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Marktredwitz

Ein Jahr der Superlative

Arzberg blickt auf eine tolle Saison zurück. 38 000 Leute besuchten das Schwimmbad. Ein über 80-Jähriger geht unter, wird aber erfolgreich aus dem Wasser gezogen.



Spaß und gute Laune - dieser Schwimmbadsommer war für Alt und Jung vom Feinsten.	Foto: Florian Miedl
Spaß und gute Laune - dieser Schwimmbadsommer war für Alt und Jung vom Feinsten. Foto: Florian Miedl  

Arzberg - Richtig glücklich über den Verlauf der Freibadsaison ist Stefan Wolf, einer der beiden Bademeister im Freibad Arzberg. Kein Wunder, kann er doch mit 38 000 einen neuen Besucherrekord vermelden. Seit 2010 übt er seinen Job in der damals gerade neu umgebauten Anlage aus. Doch an so einen Run auf Becken und Liegewiese kann er sich nicht erinnern. "Das war ein Sommer, wie wir ihn uns wünschen", freut sich Wolf. "Einfach spitzenmäßig", ergänzt Kollege Peter Hahn. Um gut 16 Prozent schnellte die Besucherquote zum Vorjahr (32 000) in die Höhe.

Allein von der Wassertemperatur her - die liegt konstant bei 24 Grad - könnte die Saison für die Arzberger noch länger laufen. In der Spitzen waren es in diesem Sommer sogar 26 Grad. Doch inzwischen tummelten sich nur noch wenige im Becken: Frühschwimmer, Vereine und Wasserwachtler. Darum ist am 16. September definitiv Schluss wie Wolf erklärt. Das sei ohnehin schon eine Woche länger als gewöhnlich. Doch aufgrund der Überschwemmung am 31. Mai und damit der Schließung des Bades für ein Wochenende habe die Stadtverwaltung entschieden, eine Woche länger offen zu halten.

Einen Trend hat der Bademeister in diesem Sommer beobachtet: "Wir haben 50 Prozent tschechische Besucher gezählt." Das seien um 15 bis 20 Prozent mehr als gewöhnlich. Stefan Wolf erklärt sich das damit, dass die grenznahe Anlage in Waldsassen hoffnungslos überlaufen war. "An einigen Abenden hatten wir dann sogar eine Stunde länger geöffnet, um die Spitzen etwas abzufedern." Attraktionen seien die 62 Meter lange Wasserrutsche und das ständig belegte Volleyballfeld gewesen.

Besonders froh ist Peter Hahn, dass die Saison unfallfrei verlaufen ist. "Ich bin heilfroh darüber, denn man muss schon höllisch aufpassen bei diesem Andrang." 800 bis 900 Leute seien in Spitzenzeiten im Bad gewesen. "Da weiß man manchmal gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll." Deshalb sei er ständig am Beckenrand unterwegs, auch wenn das keine hundertprozentige Gewähr gebe, dass nichts passiert.

Und das zahlte sich einmal Anfang Juli aus, als er seinen Augen nicht traute, als ein über 80-Jähriger, bereits einen halben Meter unter Wasser, krampfhaft versuchte, nach dem Beckenrand zu greifen. Geistesgegenwärtig setzte er zum Sprung an. "Ich bin mit voller Kleidung rein und habe ihn rausgezogen." Das sei gerade noch rechtzeitig gewesen, denn der Verunglückte habe bereits mächtig Wasser gespuckt.

Obwohl der Verunglückte sicherheitshalber zum Checkup ins Klinikum gemusst hätte, weigerte er sich später beharrlich und unterschrieb eine Erklärung, dass er auf eigene Gefahr handle. "Der hat sich hundertprozentig überschätzt", mutmaßt Hahn. Trotzdem sei er froh gewesen, dass er helfen konnte, obwohl sein Dienst-Handy anschließend nicht mehr zu gebrauchen war.

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Peter Perzl

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Veröffentlicht am:
08. 09. 2018
00:00 Uhr

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08. 09. 2018
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