Lade Login-Box.
Corona Ticker
Topthemen: CoronavirusKommunalwahl 2020WohnzimmerkunstBlitzerwarnerHof-Galerie

Kulmbach

Zusage für schnellen Grundstückskauf

Noch in diesem Jahr will der Freistaat das Gelände am Güterbahnhof für den Campus kaufen Bauminister Reichart hatte in Kulmbach aber noch mehr gute Nachrichten im Gepäck.



Der Freistaat wird das Gelände am alten Güterbahnhof für den Campus Kulmbach kaufen, sagte Bayerns Bauminister Hans Reichart bei seinem Besuch in Kulmbach zu. Interessierte Blicke warfen (von links) Landrat Klaus Peter Söllner, Oberbürgermeister Henry Schramm, Uni-Präsident Stefan Leible, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, Bauminister Hans Reichart und Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner schon mal auf die Pläne. Foto: Melitta Burger
Der Freistaat wird das Gelände am alten Güterbahnhof für den Campus Kulmbach kaufen, sagte Bayerns Bauminister Hans Reichart bei seinem Besuch in Kulmbach zu. Interessierte Blicke warfen (von links) Landrat Klaus Peter Söllner, Oberbürgermeister Henry Schramm, Uni-Präsident Stefan Leible, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, Bauminister Hans Reichart und Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner schon mal auf die Pläne. Foto: Melitta Burger  

Kulmbach - Nicht nur der strahlende Sonnenschein zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der politisch Verantwortlichen im Landkreis Kulmbach und der Spitzenvertreter der Uni Bayreuth: Bayerns Bauminister Hans Reichhart hatte zur Freude von OB Henry Schramm und Landrat Klaus Peter Söllner bei seinem Besuch am Donnerstag gleich ein ganzes Bündel guter Nachrichten dabei. Die Wohnungsbaugesellschaft des Freistaats hat vor, in Kulmbach mindestens 60 neue Wohnungen zu bauen und auch in Sachen barrierefreier Bahnhof scheint sich etwas zu tun. Im Mittelpunkt des Termins, der auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs stattfand, stand allerdings die weitere Entwicklung des Campus Kulmbach. Dazu machte der Minister Nägel mit Köpfen: Noch in diesem Jahr sollen die Kaufverträge für das knapp 40 000 Quadratmeter große Grundstück abgeschlossen werden, kündigte Reichart an. Danach soll es mit dem Bau der Fakultätsgebäude losgehen.

Hans Reichart stieg ohne Umschweife ein: "Die Stadt Kulmbach und die Staatsregierung haben hier einiges vor. Es tut gut, sagen zu können, wir kommen weiter." Mit dem Blick über das Grundstück des alten Güterbahnhofs stellte der Minister fest, dass ein guter Standort gewählt worden sei, an dem es auch Entwicklungsmöglichkeiten gebe. Der Stadt gehöre bereits ein Teil, aber auch die Brauerei werde gebraucht. "Wenn alle mitspielen und es nach uns geht, werden wir diesen Grundstückskauf noch in diesem Jahr vollenden. Wir haben den unbedingten Willen, dieses Jahr noch dieses Projekt grundstückstechnisch voranzubringen."

Damit hat der Bauminister das wichtigste Thema, das OB Henry Schramm auf seiner Agenda hatte, ganz im Sinn der Stadt Kulmbach beantwortet. 16 000 Quadratmeter der Fläche am Güterbahnhof gehören bereits der Stadt Kulmbach, informierte OB Schramm, 32 000 Quadratmeter gehören der Kulmbacher Brauerei. Nach längeren Verhandlungen sei man jetzt an dem Punkt, an dem der Verkauf möglich ist. "Wir müssen jetzt nur noch zusammenkommen. Es wäre uns daran gelegen, den Grundstückserwerb möglichst zügig abzuschließen, damit die konkreten Planungen beginnen und wir unserer Universität ein Stück näher kommen können." Das Interesse, in Kulmbach zu studieren, sei jedenfalls jetzt schon geweckt. In der Stadt gebe es erste Anfragen von Eltern, die für ihre Kinder Studentenwohnungen suchen. "Langsam tut sich konkret etwas."

