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Post von der Leseranwältin

Die Sache mit der Ringelnatter

Ein Leser berichtet, dass er am Ortsrand wohnt, nahe am Wald und an einem Gebiet mit Quellen und Teichen. Dort gebe es auch Eidechsen, Ringelnattern und Kröten.



Ringelnatter
Ringelnatter: Obwohl die Ringelnatter noch immer eine der häufigsten heimischen Schlangenarten ist, hat sich auch ihr Bestand bedenklich verringert. In Bayern ist die Art gefährdet, auch im Fichtelgebirge und im Frankenwald gibt es nicht viele Fundstellen der ungiftigen Natter. Ringelnattern sind semiaquatisch, das heißt sie leben sowohl im Wasser als auch an Land. Bei Gefahr flüchten die scheuen Reptilien meist ins Wasser und tauchen ab. Gelingt es der Schlange nicht, vor dem Feind zu fliehen, versprüht sie eine übel riechende Flüssigkeit oder stellt sich tot, indem sie sich auf den Rücken dreht und die Zunge aus dem Maul hängen lässt. Zum Jagen kriechen die guten Schwimmer aber meistens an Land. (Symbolfoto)   Foto: dpa/Patrick Pleul

"Dieses Jahr haben wir noch keine Kröte gesehen und Eidechsen nur vereinzelt. Dafür konnten wir die Ringelnattern umschlungen bei der Paarung beobachten und etwas später eine im Komposthaufen - vermutlich zur Eiablage." Nun argumentiert der Leser: "Sollten wir ein Gelege im Kompost haben, so werden bald etwa 20 Ringelnattern schlüpfen. Da sehe ich dann überhaupt keine Chance mehr für unsere anderen Freunde." Seine Frage deshalb: "Was tut ein guter Naturschützer in diesem Fall? Soll er überhaupt etwas tun?"

Wir reichen diese Fragestellung an Uwe Friedel vom Bund Naturschutz in Bayern weiter. Der Experte für Arten- und Biotopschutz sagt: "Tun Sie das, was uns Menschen manchmal am schwersten fällt: Beobachten und nicht eingreifen. Die Natur findet ihr Gleichgewicht, wenn wir sie lassen."

Ringelnattern stünden wie die Amphibien unter Schutz, weiß Friedel, da dürfe man gar nicht eingreifen. "Einige der jungen Ringelnattern werden von Fressfeinden wie Vögeln und Igeln verzehrt werden. Andere werden auch die ein oder andere Kaulquappe oder auch Kröte verschlingen."

In einem gesunden Lebensraum schadet das den Populationen der Beutetiere nicht, betont er weiter. Viel gravierender für die Amphibien seien dagegen die zunehmenden Trockenheiten und Lebensraumverluste. K. D.

 

—————

Kontakt zur Leseranwältin:

Telefon 09281/816100, Fax 09281/816423

leseranwalt@frankenpost.de

leseranwalt@np-coburg.de

Twitter:@KerstinDolde

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
28. 08. 2019
19:50 Uhr

Aktualisiert am:
28. 08. 2019
20:30 Uhr

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28. 08. 2019
19:50 Uhr

Aktualisiert am:
28. 08. 2019
20:30 Uhr



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