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Marktredwitz

Erzieherinnen vertiefen Kontakte

Strahlende Kinderaugen und herzliche Gastlichkeit erleben Mitarbeiterinnen aus Marktredwitz in Bosnien. Die Reise stärkt die Hort-Freundschaft.



Die Besucherinnen vom Kinderhort Sankt Bartholomäus aus Marktredwitz mit Kindern und Betreuerinnen aus Sarajevo in Mostar. Foto: pr
Die Besucherinnen vom Kinderhort Sankt Bartholomäus aus Marktredwitz mit Kindern und Betreuerinnen aus Sarajevo in Mostar. Foto: pr  

Marktredwitz - Zwischen dem evangelischen Kinderhort Sankt Bartholomäus Marktredwitz und der Kinderarche Sarajevo gibt es seit vielen Jahren ein einzigartiges Freundschafts-Projekt. Wie oft berichtet, sind regelmäßige gegenseitige Besuche der Hortkinder ein fester Bestandteil; zuletzt reisten die Marktredwitzer Kinder 2017 nach Sarajevo. Im Juni steht nun der Gegenbesuch der bosnischen Kinder an.

Um diese Aktionen vorzubereiten, sind Treffen der Hort-Leitungen sehr wichtig. Bei dem persönlichen Austausch klären die Beteiligten Details der Reise. Daher flogen Freia Wagner, Leiterin des Kinderhortes Sankt Bartholomäus, und ihre Stellvertreterin Elke Elsner für fünf Tage nach Sarajevo. Begleitet wurden sie von Familienmitgliedern und von Familie Käferstein, deren Sohn den Kinderhort St. Bartholomäus besucht.

Nahezu alle Reiseteilnehmer waren bereits in Sarajevo - für sie ist die Unterstützung des Projekts inzwischen zur Herzensangelegenheit geworden, heißt es in einer Mitteilung. Schon am Flughafen in Sarajevo wurden alle von der Herzlichkeit der Bosnier in ihren Bann gezogen, als der Fahrer und Hausmeister der Kinderarche die Reisegruppe mit seinem Sohn abholte, der auch schon in Marktredwitz gelebt hat. Nach einem Abstecher in die Pension ging es zu einer spontanen Mittagessens-Einladung zu Muamera Memisevic, der Leiterin der Kinderarche, nach Hause. Dort wurden alle mit typisch bosnischen Spezialitäten verwöhnt.

In den nächsten Tagen folgten neben ausführlichen Besprechungen auch gemeinsame Erlebnisse in der Kinderarche. So übte sich die Reisegruppe darin, Luftballonfiguren für Kinder zu zaubern und Loombänder mit Mädchen und Jungen zu häkeln. Außerdem durften sich die bosnischen Kinder fantasievoll schminken lassen und bekamen tolle Glitzertattoos. Im Gegenzug lernten die Marktredwitzer etwas bosnisch. Die Frauen der Handarbeitsgruppe im Haus der Kinderarche stellten ihre Patchwork-Arbeiten vor und luden später alle zu einem großen Essen ein: Die Gastfreundschaft war wieder einmal grenzenlos.

Das Highlight der Reise war der gemeinsame Ausflug nach Mostar mit den Kindergarten-Kindern. Mit zwei Bussen und zwei Autos machte sich die ganze Gruppe auf den rund 130 Kilometer langen Weg durch die einzigartige Berglandschaft. Vorbei an Jablanica, wo es unzählige Lamm-Bratereien gibt, kam die Gruppe nach rund zwei Stunden entlang des Gebirgsflusses Neretva in Mostar an. Zielstrebig steuerte man das Wahrzeichen, die Brücke Stari most, an. In regelmäßigen Abständen hüpfen die berühmten Brückenspringer von Mostar aus rund 20 Metern Höhe in die eiskalte Neretva. Die Kinder staunten mit großen strahlenden Augen über dieses Schauspiel. Danach ging es weiter durch die wunderschöne Altstadt zum Cevapcici-Essen. Natürlich haben alle Reisenden in der Altstadt wieder vom Brunnen getrunken, was der Legende nach bedeutet, dass man wieder nach Sarajevo reisen wird.

"Die leuchtenden Kinderaugen bei gemeinsamen Aktivitäten, die Gastfreundschaft und die tolle Kultur lassen jeden, der einmal in Sarajevo war, nicht mehr los", schreiben die Marktredwitzer in ihrer Mitteilung. Sie hoffen, dass dieses Projekt noch lange weiterläuft und die grenzenlose Freundschaft nie endet. Weil dies auch abhängig von Spenden und Engagement ist, freut sich Freia Wagner im Kinderhort Sankt Bartholomäus über jeden, der sich in irgendeiner Form an dem Projekt beteiligt.

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Veröffentlicht am:
25. 04. 2019
17:56 Uhr

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25. 04. 2019
17:56 Uhr



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