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Marktredwitz

Comics und Clips erklären auf Augenhöhe

Ein multimediales Feuerwerk im Marktredwitzer Jugendzentrum gibt jungen Muslimen ein Gesicht. Ausgebildete Schüler führen Gruppen durch die Ausstellung.



Andreas Prell von der Islamberatung Bayern, Jutta Spoden von der Bundeszentrale für politische Bildung, zweiter Bürgermeister Horst Geißel und Integrationsbeauftragter Walied Youssef freuen sich über die gelungene Ausstellung im Marktredwitzer Jugendzentrum. Foto: David Trott
Andreas Prell von der Islamberatung Bayern, Jutta Spoden von der Bundeszentrale für politische Bildung, zweiter Bürgermeister Horst Geißel und Integrationsbeauftragter Walied Youssef freuen sich über die gelungene Ausstellung im Marktredwitzer Jugendzentrum. Foto: David Trott  

Marktredwitz - Aus Unwissen entstehen Ängste. Genau hier setzt die Ausstellung "Was glaubst du denn?! - Muslime in Deutschland" an. Sie ist noch bis zum 24. Mai im Marktredwitzer Jugendzentrum Löschwerk 10 zu sehen. Mit Videoclips, Comics, Animationsfilmen und vielen Interaktionsmöglichkeiten wird der jugendlichen Zielgruppe der Alltag von Muslimen in Deutschland nähergebracht. Das Besondere an diesem Konzept: 41 Schüler der Alexander-von-Humboldt Mittelschule und des Otto-Hahn-Gymnasiums wurden speziell für diese Ausstellung als "Peer Guides", also Ausstellungsführer, ausgebildet. Dieser freiwillige Einsatz liefert den jungen Besuchergruppen Information auf Augenhöhe und begeisterte die Ehrengäste bei der Ausstellungseröffnung.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung im Jugendzentrum Löschwerk 10 kann Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 14.30 bis 18 Uhr in der Fritz-Thomas-Straße besichtigt werden Schulklassen und Besuchergruppen können Führungen mit dafür ausgebildeten Schülern unter ww.wasglaubstdudenn.de buchen.


"Integration ist ein fester Bestandteil der Stadt und der Region. Es ist toll, dass die Ausstellung hier im Jugendzentrum bis zum 24. Mai besichtigt werden kann", sagte zweiter Bürgermeister Horst Geißel erfreut. "Beim Schuheausziehen in der Moschee wurde ich neulich selbstverständlich mit einem ‚Hallo, Herr Pfarrer!‘ begrüßt", erzählte Klaus Wening. "Es ist schön zu wissen, dass trotz unterschiedlichen Glaubens keine Hindernisse beim Zusammenleben auftreten müssen." Pfarrer Wening und Imam Irfan Kutbay sind sich einig: "Das Vertrauen und die Offenheit zwischen den Menschen, egal welcher Religion, führten zu besten Freundschaften."

"Es geht bei Integrationsprojekten nicht um Islamisierung, sondern um Normalisierung", wusste Andreas Prell von der Islamberatung Bayern. "Ziel soll es sein, dass Muslime in das tägliche Leben eingebunden werden." So müssten aus seiner Sicht mehr Muslime ein Teil des normalen Vereinslebens, vom Pfadfinder bis zum freiwilligen Feuerwehrmann, sein.

Auch der Vertreter des Landrates Gerald Schade war von der Ausstellung begeistert. "Ich war selbst schon Bürgermeister einer Gemeinde mit gut 30 Prozent muslimischer Bevölkerung." Wie auch im ganzen Landkreis Wunsiedel, sei es ein tolles Miteinander gewesen. "Oft essen wir miteinander oder spielen zusammen Fußball, aber wissen oft nichts vom Gegenüber", bedauerte Schade. Die Ausstellung würde Jugendlichen einen positiven Denkanstoß geben.

"Zum Thema Islam schaffen es meist nur die schlechten Nachrichten in die Presse", meinte Jutta Spoden von der Bundeszentrale für politische Bildung. Berichte über das tägliche Leben sowie die vielen schönen Momente würden oft auf der Strecke bleiben. "Deshalb können die Besucher einen Blick in das Leben von Muslimen in Deutschland werfen. Da zeigt sich schnell, Menschen sind weit mehr als nur ihre Religion.".

Autor

David Trott
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Veröffentlicht am:
05. 05. 2019
17:46 Uhr

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David Trott

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05. 05. 2019
17:46 Uhr



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