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Marktredwitz

Ein Klassenzimmer am Rande des Weltalls

Ein P-Seminar des Otto-Hahn-Gymnasiums führt Experimente im Weltraum durch. Lamilux unterstützt die Schüler mit Know-How und einer Halterung.



Die Schüler des P-Seminars beim Zusammenbau der Sonde "Eagle One".
Die Schüler des P-Seminars beim Zusammenbau der Sonde "Eagle One".   » zu den Bildern

Marktredwitz - "Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2019. Dies sind die Abenteuer des P-Seminars Chemie, das sich mit seiner Sonde ,Eagle One’ aufmacht, um ein Experiment in der Stratosphäre durchzuführen und eine Pflanze in dieser Höhe am Leben zu halten. 37 000 Meter von der Erde entfernt fasziniert die ,Eagle One’ mit spektakulären Bildern, die zuvor nur wenige Menschen mit eigenen Augen gesehen haben." - Die Älteren kennen den Text als Vorspann der SiFi-Serie "Enterprise". Oberstudienrat Johannes Wällisch vom Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz (OHG) hat ihn auf das Projekt seines P-Seminars Chemie umgeschrieben. Mit ihrem Kooperationspartner, dem Rehauer Unternehmen Lamiliux, haben die Schüler eine Sonde mit einem Wetterballon in die Stratosphäre geschickt. Die Ingenieure Dr. Manuel Gaszner und Moritz Rödel von dem Rehauer Unternehmen hatten bereits im Januar am OHG eine Unterrichtsstunde zum Thema Auftrieb gehalten.

Über ein halbes Jahr bauten und bastelten die Schüler dann an der Sonde. Neben einer Kamera wurde sie mit GPS-Sendern und Datenloggern ausgestattet. Herzstück ist eine Halterung für die Experimente in der Stratosphäre; sie wurde nach den Vorgaben der Schüler von Lamilux aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Personalreferentin Anna Kögler und Dr. Manuel Gaszner, der Leiter der Betriebstechnik, begleiteten das Projekt.

Neben einigen anderen Experimenten transportierte die Sonde eine mit Frostschutzmittel behandelte Pflanze in die Stratosphäre. Ziel war es, in dieser Höhe die extremen Auswirkungen auf Lebewesen zu untersuchen. Weiter wollten die Schüler wissen, wie sich Blut oder Öl ungeschützt in dieser Höhe verhalten.

Endlich war es so weit: Auf dem Dach der Produktionshalle wurde die Elektronik der Sonde aktiviert, der Bremsfallschirm befestigt und der Ballon mit 5000 Litern Helium gefüllt. Dann hob das Fluggerät ab. Nach zwei Stunden sollte der Ballon planmäßig platzen und zurückkommen. Zwar konnten die Schüler die Flugbahn ungefähr vorausberechnen, doch eine genaue Ortung war nur durch den GPS-Tracker an Bord der Sonde möglich.

Doch das Bergungsteam wartete vergeblich auf ein Signal. Leider hatte der GPS-Tracker eine Fehlfunktion. Die Freude war dann umso größer, als der Backup-Sender am Tag darauf die genaue Lage der Sonde preisgab. In einem Waldstück bei Pechbrunn wurde sie nach einer aufwendigen Suchaktion geborgen.

Johannes Wällisch, Anna Kögler und Dr. Manuel Gaszner waren sich einig: Das war eine großartige Herausforderung, die die OHG-Schüler in ihrem Projekt gemeistert haben. Ein Abenteuer, ein spektakulärer Erfolg für alle Beteiligten und die Faszination der Bilder am Rande des Weltraums sprechen für sich. Peter Pirner

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Veröffentlicht am:
02. 08. 2019
16:04 Uhr

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02. 08. 2019
16:04 Uhr



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