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Post von der Leseranwältin

Inhalte ohne Zensur

Immer wieder wird der Begriff Pressefreiheit ins Gespräch gebracht, doch häufig wird er nicht ganz richtig verwendet.



Reporter ohne Grenzen
Reporter ohne Grenzen sieht die Pressefreiheit in Europa verschlechtert. (Symbolbild)   Foto: Frank Molter/Illustration

Immer wieder wird der Begriff Pressefreiheit ins Gespräch gebracht, doch häufig wird er nicht ganz richtig verwendet. Pressefreiheit bedeutet nicht, einen Leserbrief zu schreiben und zu erwarten, dass ihn ein Medium möglichst schnell und ungekürzt ins Blatt hebt. Es bedeutet vielmehr gar keinen Eingriff in die Pressefreiheit - auch nicht in die Meinungsfreiheit - wenn sich eine Zeitung gegen einen Abdruck eines Manuskriptes oder eines Leserbriefes entscheidet. Dies alles ist presserechtlich geregelt und heißt: Alle Redaktionen sind für die Inhalte ihres Produktes verantwortlich. Auch dann, wenn diese Inhalte "von außen" kommen, etwa aus dem Kreis der Leser. Auch für die stehen die Medienhäuser in der Verantwortung.

Pressefreiheit bezeichnet laut Definition das Recht von Einrichtungen des Rundfunks, der Presse und anderer Medien auf ungehinderte Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem auf die staatlich unzensierte Veröffentlichung von Nachrichten und Meinungen. Das heißt: Die Presse entscheidet, was sie veröffentlicht - ohne dass jemand dies beeinflussen darf. Das hat historische Gründe, die auf das Zeitalter der Aufklärung und der erwachenden demokratischen Bestrebungen zurückgehen.

Diese Rechte wurden hart erkämpft, Vorkämpfer der freiheitlichen Demokratie haben gar ihr Leben dafür eingesetzt, um das zu erreichen, was für uns selbstverständlich ist: Die Presse- oder Medienfreiheit, wie wir sie heute kennen, soll die Informationsfreiheit, die freie Meinungsbildung und -äußerung, auch die pluralistische Meinungsvielfalt und damit die demokratische Willensbildung sowie die Transparenz und Kontrolle der Politik durch die öffentliche Meinung gewährleisten. Und dazu bedarf es schlichtweg der eigenen Entscheidungsfähigkeit der Redaktionen. K. D.

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Veröffentlicht am:
27. 08. 2019
19:36 Uhr

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27. 08. 2019
19:36 Uhr



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