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Marktredwitz

Die Mauer fällt noch diesen Monat

Ende Mai rollen die Bagger am Auenpark an. Dann beginnt auch der Abriss des alten Kindergartens in Dörflas. Fachleute stellen Beleuchtung und Belag für das Benker-Areal vor.



Die Reste der markanten Mauer, die den Auenpark bislang vom Benker-Gelände abschirmt, werden im Mai dem Erdboden gleichgemacht. Foto: zys
Die Reste der markanten Mauer, die den Auenpark bislang vom Benker-Gelände abschirmt, werden im Mai dem Erdboden gleichgemacht. Foto: zys  

Marktredwitz - Da, wo die Gäste von "Zack‘s Café" momentan noch im Schutz der Mauer im Sonnenschein - so vorhanden - Kaffee, Bier und Eis auf der Auenpark-Terrasse genießen, weht künftig wohl eine kräftigere Brise. Denn Ende Mai soll der Rest der Mauer samt Terrasse und Toiletten abgerissen werden, um Platz zu schaffen für die Neubebauung des Benker-Areals. Das teilte Sachbearbeiter Alexander Rieß in der jüngsten Sitzung des Stadtrats mit.

Ulrik Katholing will Toiletten-Anlage kaufen

"Wäre es möglich, den Toilettentrakt käuflich zu erwerben?" Danach erkundigte sich in der Fragestunde des Stadtrats Ulrik Katholing, der Besitzer des Meisterhauses, weil die Toiletten-Anlage am Auenpark im Mai abgerissen werden soll. "Wir hatten damals schon die Idee, hinter dem Meisterhaus Toiletten anzubauen, weil die im oberen Stockwerk nicht so bequem erreichbar sind", begründete er sein Ansinnen. Oberbürgermeister Oliver Weigel signalisierte Einverständnis. Zudem fragte Katholing, ob die Straße, die nach dem Abriss der Mauer zum Auenpark zur Dörflaser Hauptstraße dauerhaft genutzt werden soll. Das bejahte Rieß.

 

"Ich rechne damit, dass ich mein Café bis zum 19. Juni wieder aufgebaut habe", zeigt sich der Wirt der Auenpark-Terrasse, Christopher Sack, zuversichtlich. "Mir wurde mitgeteilt, dass die Bagger am 27. Mai anrollen." Dass es keine Probleme mit der Notdurft geben wird, versicherte Alexander Rieß. "Wir werden bis zur endgültigen Nutzung des Areals dort Container-WCs aufstellen."

 

Damit die Arbeiten zügig über die Bühne gehen können, soll eine drei Meter breite Straße von der Dörflaser Hauptstraße hin zum Benker-Gelände führen. Nach Auffassung von Uta Siegle (CSU) würde es doch reichen, mit dem Abriss erst zu beginnen, wenn die Baugenehmigung für die Neubebauung vorliegt. Alexander Rieß entgegnete, das sei nicht möglich, "weil die Aufträge schon vergeben sind".

Parallel zu den Abrissarbeiten Ende Mai geht es jetzt auch dem früheren Kindergarten in Dörflas ans Mauerwerk. "Den brechen wir zuerst ab", kündigte Rieß an. Dann folge der Abriss des Anbaus des Gasthofs "Zur Pfalz". "Zuletzt ist das ,Kneiperl‘ an der Reihe." Bis Ende November sollen sämtliche Abrissarbeiten über die Bühne sein. "Wir sind aber bemüht, das Ganze zu straffen", merkte Alexander Rieß an. Weil einige Häuser an die Abrissgebäude angrenzen, müsse die Stadt das mit ins Kalkül ziehen. Da könnten immer mal Probleme auftauchen. Nach der Verkehrsregelung während der Abbrucharbeiten erkundigte sich Gisela Wuttke-Gilch (SPD). "Natürlich wird es Einschränkungen geben, zeitweise auch Vollsperrungen", so Rieß.

Derweil geht es auf dem Benker-Areal voran. Markus Hamberger vom Büro Wolf & Zwick kündigte an, dass man nach den Erdarbeiten an das Anlegen der Straßen auf dem früheren Firmengelände gehen werde. "Barrierefrei, zeitlos, lauf-freundlich, sicher, hochwertig und unterhaltsfreundlich wollen wir die Wege gestalten." Während die Fahrstraßen asphaltiert werden, bestünden die Fußwege aus Betonwerkstein und die Plätze im Areal aus Naturstein. Die Materialien nahmen die Stadträte reihum in Augenschein und signalisierten ihr Einverständnis. "Der Stein stammt aus der Region", versicherte Hamberger.

Während Robert Sroka (CSU) dafür plädierte, die Fläche vor dem Meisterhaus nicht komplett zuzupflastern, weil dies natürlicher wirke, meinte Hamberger, "wir brauchen hier einen dauerhaft haltbaren Belag". Gisela Wuttke-Gilch drängte auf Ausgleichsflächen wegen der Versiegelung. Auch Fraktionskollege Kurt Rodehau wünschte sich einen "gewissen natürlichen Bereich für die Kinder oder zum Boule-Spielen". Eine wassergebundene Fläche kann sich Markus Hamberger eher beim Übergang vom Turbinenhaus zum Auenpark vorstellen, weniger beim Meisterhaus.

In Sachen Beleuchtung hatte Thorsten Müller von Lichtraum Weimar konkrete Vorschläge parat. "Wir werden Säulenleuchten auf der Seite, auf der keine Bäume stehen, errichten." An den Hauswänden wolle man in einer Höhe von zwei Metern ebenfalls Leuchten installieren. Wo keine Gebäude stehen, seien Säulenleuchten mit Bewegungsmelder geplant. "Wir wollen das Wohngebiet nachts nicht überstrahlen." Eine gewisse Zeit wolle man nachts auch Kesselhaus und Schornstein beleuchten, wofür Strahler am Schornstein gesetzt würden.

Die Pollerleuchten für die Parkplätze, die einen Meter hoch sind, gaben SPD-Fraktionsvorsitzendem Klaus Haussel zu denken. "Sind die resistent gegen Sachbeschädigung?" Laut Müller sind die eher "sehr gefährdet", weshalb man sie nur dort aufstelle, wo es keine anderen Möglichkeiten gebe. Ob man noch etwas beim Parken sehen könne, wenn die Leuchten nur einen Meter hoch seien, fragte Sabine Schultheiß (ProMak). Zwar schränkten die parkenden Autos das Abstrahlen ein, aber sehen könne man noch genügend, erläuterte der Fachmann. Ortssprecher Stefan Purucker erkundigte sich nach dem Frequenzbereich der Leuchten wegen der Insekten. Dass die sich um Leuchten sammeln, sei wohl stets gegeben, meinte Thorsten Müller.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
03. 05. 2019
16:38 Uhr

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03. 05. 2019
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