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Marktredwitz

Ein Hauch von Italien im Herzen der Stadt

Im romantischen Pfarrhof von Sankt Bartholomäus beschert die "Serenata Italiana" südländisches Flair. Zwischen alten Kastanien erklingen Arien, Canzonetten und Schlager.



Stimmungsvoller Sommerabend mit musikalischer Unterhaltung: Die Besucher der "Serenata Italiana" genossen eine Auswahl der schönsten italienischen Melodien verschiedener Genres.	Foto: Mathias Kuhn
Stimmungsvoller Sommerabend mit musikalischer Unterhaltung: Die Besucher der "Serenata Italiana" genossen eine Auswahl der schönsten italienischen Melodien verschiedener Genres. Foto: Mathias Kuhn  

Marktredwitz - Die "Serenata Italiana" hat am Samstag einen Hauch von Italien in den Pfarrhof von Sankt Bartholomäus in Marktredwitz gebracht. Zwischen Kirche und Gemeindehaus, zwischen alten Kastanien und dem Brunnen, kamen ab 19 Uhr viele Freunde italienischer Melodien zusammen.

Gegen halb neun begann das heiß ersehnte Konzert. Die Lichteffekte auf der Bühne erzielten langsam Wirkung und schließlich trat das Orchester auf. Die Besetzung ließ auf vielfältige Melodien hoffen: Streicher und Klarinette für die klassischen Elemente, aber auch Akkordeon und Schlagzeug für volkstümlichere und modernere Stücke.

Ein Instrumentalstück stimmte auf Italien ein und dann ließen sich die Stars des Abends blicken: Das Publikum begrüßte Beata Marti und Bernhard Hirtreiter mit großem Beifall. "O mio Bambina cara" heißt die Arie, mir der Beata Marti ihr Publikum von Anfang an gefangen nahm. Ein neapolitanisches Lied war der Einstieg für Bernhard Hirtreiter. Er sang italienisch, da es gar so traurig ist. Nur von Piano und Bass begleitet, mit der Klarinette als Unterstützung, wurden die Leiden des besungenen Helden (Non é Più La Sera) sehr lebendig.

Ronny Heinrich und sein Orchester zeigten musikalisch die "Stagioni di Venezia", die Rondo Veniziano in der Welt bekannt gemacht hat. Auch ein Ständchen von Don Giovanni aus der gleichnamigen Oper trug Bernhard Hirtreiter vor. Bei "Deh vieni alla finestra" blieb ein Geheimnis, welcher Dame in den ersten Reihen sein Ständchen gewidmet war. Das luftige Pizzicato der Streicher ließ für Hirtreiter den Traum wahr werden, die Baritonnummer , die der Sänger gewöhnlich am Seiteninstrument begleitet, zu interpretieren.

Die Arie "Lascia ch‘io pianga" wird häufig von Countertenören gesungen und so übernahm an dieser Stelle Beata Marti.

Der Armenier Arpad Vulkan war der erste Gast des Abends. Er trug "La Danza" von Gioacchino Rossini vor und brachte Leben auf die Bühne, diesen wunderbaren Schmelz, der italienische Melodien so ins Herz treffen lässt.

Die Streicher leiteten das nächste Stück ein. Als der Bass dazu kommt, wird deutlich was die Zuhörer nun erwartet: Ein Duett von Marti und Hirtreiter. Die Barcarole "Schwüle Nacht, du Liebesnacht" aus "Hofmanns Erzählungen" von Offenbach. Yinjia Gong China vom Theater in Regensburg sang "Nessun dorma" aus "Turandot" und begeisterte.

Gerhard Winkler hat die nächste Nummer komponiert. Von dem Karl May des Schlagers, der die schönsten Melodien über Italien verfasste, ohne jemals dort gewesen zu sein, stammt das Stück "Wenn in Florenz die Rosen blühen".

Die instrumentale Einleitung gab Beata Marti Zeit auf der Orgelempore. "Nella Fantasia" intonierte sie auf einer Ebene mit dem Publikum und schaffte so noch mehr Nähe. Als sie auf die Bühne trat entfaltet ihr Kleid mit roséfarbenen Glitzerpailleten seinen ganzen Reiz und hüllte die Sängerin in einen unwirklichen Schein.

Die aufmerksamen Zuhörer genossen das wunderbare italienischen Gartenfest mit Wein, Prosecco oder Alkoholfreiem. Andere genossen Antipasti, italienischen Nudelsalat oder Tramezzini. Andere Gäste hatten zu Hause schon Foccacia und Salami vorbereitet. Bewaffnet mit Messer und Gabel begann schon kurz nach dem Einlass das große Schlemmen. Dank der Bändchen blieb es manchem vor dem Konzert auch unbenommen, sich noch ein Eis aus der Stadt zu holen.

Als Zugabe gab es "Time to say Good Bye" und "O sole Mio", bei dem die Tenöre noch einmal komödiantisches Talent beweisen. Damit ging ein wunderbarer Sommerabend wie im Italienurlaub zu Ende.

Autor

Matthias Kuhn
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
28. 07. 2019
17:34 Uhr

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Matthias Kuhn

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Veröffentlicht am:
28. 07. 2019
17:34 Uhr



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