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Marktredwitz

Bunter Cocktail der Narren

Die Fastnachtsfreunde bieten jede Menge gute Laune, Tanz und Musik zum Auftakt 2018. Lotusblumen, Mexikaner und Pubertiere begeistern das Publikum.



Der Karnevalsverein Waldeck entführte ins ferne Japan, die Oberpfälzer Mädels traten als zarte Asiatinnen auf. Fotos: Michael Meier
Der Karnevalsverein Waldeck entführte ins ferne Japan, die Oberpfälzer Mädels traten als zarte Asiatinnen auf. Fotos: Michael Meier   » zu den Bildern

Marktredwitz - Nicht nur das Egerland-Kulturhaus bekommt derzeit einen frischen Wind verordnet. Auch die Rawetzer Fastnachtsfreunde (RFF) haben ihr Bühnen-Equipment überarbeitet und damit wesentlich mehr Platz für die Tanzdarbietungen geschaffen. Das Ganze kam am Wochenende erstmals zum Einsatz bei ihren beiden Veranstaltungen "Fastnacht in Rawetz". Der Saal im Kulturhaus war hierzu jeweils gut gefüllt mit gut gelaunten Narren und Närrinnen, immerhin haben die Fastnachtsfreunde in diesem Jahr den Reigen der Faschingsveranstaltungen eröffnet. Daniela Pöhlmann und Michael Gomez führten schlagfertig und charmant durch das Programm, das wieder einen bunten Mix aus Tänzen und Humor bot.

Als Ehrengäste durften die Aktiven Landrat Dr. Karl Döhler und Oberbürgermeister Oliver Weigel begrüßen. Wie gewohnt bereicherten auch jede Menge Ehrengäste und befreundete Fastnachtsvereine das Programm. Und dafür gab es auch jede Menge Saisonorden. Die Faschingsgilde Dörflas war mit ihrem Prinzenpaar Prinzessin Lisa I. Garde-Designerin zu Dörflas und Prinz Peter III. Zaunkönig aus der Fränkischen mit von der Partie.

Fastnachts-Kids heißen die Jüngsten im Verein; sie entführten in die Welt von Peter Pan und Kapitän Hook. Peri Josefina Berber ist mit ihren sechs Jahren die jüngste Solistin bei den Fastnachtsfreunden. Sie hatte ihren ersten Auftritt als Tanzmariechen.

Solotänzerin Aylin Pointinger legte eine beeindruckende Choreographie aufs Parkett. Fastnachts-Dancers heißt die Formation der RFF-Jugend. Ihr Schautanz handelte von Facebook, Google und Co, wofür es ebenso herzlichen Applaus gab wie für die nächste Nummer. "Zwei Bayern in Mexico" erlebten die Besucher im Schautanz des Fastnachts-Cocktails. Darin wurden viele bunte Kostüme zu flotter Musik serviert.

Aus Bayreuth reisten die Mohrenwäscher an und beeindruckten mit einem Schautanz, der sich um Pyramiden, Pharaonen und Mumien drehte. Weiterhin stellten sie auch ihren aktuellen Marschtanz vor.

Die Mädels aus der Oberpfalz kamen als zarte Lotusblumen daher, denn der Karnevalsverein Waldeck nahm die Besucher tänzerisch nach Japan mit. Und das Weiberballett aus Höchstädt präsentierte die beiden Superstars Freddy Mercury und Falco in einer mitreißenden Choreographie. Die Boxen bebten, und das Publikum war restlos begeistert.

Das Männerballett der Narhalla Rot-Weiß zeigte sich als blaue Bewohner des Planeten Pandora, die den Saal entsprechend rockten. "X-Dream" ist der Name der Tanzformation des Mitterteicher Gaudiwurms; sie präsentierte ebenfalls ihren aktuellen Schautanz.

Ein Markenzeichen der närrischen Abende der Fastnachtsfreunde sind die zahlreichen Wortbeiträge. Madeleine Schneider sinnierte hier über ihre Karriere nach dem Abitur. Sie wollte eigentlich zuerst nach Hollywood, mangels Chancen landete sie dann doch nur beim deutschen Film. Bei "Dinner auf Fränkisch" wurde sie als Oberpfälzerin jedoch nur als Stolperteppich eingesetzt.

Die beiden "Pubertiere" Kathi Pinzer und Lena Meier erzählten aus ihrem Alltag als Teenager kurz vor dem Erwachsenwerden. "Meine Eltern sind jetzt ganze 24 Jahre verheiratet. Aber wie lange müssen sie noch?", lautete eine der brennenden Fragen. Bernd und Kathrin Geiser aus Lippertsgrün parodierten den Zeitgeist als spitzfindiges Kasperltheater und politischen Zirkus. Sie kamen zu dem Schluss, dass in Berlin nie etwas fertig wird.

Rosi und Miez alias Rosemarie und Markus Thoma erzählten von ihrem Freizeitstress und von so mancher Panne. "Irgendwas ist immer", lautete dabei ihr Fazit. Büttenredner Richard Kofer machte sich zweideutige Gedanken über die Sprache der Frauen und begab sich dabei humorvoll auf dünnes Eis bei den Damen im Publikum.

Und wer das Rawetzer Urgestein kennt, der weiß, dass Walter Lenhard und Bernd Krauß eine scharfe Zunge besitzen. Da wird Stadträtin Brigitte Artmann schon mal als "Natur-Aphrodite" bezeichnet, und es wurde festgestellt, dass es letztes Jahr eine Glockenweihe beim Oberbürgermeister gab. "Die österreichischen Männer beerdigen ihre Frauen am Hang, damit sie im Winter nochmal drüber rutschen können", verkündete Walter Lenhard.

Passende, schwungvolle Musik für die Tanzpausen kam von der Band "Pepitas". Die fleißigen Vereinsdamen namens "Feiermädels" hatten Verköstigung und Bedienung der Gäste übernommen.

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Michael Meier

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Veröffentlicht am:
14. 01. 2018
14:45 Uhr

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Michael Meier

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14. 01. 2018
14:45 Uhr



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