Uni-Präsident Professor Dr. Stefan Leible erinnerte an die Anfänge: "Als wir 2017 losgelegt haben und dieser mutige Entschluss von der Bayerischen Staatsregierung gefasst worden war, haben uns viele für verrückt erklärt." Das hat sich inzwischen geändert. Was die Planung angehe, sei inzwischen vieles vorangegangen. "Die High-Tech-Agenda des Ministerpräsidenten hat uns jetzt nochmal einen echten Schub gegeben." 300 Studienplätze bis 2023 seien zugesagt. Das Ausbauziel bleibe auf lange Sicht die 1000 Studienplätze, die von vorneherein angekündigt worden waren. "Ein wichtiger Punkt ist das Campus-Gelände und dass wir möglichst schnell vorankommen. Man muss ganz klar sehen: Je mehr wir unseren Professorinnen und Professoren, um die wir momentan werben, sagen können, umso besser ist es." Es helfe bei der Personalakquise, wenn man konkrete Aussichten geben kann, wann das Falkultätsgebäude und das High-Tech-Labor steht, von dem die möglichen Bewerber immer gewärmt haben. So werde es gelingen, Spitzenwissenschaftler für den Standort Bayern und Kulmbach zu gewinnen.

Landtagsabgeordneter Martin Schöffel wies darauf hin, wie wichtig die für Kulmbach geplanten Studienplätze im Bereich der Ernährung und Gesundheit seien. Deswegen komme es darauf an, dass es am Standort Kulmbach nun möglichst schnell vorangeht. "Wir brauchen optimale Räumlichkeiten, damit wir mit dieser Zukunftschance für die ganze Region beginnen können."

Mit den Entwicklungen rund um den geplanten Campus stelle sich auch die Frage, wie es bewerkstelligt werden kann, die nötigen Wohnungen in der Stadt zu schaffen, sagte Minister Reichart. Vor knapp eineinhalb Jahren habe sich der Freistaat entschlossen, eine eigene Wohnungsbaugesellschaft, die Bayern Heim, zu gründen. Erste gute Ergebnisse seien bereits erreicht worden. Die Gesellschaft solle aber nicht nur in München und den Ballungsräumen aktiv werden. "Wir wollen Wohnungen dort bauen und entwickeln, wo Menschen leben, die sie brauchen." Keine Sozialwohnungen wollen es werden, die in Kulmbach entstehen. Sie seien zwar gefördert, aber bezugsberechtigt werden 60 Prozent aller Einkommen der bayerischen Bürger sein. Eine Familie mit zwei Kindern darf laut Reichart ein Einkommen von 85 000 Euro im Jahr haben. "Wir bauen Wohnungen für alle." Und auch in Kulmbach sei ein Projekt in Planung. "Wir streben an, hier 60 Wohnungen zu verwirklichen. Wir sind gerade schon in der Planung. Wir haben die Stadt Kulmbach als eine der Investitionsregionen ausgewählt." Dazu dankte der Minister der Stadt Kulmbach für die gute Zusammenarbeit.

Die Stadt Kulmbach habe nach der Gründung der Bayern Heim die Initiative ergriffen, sagte OB Schramm. In einem Brief an den Bauminister habe er 2018 darum geworben, dass die Wohnungsbaugesellschaft des Freistaats auch Kulmbach als Standort in die Auswahl nehmen solle. "Wir wollen nicht nur für Studenten bauen, sondern wir wollen auch die einheimische Bevölkerung mitnehmen." Ein Programm mache es möglich, geförderte Wohnungen in den Regionen zu bauen. Inzwischen sei in Kulmbach ein Grundstück in Aussicht, auf dem eine solche Wohnanlage entstehen könnte. Wo das Grundstück ist, wolle Henry Schramm noch nicht verraten.

Wohnraum für alle müsse bei solchen Projekten geschaffen werden, betonte Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner. "Ich denke da nicht an diese großen Wohnblöcke in Berlin, wo nur sozialer Wohnungsbau stattfindet, sondern eher an Projekte wie in _Wien, wo in einem Haus die verschiedensten Gesellschafts- und Altersschichten miteinander leben.

Landrat Klaus Peter Söllner hörte die guten Nachrichten gern. Henry Schramm habe in diese Projekte viel Arbeit investiert. Söllners Dank galt aber auch der Staatsregierung und deren Förderprogramm für Nordostbayern. "Das war für unsere Region ein Segen mit einer unglaublichen Dynamik." Auch die Unterstützung, die es nun für den Beitritt zum VGN gebe, trage dazu bei, dass Ostoberfranken einen Horizont bekomme.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz betonte, in Oberfranken würden die richtigen Akzente gesetzt. Ob es die Verkehrsverbünde betreffe, Investitionen in die Bildungseinrichtungen oder die Städtebauförderung: "Wir brauchen unbedingt in der Region weiter diese finanzielle Unterstützung und unbedingt bitte auch die Stabilisierungshilfen."

