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Marktredwitz

Annette Karl klar gegen Neuwahlen

Beim Neujahrsempfang der Pechbrunner SPD rechtfertigt die Landtagsabgeordnete die Sondierungsgespräche.



SPD-Ortsvorsitzende Isgard Forschepiepe (links stehend) bei ihrer Ansprache beim Neujahrsempfang der Pechbrunner SPD. Mit dabei waren Landtagsabgeordnete Annette Karl, Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf und SPD-Kreisvorsitzender Rainer Fischer. Foto: Josef Rosner
SPD-Ortsvorsitzende Isgard Forschepiepe (links stehend) bei ihrer Ansprache beim Neujahrsempfang der Pechbrunner SPD. Mit dabei waren Landtagsabgeordnete Annette Karl, Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf und SPD-Kreisvorsitzender Rainer Fischer. Foto: Josef Rosner  

Pechbrunn - "Neuwahlen sind doch keine Lösung. Wir als SPD haben klare Vorstellungen, die umgesetzt werden müssen, wenn wir wieder in eine große Koalition eintreten sollen." Dies sagte Landtagsabgeordnete Annette Karl, als sie jetzt beim Neujahrsempfang der Pechbrunner SPD im Sportheim sprach. Gleichwohl sah sie Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Verantwortung. "Wir als SPD haben in den vergangenen 150 Jahren Verantwortung für unser Land bewiesen und der stellen wir uns auch heute."

Ortsvorsitzende Isgard Forschepiepe freute sich über den guten Besuch zum 16. Neujahrsempfang ihrer Partei auf Ortsebene. Unter den Zuhörern war auch Kreisvorsitzender Rainer Fischer sowie die Gemeinderäte. Die Ortsvorsitzende sah "Jamaika" kläglich gescheitert. "Und obwohl die SPD keinesfalls mehr eine große Koalition wollte, müssen wir nun Gespräche angehen. Reden kostet nichts. Ich bin aber selber gespannt, zu welchem Ergebnis die Gespräche kommen", sagte sie.

Anschließend ging sie auf das Geschehen im Ortsverein ein. Mit einer Vielzahl an gesellschaftlichen Veranstaltungen habe sich die SPD ins örtliche Geschehen eingebracht. "Da war zum einen der Neujahrsempfang mit Bundestagsabgeordnetem Uli Grötsch, das neunte Frauenfrühstück mit Kathrin Karban-Völkl sowie die Besuche beim Politischen Aschermittwoch in Vilshofen und beim Politischen Ascherfreitag in Mitterteich." Besucht worden sei weiter ein Frauenfrühstück in Altenstadt, eine Ortsvereinskonferenz in Pressath und zwei Diskussionsabende des Nachbar-Ortsvereins in Konnersreuth. Gut angenommen worden sei eine Ostereier-Suchaktion und das Ferienprogramm im Museum Mitterteich. Verteilt wurde zum Jahresende wieder der Abfuhrkalender mit den Weihnachtsgrüßen des Ortsvereins.

Landtagsabgeordnete Annette Karl machte den Pechbrunner Sozialdemokraten ein Kompliment: "Es ist schön, solche Ortsvereine zu haben, die das ganze Jahr über aktiv sind." Gleichwohl lobte die Abgeordnete die eigenen Kandidaten für die Landtagswahlen. "Wir haben tolle Kandidaten." Gleichzeitig wünschte sie sich, dass die SPD noch näher am Menschen ist, "denn wir müssen uns um die Probleme der Wähler kümmern". Sie freue sich aber, dass es den Bayern und auch den Menschen in der Region gut gehe. "Die Rahmenbedingungen stimmen." Umso erstaunlicher nannte sie die hohen Prozentzahlen für die AfD. Um das Erstarken der rechten Kräfte einzudämmen, forderte Annette Karl konkrete Lösungen für den sozialen Wohnungsbau. "Hier müssen wir klotzen und nicht nur kleckern. Wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen." Abschließend bat sie ihre Partei um neue Wege und weniger Egoismus und bat die Basis um Vertrauen in die Parteiführung.

Annette Karl nannte die Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf "das soziale Gewissen unserer Partei". Für ihre Rede, ganz im Stil "wie ihr der Schnabel gewachsen ist", erntete Brigitte Scharf großen Applaus und viel Zustimmung. Ohne viel Drumherum kam sie auf den Kern, in dem sie einen "kleinen Dutterer der Christsozialen", gemeint war Alexander Dobrindt, jeglichen Sachverstand im Umgang mit den kleinen Leuten absprach. "Der hat doch keine Ahnung wie kleine Leute, wie Familien täglich ums Überleben kämpfen. Wir als SPD sind die Partei der kleinen Leute schon immer gewesen und bleiben es auch." Die Kandidatin verstand es meisterhaft, soziale Themen anzusprechen und diese jeweils mit Beispielen zu belegen. Es sind Beispiele, "die konkret Menschen aus unserer Region betreffen, die aber in der großen Politik untergehen". Ihrer Meinung nach ist es vor allem der SPD zu verdanken, dass es konkrete Verbesserungen für die Menschen gibt, "nur die Medien berichten darüber nicht", übte sie auch ein wenig Medienschelte. Erneut forderte sie Verbesserungen für die sogenannten kleinen Leute und nicht für die Reichen. Weiter kritisierte sie die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, der erst in der zweiten Reihe dran sein sollte.

Brigitte Scharf sagte, dass bereits jetzt viele keinen Soli mehr bezahlten und deshalb diese Frage gar nicht so wichtig sei. Abschließend machte sie deutlich, dass sie eine stolze Sozialdemokratin ist. "Schämen sollten sich jene, die unsere SPD nur kritisieren, ohne auf die Menschen zu achten."

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Josef Rosner
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Veröffentlicht am:
10. 01. 2018
18:06 Uhr

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Josef Rosner

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Veröffentlicht am:
10. 01. 2018
18:06 Uhr



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