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Marktredwitz

Bald Parkscheiben-Pflicht in Bergstraße

Nach der Sanierung ist das Parken auf der rechten Seite nur noch zwei Stunden erlaubt. Die linke Seite soll vor allem den Anwohnern zur Verfügung stehen.



Für die rechte Seite der Bergstraße gilt nach der Sanierung die Parkscheiben-Regelung, die Anlieger sollten ihre Autos links parken, und zwar direkt vor oder in ihren Zufahrten oder Garagen. Foto: David Trott
Für die rechte Seite der Bergstraße gilt nach der Sanierung die Parkscheiben-Regelung, die Anlieger sollten ihre Autos links parken, und zwar direkt vor oder in ihren Zufahrten oder Garagen. Foto: David Trott  

Marktredwitz - Das Parken in der Innenstadt ist für viele ein leidiges Thema. Vor allem die Anwohner, die in der Nähe ihres Hauses parken möchten, haben oft Probleme, einen freien Stellplatz zu bekommen. Das ist auch in der Marktredwitzer Bergstraße so. Die bislang kostenlosen Parkplätze werden häufig von Langzeitparkern genutzt, die außerhalb wohnen und im Zentrum arbeiten. Dem will die Stadt nach den Bauarbeiten einen Riegel vorschieben. Zumindest zum Teil. Denn künftig ist auf der rechten Seite der Einbahnstraße das Parken nur noch für zwei Stunden gestattet - mit Parkscheibe. Die linke Seite soll den Anwohnern vorbehalten sein - ohne dafür zahlen zu müssen. Doch auch ohne Ausweis.

"Wir würden ein Fass ohne Boden aufmachen, wenn wir eine Zone für Anwohner schaffen würden", verdeutlicht Michael Fuchs vom Ordnungsamt in der Sitzung des Ferienausschusses am Dienstagabend. Denn dann müsste man dies im gesamten Stadtgebiet anwenden. Denn ähnliche Probleme hätten auch die Bewohner der Klingerstraße, führt Fuchs als Beispiel an. Insgesamt stehen in der Bergstraße, die momentan saniert wird, 62 Parkplätze zur Verfügung. Wenn die Straße, die bis vor Kurzem eher einer Löcherpiste geglichen hatte, fertig ist, hat das kostenfreie und unbegrenzte Parken ein Ende. Auf der rechten Seite. Das haben die Mitglieder des Ferienausschusses beschlossen. Die Regelung, die von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr gilt, sieht eine Höchstparkdauer von zwei Stunden vor. Und zwar mit Parkscheibe. "Das soll bis zur Umsetzung des neuen Parkraum-Konzepts in der Innenstadt gelten", kündigt Michael Fuchs an.

Die einzelnen Parkbuchten würden in Zukunft nicht mehr markiert, "denn das nimmt zu viel Platz weg". Eine durchgezogene Linie soll die Zone, in der die Parkscheiben-Regelung gilt, kenntlich machen. Die Parkplätze in Fahrtrichtung links bleiben unbeschildert und damit auch für die Anwohner der Bergstraße frei. Allerdings pocht die Stadt darauf, dass die Anlieger grundsätzlich ihre Garagen nutzen oder ihr Fahrzeug davor abstellen sollen, um anderen einen freien Platz zur Verfügung zu stellen. Mit der Ausgabe von Anwohner-Parkausweisen würde man einen Präzedenzfall schaffen, der unweigerlich Nachfragen aus der gesamten Innenstadt und auch aus dem Bereich ums Klinikum nach sich zöge.

Laut Michael Fuchs gibt es immer wieder Beschwerden von Anwohnern im Ordnungsamt, "weil in der Bergstraße zu viele Dauerparker ihre Autos abstellen". Gisela Wuttke-Gilch (SPD) bittet darum, die Ausfahrten von Anwohnern mit Zick-Zack-Linien kenntlich zu machen, "damit keiner diese Zufahrten blockiert". Das Ordnungsamt will sich dies nach Ende der Bauarbeiten ansehen. Eine perfekte Lösung werde man nicht finden, gibt Michael Fuchs bezüglich der Dauerparker zu.

Den Ball für die Bauarbeiten und auch die künftige Parkregelung dürfte die Bürgerinitiative "Anwohnerfreundliche Bergstraße" ins Rollen gebracht haben. Karin Maindock, die in der Bergstraße 24 lebt, hat diese Initiative gegründet.

Sie hatte "Wutzettel" bei den Nachbarn verteilt und auch die Stadtverwaltung wissen lassen, was den Bewohnern der Bergstraße so alles stinkt. Und das war nicht wenig: "Klappernde Gullydeckel, rumpelnde Abdeckungen, Schlaglöcher im Asphalt, zugeparkte Garageneinfahrten, unfreundliche Autofahrer beim Ausparken, parkende Firmenfahrzeuge, Raser in der Tempo-30-Zone, stinkende und rußende Busse, fehlendes Grün, grelle Straßenbeleuchtung sowie ausgeleerte Inhalte von Aschenbechern."

Mit der Straßensanierung schickt sich die Stadt jetzt an, einen Teil der Probleme der Anwohner zu lösen. Ob Karin Maindock und ihre Bürgerinitiative mit der künftigen Parkregelung einverstanden sind, konnte die Frankenpost gestern nicht in Erfahrung bringen. Die 58-jährige Bergstraßen-Anliegerin war nicht erreichbar.

Autor
Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
14. 08. 2019
16:56 Uhr

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Peggy Biczysko

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14. 08. 2019
16:56 Uhr



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