsche
Die ehemalige Mälzerei Müller in der Pestalozzistraße wird abgerissen. Wohneinheiten werden entstehen, informierte Stadtrat Dr. Michael Pfitzner (rechts) Stadtplaner Klaus Illigmann sowie den Vorsitzenden des BN, Karlheinz Vollrath und seinen Stellvertreter Roland Ramming (von links). Foto: Gabriele Fölsche  

Kulmbach - "Baut Stadt - schafft lebenswerte Zukunft", ist das Jahresthema des Bund Naturschutz, der heuer seinen Focus auf die aktuellen Entwicklungen in der Stadt Kulmbach richtet. Stellvertretender Vorsitzender Roland Ramming sagte, dass es Zeit sei, eine große Stadtplanung anzugehen. "Wichtig wäre ein neues Verkehrskonzept, bei dem die Priorität nicht wie bisher auf den Autofahrern liegt, sondern auf den Fußgängern und Radlern."

Bei dem Rundgang ging es vor allem um Objekte, die sich künftig verändern werden. Wie die Spinnerei, das Güterbahnhofgelände, oder die Alte Mälzerei, die demnächst abgerissen wird, damit Wohnungen entstehen können. Begleitet wurde die Gruppe von Klaus Illigmann, einem gebürtiger Grafengehaiger, der nun in München im Referat für Stadtplanung und Bauordnung als Stadtplaner tätig ist. Illigmann sagte zu Beginn, der Vorteil in einer kleinen Stadt sei, dass die Umsetzung der Bauleit- und Verkehrsplanung wesentlich schneller vonstatten gehen kann. Auch der Fachmann sieht in der Ansiedlung des Campus und den Studenten eine große Chance für die Stadt. Als Vertretung der Stadt Kulmbach begleitete Stadtrat Dr. Michael Pfitzner die Gruppe und stand Rede und Antwort zu vielen Fragen.

Am "Fritz" angekommen, bedauerte Roland Ramming, dass das Kaufland, der letzte Discounter in der Stadt, in Kürze schließt: "Wenn Studenten kommen, müssen sie sich ins Auto setzen und aus der Stadtmitte herausfahren. Das ist Ironie. Die Stadt sollte sich Gedanken darüber machen, dass zumindest ein Lebensmittelladen im Zentrum zur Verfügung steht, das wäre auch für alte Leute wichtig." Dr. Michael Pfitzner sagte, dass auch der Stadtrat diese Entwicklung bedauert: "Angeblich zieht wieder ein kleiner Discounter ins Fritz ein."

Am Gelände des Güterbahnhofs, ließ sich der Bund Naturschutz über den Fortgang des Grundstückserwerbs der Stadt von der Kulmbacher Brauerei aufklären: "Die Stadt Kulmbach ist im Besitz eines Drittels, der Rest der Fläche gehört der Brauerei", sagte Pfitzner und ergänzte, die Zeit dränge. Die Stadt müsse bis zum Herbst zu einem Ergebnis kommen. "Als Alternativen waren zunächst der Schwedensteg, das Fritz und jetzt ist das Gelände des ehemaligen Kaufplatz im Gespräch als Plan B." Am Kaufplatz angekommen, erläuterte Pfitzner, dass nun die Tür für Zuschüsse aufgegangen sei und der Abriss zeitnah erfolgen wird. "Entweder entsteht hier der Campus oder eine gemischte Bebauung", sagte der Stadtrat. Roland Ramming kritisierte, dass die Stadt bei Zusagen für Bebauung durch Konzerne nicht den Rückbau fordert, wenn die Märkte ausziehen: "Scheinbar ist das Land in Oberfranken zu billig. Ich habe das Gefühl, was der Markt will, bekommt er auch." Die letzte Station war die Mälzerei: "Das ist ein wunderschönes Gebäude, aber nicht sanierungsfähig", erklärte Dr. Pfitzner. "Es gibt eine Immobiliengesellschaft, die bereits ein Konzept für studentisches und anderes Wohnen erstellt hat." Roland Ramming forderte noch einmal für Kulmbach eine große Planung eines Verkehrskonzeptes: "Das gilt es zu diskutieren." Pfitzner sagte, dass auch der Stadtrat begriffen hat, dass Kulmbach Ideen braucht und ein Blick eines Außenstehenden auf Kulmbach Sinn macht. "Es wurde ein Verkehrs- und Fahrradkonzept in Auftrag gegeben."

Am Abend referierte Diplom-Geograph Klaus Illigmann im Gemeindesaal der St. Hedwig unter der Überschrift "2.0 - Zurück in die Zukunft" über die veränderten Herausforderungen für Städte und Gemeinden, bei gleichzeitig höherem Tempo. Er zeigte sich überzeugt, dass für die Bewältigung Zukunftsbilder und Visionen notwendig seien. Aber auch neue Themen wie Smart Cities, Nachhaltigkeitsziele, Klimawandel und Klimaschutz wie auch neue Formen der Partizipation und Kommunikation kamen zur Sprache. Ebenso wie der demographische Wandel, Mobilität, bezahlbares Wohnen und die Bereitstellung von Infrastrukturen waren Themen, über die der Referent sprach und die anschließend diskutiert wurden.

Autor

Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
17:20 Uhr

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Autor

Gabriele Fölsche

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
17:20 Uhr



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