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Marktredwitz

Der Aufschwung geht weiter

Beim Neujahrsempfang verkündet Oberbürgermeister Weigel: "Es läuft wirklich super." Es gibt einen Baby-und Bau-Boom. Große Vorhaben werfen ihre Schatten voraus.



Mehrere Hundert Marktredwitzer und auswärtige Gäste sind gestern Abend zum Neujahrsempfang in die Stadthalle gekommen.	Fotos: Florian Miedl
Mehrere Hundert Marktredwitzer und auswärtige Gäste sind gestern Abend zum Neujahrsempfang in die Stadthalle gekommen. Fotos: Florian Miedl  

Marktredwitz - "Ich bin sehr stolz, Ihr Oberbürgermeister zu sein!" Mit einem Strahlen im Gesicht und einer Bilanz, die vom Aufschwung in Marktredwitz zeugt, hat Oliver Weigel gestern Abend mehrere Hundert Gäste zum Neujahrsempfang in der Stadthalle willkommen geheißen. Unterbrochen von einem bunten und swingenden Programm, ließ das Stadtoberhaupt ein überaus erfolgreiches Jahr Revue passieren, "in dem sich unglaublich viel getan hat". Der Aufschwung sei an allen Stellen deutlich spürbar, "und die Menschen in der Stadt sind positiv eingestellt". Das mache ihn glücklich, bekannte Weigel und freute sich darüber, dass sich die Menschen von der Stimmung mitreißen ließen, ebenso die Unternehmen in der Stadt. "Alles in allem läuft es wirklich super."

10.01.2018 - Neujahrsempfang Marktredwitz - Foto: Florian Miedl

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Die Frankenpost fasst die wichtigsten Punkte aus der Neujahrsrede von Oberbürgermeister Oliver Weigel zusammen.

 

1. Einwohnerzahlen: Die zahlreichen Gäste applaudierten begeistert, als der Rathaus-Chef erneut von einem Zuwachs der Bevölkerung sprach: "Wir zählen jetzt knapp 17 300 Einwohner." Und nach 2016 habe es wieder ein Baby-Rekord-Jahr in Marktredwitz gegeben. "Wir können getrost von einem Baby-Boom sprechen, nachdem wir 2017 über 500 Geburten an unserem Klinikum hatten."

 

2. Investitionen: "Wir brauchen unbedingt neue zusätzliche Betreuungsplätze für alle Altersgruppen. Deshalb bauen wir im Ortsteil Brand zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde einen neuen Kindergarten." Auch die Planungen für ein neues Kinderhaus am Benker-Areal liefen. Bis zum Jahr 2026 investierten Stadt und Landkreis über 50 Millionen Euro in die Schulen von Marktredwitz. "Fit für die Zukunft sind dann Grund-, Mittel- und Realschule, das Gymnasium, die Dreifachsporthalle und auch unser Hallenbad." Das neue Jugendzentrum in der Fritz-Thomas-Straße sei voraussichtlich bis März dieses Jahres fertig. "Ich meine, wir haben eine tolle neue Location gefunden, die wir bis April gemeinsam mit den Jugendlichen zu einem echten Treffpunkt für die Jugend ausbauen werden." Es gebe aber auch große Investitionen aus der Privatwirtschaft, so bei der Firma Scherdel, der Firma Iris Biotec, mit dem neuen Bricks-Hotel oder der neuen Home & Living-Abteilung im Kaufhaus Frey. Gerade die kleinen und großen Unternehmen hätten einen sehr großen Anteil am Erfolg der Stadt, "zumal sie Arbeitsplätze erhalten und schaffen".

3. Neubaugebiete: Was sich auf diesem Gebiet in der Stadt tut, bezeichnete Oliver Weigel als "Erfolgsgeschichte schlechthin". Die Baugebiete seien zurzeit schneller vergriffen, als sie ausgewiesen werden. Auch für das neueste Baugebiet Hammerberg-West lägen bereits Anfragen vor. "Ich hoffe, dass unsere Baufirmen in den nächsten Jahren genug zeitliche und personelle Kapazitäten haben, um die bevorstehenden Aufträge alle ausführen zu können", so der OB. Für all die Familien, die sich vergrößern oder für Menschen, die in die Stadt ziehen, brauche man dringend neuen Wohnraum. Daher seien die Investitionen im privaten Wohnungsbau sehr zu begrüßen. Die Stewog, die ständig ihre Wohnungen modernisiere, geht laut Weigel mit bestem Beispiel voran, was sich in der Vermietungs-Quote von annähernd 100 Prozent widerspiegle. Auch die Baugenossenschaft nehme in den kommenden Jahren ein großes Investitionsprogramm in Angriff.

 

4. Sanierungen: Die Stadt selbst kümmere sich auch um eigene Gebäude, die vor allem energetisch saniert würden, ob Neues Rathaus, Egerland-Kulturhaus oder Stadthalle, "in der wir uns ja gerade befinden". Hier stünden für dieses Jahr unter anderem die Sanierung der Haustechnik und vor allem der WC-Anlagen auf dem Programm. "Außerdem schaffen wir neue, schöne Räume für unsere städtische Sing- und Musikschule", kündigte der Oberbürgermeister an. Im Kulturhaus werde ein neues Museums-Café eingerichtet.

 

5. Finanzen: Trotz großer Investitionen habe die Stadt Marktredwitz eine solide Haushaltslage, betonte Oliver Weigel. Die Schulden habe man auf 42,9 Millionen Euro zurückfahren können. "Auch wenn wir viele Dinge anpacken, gilt es weiterhin, sparsam zu sein."

 

6. Zukunftsentwicklung: Neben der Bebauung des Benker-Areals stünden ja die Behördenverlagerungen nach Marktredwitz an, fuhr der Oberbürgermeister fort, um unter anderem auf die geplante Justizvollzugsanstalt zu sprechen zu kommen: "Auch wenn man in der Öffentlichkeit nicht ständig etwas dazu hört, hinter den Kulissen sind die Gespräche in vollem Gange, und in den kommenden Wochen werden wir den Grundstücksverkauf abwickeln." Der Baubeginn sei für 2019/2020 geplant und 2024/2025 nehme die neue JVA ihren Betrieb auf. Diese 90-Millionen-Euro-Investition habe viele Folgeeffekte für die Stadt.

 

7. Schwerpunkt Innenstadt: Dazu zählen laut OB Weigel vor allem die Entwicklung in der Damm- und Lindenstraße mit einem großen Investment in den Neubau eines Gebäudekomplexes für Handel, Dienstleistung und Gastronomie sowie die Neugestaltung des Stadtparks, des Kirchparks und des Marktes. "Das schon allein sind vier große Projekte, die bei mir in einen Satz passen, die aber in der Tat mit jeder Menge Arbeit verbunden sind", meinte der Oberbürgermeister. Allerdings habe man schon vieles auf den Weg gebracht. Sehr erfreulich nannte er es, dass die Privatwirtschaft im Innenstadtbereich investiere und mit der Stadt an einem Strang ziehe. Als beispielhaft bezeichnete er den Neubau von Mehrfamilien-Wohnhäusern an den Kösseine-Auen und am Vilser Platz. "Das zeigt die Attraktivität des Standorts Marktredwitz. Als die Einkaufsstadt der Region lasse sie weit größere Städte deutlich hinter sich.

 
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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
10. 01. 2018
21:06 Uhr

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
10. 01. 2018
21:06 Uhr



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