Auch für den Kulmbacher Bahnhof scheint es jetzt doch noch Hoffnung auf eine barrierefreie Gestaltung zu geben. Sowohl der Bauminister als auch Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner wollen die Stadt in ihren Bemühungen unterstützen. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt in unserer Samstagsausgabe.

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
17:22 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bauminister Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner Hans Reichhart Henry Schramm Kulmbacher Brauerei Landräte Landtagsabgeordnete Martin Schöffel Minister Professoren Stadt Kulmbach Studienplätze Wohnungen Wohnungsbau Wohnungsunternehmen
Kulmbach
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Es gibt einen neuen Anlauf für den barrierefreien Umbau des Kulmbacher Bahnhofs. Starkmachen wollen sich dafür (von links) Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, OB Henry Schramm, Staatsminister Hans Reichhart, Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner und Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.

24.01.2020

Neuer Anlauf für barrierefreien Bahnhof

Staatsminister Hans Reichhart unterstützt die Kulmbacher Forderung für den Umbau. Auch Emmi Zeulner macht sich dafür stark. In der Stadt gilt das als Zeichen der Hoffnung. » mehr

Auf dem ehemaligen Güterbahnhofgelände soll der Campus entstehen. Derzeit laufen dort Bodenuntersuchungen und auch ein Gutachten in Sachen Naturschutz ist in Auftrag gegeben, um den Verkauf des Grundstücks an den Freistaat Bayern vorzubereiten. Foto: Nils Katzenstein

16.01.2020

Campus wächst schneller als erhofft

300 Studienplätze soll es schon 2023 in Kulmbach geben. Uni-Präsident Stefan Leible spricht von einem "mutigen und wirklich großen Aufschlag" und dankt Markus Söder. » mehr

Ein gelungenes Beispiel für eine Blumenwiese gibt es am Wendehammer am Realschulparkplatz in Kulmbach. Fotos: Gabriele Fölsche

27.02.2020

Gesucht: Blühende Betriebe

Das Umweltministerium wirbt in Kulmbach für den "Blühpakt Bayern". Einrichtungen, die ihre Freiflächen naturnah gestalten und so zum Artenschutz beitragen, winkt eine Auszeichnung. » mehr

Zum Ehrenamtsabend hieß der CSU-Ortsverband Marktschorgast Staatsministerin Kerstin Schreyer willkommen. Von links: Altbürgermeister Josef Kofer, Ortsvorsitzender Marc Benker, Staatsministerin Kerstin Schreyer, MdL Martin Schöffel und stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann. Foto: Werner Reißaus

07.02.2020

Neue Formen des Ehrenamts

Über die "Generation Z" sprach Staatsministerin Kerstin Schreyer bei einem Besuch in Marktschorgast. Dort ehrte die CSU Menschen, die sich für die Allgemeinheit engagieren. » mehr

Eine grüne und blühende Stadt will Henry Schramm auch weiter fördern. Bei der Aktion 1000 Bäume" gingen alle Setzlinge rasend weg. Sie sollen Kulmbach noch schöner machen, sagt Schramm, der für seine dritte Amtszeit kandidiert.	Foto: Melitta Burger

Aktualisiert am 09.03.2020

Hartnäckig für die Heimat arbeiten

Am 15. März wählen die Kulmbacher einen neuen Oberbürgermeister. Die Frankenpost stellt alle Kandidaten vor. Diesmal: Henry Schramm (CSU). Der amtierende OB und Bezirkstagspräsident ist 59 Jahre alt, verheiratet und Vate... » mehr

Der geplante Trassenverlauf des Ostbayernrings im Bereich Vorderrehberg.

27.03.2020

"Sind wir auf unserem Hof weniger wert?"

Es scheint nach wie vor ein Kampf gegen Windmühlen zu sein. Eugen Pittroff wehrt sich seit Jahren gegen die Erdverkabelung im Bereich Vorderrehberg. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

7BAC9674-6695-4FD5-AE12-50EC8B4D5685 Region

Aktion: Malen für Oma und Opa | 27.03.2020 Region
» 7 Bilder ansehen

Your-Stage-Festival 2020 in Hof

Your-Stage-Festival 2020 in Hof | 01.03.2020 Hof
» 115 Bilder ansehen

Workout in der Corona-Krise Lorenzreuth

Workout in der Corona-Krise | 26.03.2020 Lorenzreuth
» 10 Bilder ansehen

Autor

Melitta Burger

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
17:22 Uhr



^