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Marktredwitz

Egerländer erhalten ihre Tradition

Am Wochenende findet in Marktredwitz der Egerlandtag mit dem Bundestreffen der Jugend statt. Das Heimatfest bietet ein buntes Programm.



Unterhält mit Tanz und Gesang: die Egerland-Jugend.	Foto: pr.
Unterhält mit Tanz und Gesang: die Egerland-Jugend. Foto: pr.  

Marktredwitz - Am kommenden Wochenende wird - wie alle zwei Jahre - der Egerlandtag in Marktredwitz stattfinden. Zum dritten Mal geht er zusammen mit dem Bundestreffen der Egerland-Jugend über die Bühne. Veranstalter ist der Bund der Eghalanda Gmoin, der seinen Sitz in Marktredwitz hat und schon mit einem Gefühl des Stolzes auf ein mehr als 110-jähriges Bestehen zurückblicken kann, wie Bundesvüarstäiha Volker Jobst in einer Mitteilung betont: Schließlich "wurde unsere Organisation bereits im November 1907 als ,Bund der Egerländer Vereine in Österreich’, damals gehörten wir noch zur k.u.k.-Monarchie, in Tetschen an der Elbe in der Tschechischen Republik gegründet".

Kulturpreis, Volkstumsabend und Festakt

Freitag, 27. September:

20 Uhr, Kirchenkonzert "50 Jahre Herz Jesu" mit Organist Ronny Krippner und dem Chor der Egerland-Jugend in der Herz-Jesu-Kirche

Samstag, 28. September:

9.30 Uhr, Beginn des Bundestreffens der Egerland-Jugend

11 Uhr, Egerland-Kulturhaus, Eröffnung der Ausstellung "Josef Hendel - Wiederentdeckung eines Egerländer Künstlers"

13 Uhr, städtischer Friedhof, Totengedenken

14.30 Uhr, Egerland-Kulturhaus, Eröffnung des Festwochenendes durch Bundesvürstaäiha Volker Jobst und Bundesjugendführer Alexander Stegmeier. Festredner ist Dr. Bernd Fabritius, Präsident des Bundes der Vertriebenen. Anschließend Verleihung des Egerländer Kulturpreises "Johannes-von-Tepl"

18 Uhr, Öffnung des Festzelts beim Egerland-Kulturhaus und Abendessen

19.30 Uhr, Festzelt, Volkstumsabend "Egerländer Notenbüchl" der Egerland-Jugend und Ausklang des Abends mit der Gartenberger Bunkerblasmusik aus Geretsried.

Sonntag, 29. September

9.30 Uhr, Festzelt, katholischer Festgottesdienst, anschließend offenes Tanzen und Singen der Egerland-Jugend am Egerlandbrunnen

11 Uhr, Mittagessen im Festzelt

13.30, Uhr Festakt im Festzelt; Festrednerin ist Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer, Beauftragte der Staatsregierung für Vertriebene und Aussiedler; danach Heimattreffen.


Anlässlich des zweiten Egerländer Landestreffens 1950 in Schwäbisch Hall schlossen sich alle Gmoin in der Bundesrepublik Deutschland zum Bund der Eghalanda Gmoin zusammen. Dies geschah im Sinne des alten Bundeswahlspruchs "Füar unna Hoimat ålls". Oberstes Gebot war damals wie auch heute die Erhaltung der Egerländer Kultur.

Bereits im August des Jahres 1921 fand ein "Egerländer Heimatfest" in Eger statt, gewissermaßen ein Vorgänger des Egerlandtages. Es beinhaltete sowohl einen Festzug, einen Kinderfestzug als auch einen Festball. Damit können Egerlandtage heute nicht mehr aufwarten. "Hier geht es vielmehr um ein Treffen der Egerländer und deren Nachkommen mit den Einheimischen, um die Pflege alter Kontakte, um Gewinnung neuer Beziehungen und vor allem um Geselligkeit", meint Volker Jobst. Dies dürfte nicht besonders schwer fallen, ähneln sich doch der Egerländer Dialekt und die hier gesprochene Mundart, nämlich beide "Nordbairisch", sehr.

Die Egerland-Jugend ist maßgeblich am Programm des Festes beteiligt. Ein Leckerbissen wird ein Kirchenkonzert am Freitag um 20 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche in Marktredwitz: Anlässlich des Bundestreffens der Egerland-Jugend und 50 Jahre Herz-Jesu musiziert der Marktredwitzer Organist Ronny Krippner und singt der Chor der Egerland-Jugend.

Mit dem Volkstumsabend "Egerländer Notenbüchl" am Samstag um 19.30 Uhr im Festzelt und dem offenen Tanzen und Singen am Egerlandbrunnen am Sonntagmittag präsentiert sich die Egerland-Jugend weiter an diesem Wochenende. Volker Jobst: "Wir sehen unsere Jugend als essenziellen Teil der Zukunft, um Egerländer Kultur bewahren zu können." Von daher rühre auch der Wahlspruch des Egerlandtages, nämlich "Tradition hat Zukunft".

Nach den Worten von Jobst ist dem Bund der Egerländer Gmoin auf allen Ebenen der Generationswechsel gelungen. So habe man in vielen Gmoin jüngere Egerländer als Vüarstäiha (Vorsitzende), in einigen Landesverbänden Landesvüarstäiha der jungen Generation und einen Bundesvüarstäiha, der aus der Egerland-Jugend kommt und gerade 50 Jahre alt ist. Zusammen mit vielen Mitgliedern der Egerland-Jugend soll am Festwochenende gezeigt werden, dass die Egerländer an den Zielen der Ahnen - das Egerländer Brauchtum zu erhalten - festhalten.

Die Bevölkerung ist eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Der Eintritt ist jeweils frei.

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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
16:06 Uhr

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24. 09. 2019
16:06 Uhr



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