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Marktredwitz

Betriebe wollen Energiekosten senken

Vertreter von zwölf Unternehmen aus der Region informieren sich bei Scherdel. Dabei geht es um Kennzahlen für den Stromverbrauch.



Viele Unternehmen ziehen an einem Strang, wenn es um Energieeinsparung und Klimaschutz geht. Foto: pr.
Viele Unternehmen ziehen an einem Strang, wenn es um Energieeinsparung und Klimaschutz geht. Foto: pr.  

Marktredwitz/Poppenreuth - Energie noch sinnvoller einsetzen: Dieser Gedanke bewegt Firmen aller Branchen und Größen. Unter dem Motto "Impuls für Bayern" haben sich Vertreter von zwölf Unternehmen bei der Firma Scherdel in Poppenreuth getroffen. Die in einem Energieeffizienz-Netzwerk organisierten Unternehmen haben sich das Ziel gesetzt, Einsparpotenziale in der betrieblichen Praxis zu nutzen und Energie-Know-how bei den Teilnehmern im Dialog mit anderen Unternehmen aufzubauen.

Die Scherdel-Gruppe

Die Scherdel-Gruppe ist ein unabhängiges Familienunternehmen und wurde 1889 von Kommerzienrat Sigmund Scherdel in Marktredwitz gegründet. Scherdel bietet ein umfassendes Portfolio von der Metall-Umformung, Montage- und Fügetechnik über Maschinen- und Werkzeugbau bis hin zur Oberflächentechnik. Umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsleistungen runden das Angebot ab. Die Gruppe hat heute 32 Standorte, davon neun im Großraum Marktredwitz, und beschäftigt weltweit rund 6000 Mitarbeiter.


Schwerpunkte beim Treffen in Poppenreuth waren einer Mitteilung zufolge Themen wie Energiekennzahlen und Regressionsanalysen. "Das Thema Energieeffizienz hat bei Scherdel seit Langem einen hohen Stellenwert", betonte Dominik Glöckner von der Scherdel Energietechnik GmbH. Er stellte die Absorptionskältetechnik innerhalb der Gruppe vor: "Dabei betrachtet unser Unternehmen die ökonomischen und ökologischen Aspekte stets gemeinsam in der Gruppe. Sobald wir die bestmögliche Lösung gefunden haben, wird diese rasch realisiert. Nur so stellen sich die wirtschaftlichen, aber auch die Vorteile für die Umwelt unmittelbar ein", erläuterte Glöckner.

"Wir wollen aus Energie das Beste herausholen und dabei möglichst rasch und praxisnah voneinander lernen", sagte Eon-Experte Jörg Meier, der das Treffen in Poppenreuth moderierte. "Unser Netzwerk profitiert enorm von den Arbeitstreffen bei den teilnehmenden Firmen vor Ort. Hier kann man Best-Practice-Beispiele gleich live in der Produktion kennen lernen."

Das Netzwerk werde zu gleichen Teilen von Eon und der Bayernwerk Natur GmbH getragen. Die Bayernwerk-Tochter bringe das notwendige Energie-Wissen in das Netzwerk als Basis für bestmögliche Lösungen ein. Das Netzwerk "Impuls für Bayern" habe sich auf ganz konkrete Einsparziele festgelegt. "Demnach ist das Jahresziel für 2019 erst dann erreicht, wenn die Unternehmen ihre Energieeffizienz um vier Prozent steigern und ihre CO2-Emissionen gleichzeitig um vier Prozent senken (Basisjahr ist 2016). In harten Fakten ausgedrückt bedeute dies: Einsparung von 3600 Tonnen CO2 pro Jahr, Rückgang des Verbrauchs von Strom und Wärme in Höhe von zirka 16 300 Megawattstunden pro Jahr und eine spürbare Senkung der jährlichen Energiekosten bei den Unternehmen.

Die gemeinsame Zielsetzung sei für die teilnehmenden Unternehmen ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz und zum Gelingen der Energiewende. Fachlich wird das Energieeffizienz-Netzwerk dabei von der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE) aus München begleitet. Die FfE steuere Analysen und wirtschaftlich nachhaltige Lösungsansätze bei und greife dabei auf die ganze Erfahrung des Instituts zurück.

Die Partnerunternehmen des nordbayerischen Energieeffizienz-Netzwerks sind folgende: Brüterei Süd ZN der BEW-Brüterei Weser-Ems GmbH & Co. KG (Regenstauf), RHI Magnesita Didier-Werke AG (Marktredwitz), H.C. Starck Ceramics GmbH (Selb), Inotec GmbH (Manching), Kristall-Glasfabrik Amberg GmbH (Amberg), Robert Hofmann GmbH (Lichtenfels), Rohrwerk Maxhütte GmbH (Sulzbach-Rosenberg), Scherdel GmbH (Marktredwitz), Stahl- und Drahtwerk Röslau GmbH (Röslau), Wewatec GmbH (Wackersdorf), Cummins Deutschland GmbH (Marktheidenfeld), Töpfer Kulmbach GmbH (Kulmbach) über Eon Energie Deutschland.

Die Eon sei ein bundesweit führendes Energieunternehmen. Rund 3000 Mitarbeiter sorgten für die jederzeit zuverlässige Lieferung von Strom und Erdgas. Darüber hinaus biete Eon Lösungen für eine zunehmend dezentrale, ökologische und digitale Energiewelt, zum Beispiel mit Service und Beratung zu Photovoltaik, Speichern, Energiecheck und Effizienzmaßnahmen.

Die Bayernwerk Natur GmbH betreibe über 120 dezentrale energieeffiziente und regenerative Kraftwerksanlagen.

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Veröffentlicht am:
24. 07. 2018
17:24 Uhr

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24. 07. 2018
17:24 Uhr



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