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Marktredwitz

Benker-Areal nimmt bald Formen an

Nach dem Sweet-Konzert wird das Quartier am Auenpark erschlossen. Die nächsten fünf Jahre prägen Bagger und Kräne das Bild in dem zukünftigen neuen Viertel der Stadt.



Die Überflug-Perspektive des neuen Quartiers in Dörflas am Rande des Auenparks in 3 D: So soll sich das fertig gestaltete Benker-Areal einmal präsentieren. Bild: Stadt Marktredwitz
Die Überflug-Perspektive des neuen Quartiers in Dörflas am Rande des Auenparks in 3 D: So soll sich das fertig gestaltete Benker-Areal einmal präsentieren. Bild: Stadt Marktredwitz  

Marktredwitz - "Wir gehen jetzt in die Vermarktung und in Investitionsgespräche." Stadtbauamtsleiter Stefan Büttner hat in der jüngsten Stadtratssitzung den städtebaulichen Entwurf und das Gestaltungs-Handbuch für das Benker-Areal vorgestellt. "Diese Schriftstücke bilden das Rückgrat, um mit den Investoren in die Verhandlungen treten zu können", erläuterte er.

Mit dieser Fibel an der Hand sollen sich die Investoren ein genaues Bild von den Wünschen der Stadt und dem Siegerentwurf für die neue Bebauung des Quartiers machen können. Die Entwicklung des gewaltigen Platzes ist in mehrere Abschnitte eingeteilt. So sollen in diesem und im kommenden Jahr die Fabrikstraße, die Allee, die Promenade und die Wohnstraße erschlossen werden. In die Vollen geht es erst nach dem Sweet-Konzert, das am 10. August über die Bühne geht.

Phase 2 sieht den Bau des Kinderhauses an der Dörflaser Brücke vor (wir berichteten). Baubeginn hierfür ist im kommenden Frühjahr. 2019 und 2020 sollen das Seniorenwohnheim sowie die privaten Wohnungen am Übergang in den alten Stadtteil Dörflas in Angriff genommen werden. Auch der Startschuss für die Umgestaltung und Sanierung des Boardinghauses, des Turbinen- und des Kesselhauses - Relikte aus der Textilindustrie - soll dann gegeben werden. Dieser Dreiklang, zusammen mit dem historischen Schornstein, soll ein Ensemble bilden, das künftig als Ort für Veranstaltung im Freien oder für Ausstellungen zur Verfügung steht. Alt und Neu sollen harmonisch kombiniert werden. Und der Platz am Meisterhaus bekommt in der zweiten Gestaltungs-Phase ein neues Gesicht. Dieser soll als Herz des Quartiers als innerstädtischer Platz herausgearbeitet werden. Wasser und Effektbeleuchtung könnten hier eine wichtige Rolle spielen.

Mit der dritten Phase will die Stadt 2020 und 2021 loslegen. Dann wird dem städtebaulichen Entwurf zufolge das Parkhaus auf dem Benker-Areal gebaut. Weitere Wohnungen, zum Teil mit Blick auf den Auenpark, folgen. Und am Ufer der Kösseine werden die Büros für die Behörden gebaut, die sich dann hier ansiedeln.

In Phase 4, die 2021 und 2022 verwirklicht werden soll, entsteht ein Dienstleistungs-Gebäude. Außerdem werden die öffentlichen Straßen, Plätze und Freiräume dann vollendet.

Eine Promenade bildet den Abschluss des Benker-Areals und führt direkt in den Auenpark, dem Ruhepol für Bewohner und Besucher gleichermaßen. Großen Wert legt die Stadt bei der Neugestaltung des Geländes auf die Barrierefreiheit und Geh-Freundlichkeit. Die kleine Grünfläche an der Fabrikstraße, die sich durch einen vitalen Baumbestand auszeichne, bleibe erhalten und soll ein ruhiger Ort der Begegnung zwischen Jung und Alt werden, zumal die Grünfläche zwischen dem Kinderhaus und dem Seniorenwohnheim liegt.

Da viele gestalterische Fragen wie beispielsweise die Farbauswahl für Fassaden, nicht vorab eindeutig geklärt werden können, komme dem Gespräch und der Erläuterung von Qualitäten eine zentrale Rolle zu, betont die Stadt in dem städtebaulichen Entwurf. "Wichtiger Baustein im Rahmen einer qualitätvollen Umsetzung ist deshalb das Angebot der Bauberatung." Bauherren bekämen hier Lösungsvorschläge und Verbesserungs-Hinweise.

Insgesamt sollen auf dem Areal 420 Parkplätze geschaffen werden. Für das Kinderhaus sollen elf entstehen, fünf weitere stehen im Parkhaus zur Verfügung, das dort neu gebaut wird. Die Behörde bekommt insgesamt 59 Stellplätze, das Boardinghaus 15, der Querbau 18 und Kontorgebäude nebst Meisterhaus neun. Für den Dienstleister werden 58 Stellplätze geschaffen, für das Seniorenwohnheim 18 und für die Wohngebäude auf dem Areal 72. Das Parkhaus soll 280 Stellplätze umfassen.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
03. 08. 2018
17:42 Uhr

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