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Marktredwitz

Dem neuen Papst ganz nah

Eine Reisegruppe der katholische Erwachsenenbildung erlebt die tolle Stimmung bei der Audienz von Franziskus. Das Besichtigungsprogramm begeistert alle.



Hubert Grillmeier aus Arzberg-Haid gelang dieser Schnappschuss bei der zweiten Papstaudienz von Franziskus.
Hubert Grillmeier aus Arzberg-Haid gelang dieser Schnappschuss bei der zweiten Papstaudienz von Franziskus.   » zu den Bildern

Marktredwitz/Brand - Die Osterwoche gehört Rom; so pflegt es die katholische Erwachsenenbildung Marktredwitz/Brand seit 35 Jahren. Und so hat sich wieder eine Pilger- und Reisegruppe unter der Leitung von Studiendirektor Alfons Prechtl auf dem Weg nach Italien gemacht, wobei Höhepunkt ohne Zweifel die Audienz mit dem neuen Papst Franziskus war.

Die Stadt Rom und der Vatikan hatten ihr österliches Kleid angezogen und der reiche Blumenschmuck glich das weniger frühlingshafte Wetter aus. Noch mehr aber trug die Neuwahl des Papstes zur fröhlichen Stimmung bei. Bei der zweiten öffentlichen Audienz von Papst Franziskus war die Reisegruppe der katholischen Erwachsenenbildung dabei, und Alfons Prechtl erlebte somit in 52 Fahrten zu allgemeinen Audienzen den fünften Papst: Paul VI, Johannes Paul I, Johannes Paul II, Benedikt XVI und Franziskus.

Franziskus begeisterte die rund 45 000 Besucher mehr mit Zurückhaltung und einprägsamen Gesten als durch geschliffene Reden. So versäumte er nicht, seinen Namen auf das Gipsbein eines Mädchens zu schreiben. Er sprach meist frei und vor allem die überaus zahlreichen jungen Leute - überwiegend Italiener - direkt an. Größten Beifall bekam er bei der Auslegung des Tagesevangeliums, als er von "der Sendung der Frau" sprach und immer wieder die Jugendlichen als "Hoffnung der Welt" bezeichnete. Genugtuung und innere Freude herrschte, als der Sprecher unter anderem auch das katholische Bildungswerk Marktredwitz/Brand lautstark über den Petersplatz erschallen ließ. Gesang und Musik umrahmten die Begegnung mit dem neuen Papst.

Während des Romaufenthalts kamen die Geschichte und die aktuelle Bedeutung der Stadt Rom und des Vatikan nicht zu kurz. Die Reisegruppe besuchte antike Stätten, bedeutende kirchliche Bauwerke und Kunstdenkmäler. Die Führerin, die der Gruppe an drei Tagen zur Verfügung stand, glänzte nicht mit Jahreszahlen, sondern wartete auch mit Hintergrund- und religiösem Wissen auf. Sie verstand es, Steine lebendig werden zu lassen. Der Besuch galt den Hauptbasiliken St. Paul, Lateran und der größten Marienkirche Maria Maggiore. In ihnen wurde die bewegte Entwicklung der Kirche deutlich, meist verbunden mit Verfolgung, Kreuzigung und Hoffnung. Kolosseum, Forum Romanum und Capitol versetzten die Besucher in die Antike zurück, ohne dass man das Gefühl hatte, längst Vergangenem zu begegnen.

Dort, wo sich die Kardinäle zum Konklave versammelt hatten, in der Sixtinischen Kapelle, war wieder der Alltag eingekehrt. Der ist gekennzeichnet von einem Strom an Besuchern, die Michelangelos Meisterwerk bestaunen möchten. Überwältigt waren die meisten Studienfahrtteilnehmer vom Petersplatz und von der Peterskirche. Das Fernsehen, so die meister Besucher, vermittle einen ganz anderen Eindruck als die Wirklichkeit. Die Pracht und Ausstattung der Peterskirche lädt zwar zum Verweilen ein, doch die notwendigen Sicherheitskontrollen verursachen immer länger werdende Menschenschlangen.

Frei nach Goethe "Wer vieles bringt, bringt jedem etwas" hatte Alfons Prechtl das restliche Programm gestaltet. So begeisterte einmal mehr die Zentrale der Toscana, Siena, die Besucher. Der Marktplatz dort ist immer belebt, selbst wenn das Wetter nicht gerade das Beste ist. Weitere Stationen waren Brixen, die alte Bischofstadt, und Orvieto, das seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt hat. Hier fasziniert vor allem die renovierte Westfassade des Doms. Der Ostergottesdienst wurde in der Seminarkapelle in Brixen gefeiert, die auch Papst Benedikt XVI liebgewonnen hat. Außerdem trug eine ökumenische Morgenandacht in Divino Amore, Übernachtungsquartier und zugleich Wallfahrtsort, der Tatsache Rechnung, dass die Reisegruppe ökumenisch zusammengesetzt war.

Am Ende bei der Rückkehr brachte Horst Kunert aus Wölsau die Studienreise auf den Nenner: "Wir sind als Fremde gestartet und kehren als Freunde zurück." A. P.

Wir sind als Fremde gestartet und kehren als Freunde zurück.

Horst Kunert aus Wölsau


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Alfons Prechtl
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Veröffentlicht am:
13. 04. 2013
00:00 Uhr

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Alfons Prechtl

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13. 04. 2013
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