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Marktredwitz

Ein Haus für 175 Kinder

Die Einrichtung am Benkerareal ist der erste Neubau für einen neuen Stadtteil. Peter Hilgarth und Gisela Fanck-Reiter gestalten das Quartier.



So soll das neue Kinderhaus auf dem Benkergelände aussehen.
So soll das neue Kinderhaus auf dem Benkergelände aussehen.   » zu den Bildern

Marktredwitz - Die Jury hat entschieden: Der Marktredwitzer Architekt Peter Hilgarth und die Tirschenreuther Landschaftsarchitektin Gisela Fanck-Reiter sind die Sieger beim Architektenwettbewerb für das neue Kinderhaus auf dem Benkerareal.

2019 Baubeginn

Jetzt geht es an die konkrete Planung: Baubeginn für das neue Kinderhaus auf dem Benkergelände ist im Frühjahr 2019. Zum Schuljahresbeginn des Jahres 2020 sollen dann schon die Kinder einziehen.


Das Kinderhaus in Dörflas ist nicht nur ein dringend notwendiger neuer Kindergarten und Kinderhort für Marktredwitz, sondern auch das erste öffentliche Gebäude eines neuen Stadtteils. Denn auf dem Benkerareal in Dörflas entsteht auf einer Fläche von rund drei Hektar ein komplett neuer Stadtteil.

Wegen der Größe des Projektes, in dem bald 175 Kinder betreut werden sollen, musste der Planungsauftrag europaweit ausgeschrieben werden. Bei der Preisverteilung im Kösseine-Einkaufszentrum mit zahlreichen Gästen freuten sich Oberbürgermeister Oliver Weigel und Stadtbaumeister Stefan Büttner über eine außergewöhnlich hohe Beteiligung von Architekten und Planern. 98 Anwärter hatten ihre Pläne eingereicht.

Oberbürgermeister Weigel unterstrich, dass mit dem Areal in Dörflas eine weitere Industriebrache von Marktredwitz aufgearbeitet werde. Denn das Gelände der ehemaligen Benkerfabrik wurde erst einmal für die grenzübergreifende Gartenschau Marktredwitz-Eger in eine blühende Landschaft verwandelt. Marode Gebäude wurden abgerissen, belastete Erde entsorgt. Wo einst in einer mechanischen Buntweberei bis zu 1000 Leute beschäftigt waren, wächst in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil heran. Jetzt folgt ein weiterer Schritt: Der Bau des Kinderhauses ist ein Projekt mit Symbolkraft: Es ist der erste Neubau für einen neuen Stadtteil. "Hier entsteht ein neues Stadtquartier für die Zukunft der Stadt," freute sich auch der Oberbürgermeister. Deshalb habe man auch bei den Planungen bereits diejenigen mit eingebunden, die künftig hier arbeiten und die Kleinen auf das Leben vorbereiten, das Personal der Kindergärten.

Die Architektin Cornelia Dittmar von "Umbaustadt" erläuterte anschließend, dass auf dem Gelände ein Haus für 175 Kinder gebaut werde. Und zwar nach einem offenen Konzept. Im Februar wurde der Architektenwettbewerb eröffnet. Im April lagen die Pläne auf dem Tisch.

Insgesamt wurden fünf Preise vergeben. Der erste Preis aber blieb in der Region. Er ging an den Marktredwitzer Architekten Peter Hilgarth und seine Tirschenreuther Kollegin, die Landschaftsarchitektin Gisela Fanck-Reiter. Ein weiterer Spitzenpreis ging an die Planungsgesellschaft Hartmann+Helm und das Landschaftsplanungsbüro Rau, beide aus Weimar. Nach der Übergabe des Preises erläuterten die beiden Sieger ihr Konzept. Hilgarth sprach von einer spannenden Aufgabe, einen Kindergarten für einen neuen Stadtteil mit Geschichte zu entwerfen. Der Entwurf steht im Kontext zu den erhaltenen historischen Gebäuden, die noch auf dem Gelände stehen.

Zweigeschossig wurde das Haus geplant und gestaltet, gut belichtet und komplett in Holzbauweise mit einem nachwachsenden Rohstoff verkleidet. Auch die Außenfassade wird mit Lärchenholz verkleidet. Anschließend konnten die Gäste die ersten fünf Entwürfe der preisgekrönten Pläne für das Kinderhaus betrachten. Sie sind im KEC zu besichtigen.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
03. 08. 2018
17:42 Uhr

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03. 08. 2018
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