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Marktredwitz

15 Jahre im Zeichen der Wohltätigkeit

Das evangelische Secondhand-Kaufhaus Lucas feiert Jubiläum. Vom Erlös der Verkäufe profitieren soziale Projekte vor Ort, aber auch Bedürftige in Sarajevo.



15. Jubiläum feierte das Kaufhaus Lucas der Evangelischen Kirchengemeinde Marktredwitz am Montag, dem Martinstag. Das Foto zeigt (von links) Annemarie Riedel vom Kaufhaus, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Sebastian Macht, Pfarrer Christoph Schmidt und Dominik Hartmann. Foto: Scharf
15. Jubiläum feierte das Kaufhaus Lucas der Evangelischen Kirchengemeinde Marktredwitz am Montag, dem Martinstag. Das Foto zeigt (von links) Annemarie Riedel vom Kaufhaus, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Sebastian Macht, Pfarrer Christoph Schmidt und Dominik Hartmann. Foto: Scharf  

Marktredwitz - Der 11. 11. ist nicht nur Faschingsbeginn. Vor 15 Jahren hat die Evangelische Kirchengemeinde Marktredwitz mit Pfarrer Christoph Schmidt an der Spitze auch den Startschuss für das Kaufhaus Lucas, das nun 15. Jubiläum feierte, gegeben.

An dem Datum, das für die Narren ein wichtiger Termin ist, begehen Christen den Martinstag. Sankt Martin von Tours war, wie viele noch aus dem Kindergarten wissen, der mildtätige Ritter, der seinen Mantel mit einem Bedürftigen teilte. Ihm zu Ehren finden alljährlich die Martinsumzüge der Kindergärten statt.

Es ist deshalb kein Zufall, dass das Kaufhaus Lucas in Marktredwitz am Martinstag ins Leben gerufen wurde. Denn auch die Kirche möchte teilen, nämlich den Erlös der Verkäufe für soziale Pojekte.

Zunächst war das Kaufhaus in der Kösseinestraße zu Hause. Dann aber wurden die Räume zu klein, und Lucas zog in das frühere Lidl-Gebäude an der Bayreuther Straße. Gesammelt und verkauft wird so gut wie alles, das gespendet oder bei Wohnungsauflösungen gefunden wird und wiederverwendbar ist. Über mangelndes Kundeninteresse muss sich Lucas nicht beklagen. Hungrige werden satt bei dem mobilen Imbiss "Mama Lucas" vor dem Kaufhaus, wo es für wenig Geld immer etwas Warmes gibt.

Von dem Erlös des Kaufhauses profitiert unter anderem die Kinderarche in Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Die Verbindung der Marktredwitzer Kirchengemeinde mit Sarajevo wird seit Jahren mit gegenseitigen Besuchen gepflegt. Und alljährlich organisiert die Kirche mit dem Kinderhort eine Weihnachtspäckchen-Aktion. Die Kinder bringen von zuhause Päckchen mit, die dann zu Weihnachten an die Kinder in Sarajevo geschickt werden. Dafür, sagte Pfarrer Schmidt, könne in den kommenden Wochen noch gespendet werden.

Gerne nehmen der Kinderhort oder das Pfarramt Päckchen mit kleinen Geschenken entgegen, die dann in Bosnien landen. Die Päckchen sollten ohne verderbliche Ware und außerdem mit einer kurzen Inhaltsangabe abgegeben werden, damit die Helferinnen und Helfer einordnen können, für welche Altersgruppe und für welches Geschlecht sie geeignet sind. Willkommen ist auch warme Kleidung. Denn eines der nächsten Projekte ist ein Kleidungstransport aus Marktredwitz für Flüchtlinge in einem Flüchtlingslager nahe Sarajevo, wie Pfarrer Schmidt ankündigte.

Auch Projekte der Diakonie in Marktredwitz wie die Tagespflege oder andere soziale Angebote profitieren von dem Erlös des Kaufhauses. Gleichzeitig ist Lucas auch ein Arbeitgeber. Neben 20 ehrenamtlichen Mitarbeitern arbeiten im Kaufhaus und bei "Mama Lucas" sechs fest angestellte Kräfte sowie zwei Auszubildende und zwei Absolventen eines Sozialen Jahres. Zum Jubiläum gratulierten mit Geschenken und den besten Wünschen Oberbürgermeister Oliver Weigel und Innenstadtkoordinator Dominik Hartmann von der Stadtverwaltung sowie Sebastian Macht vom Stadtmarketingverein "MAKnetisch". Herbert Scharf

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
16:22 Uhr

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Herbert Scharf

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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
16:22 Uhr



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