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Marktredwitz

Hochbegabte dürfen zum Elite-Seminar

Supernoten reichen nicht: In den Förderzirkel für Oberfrankens Beste kommt nur, wer das Ministerium überzeugt. Zwei Marktredwitzer Gymnasiastinnen dürfen nun nach Pegnitz.



In den Ferien weiterlernen? Katharina Roßmayer und Maria König (von links) machen das sehr gerne. Die Gymnasiastinnen wollen bei dem Begabten-Seminar ihr Wissen in etlichen Bereichen vertiefen. Schulleiter Stefan Niedermeier freut sich über das Engagement der beiden Elftklässlerinnen. Foto: Brigitte Gschwendtner
In den Ferien weiterlernen? Katharina Roßmayer und Maria König (von links) machen das sehr gerne. Die Gymnasiastinnen wollen bei dem Begabten-Seminar ihr Wissen in etlichen Bereichen vertiefen. Schulleiter Stefan Niedermeier freut sich über das Engagement der beiden Elftklässlerinnen. Foto: Brigitte Gschwendtner  

Marktredwitz - Es klingt staatstragend: "In Würdigung und Anerkennung Ihrer herausragenden schulischen Leistungen" seien Katharina Roßmayer und Maria König "zum Ferienseminar für vielseitig interessierte und begabte Gymnasiasten eingeladen". Vor wenigen Tagen hat das Kultusministerium den Schülerinnen des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) Marktredwitz die Zusagen geschickt. Die Elftklässlerinnen, deren Notendurchschnitt in den Hauptfächern seit Jahren über 1,5 liegt, dürfen eine Woche zum Elite-Seminar nach Pegnitz.

Mit Katharina Roßmayer und Maria König freut sich Schulleiter Stefan Niedermeier. Er betont, Begabtenförderung sei am OHG seit Jahren institutionalisiert. Lehrkraft Johannes Wällisch kümmere sich um diesen Bereich. Denn bei allen Hilfen für Schüler mit Schwierigkeiten hält Niedermeier es auch für wichtig, besonders Begabte ebenfalls ihren Talenten entsprechend zu fordern und damit zu fördern. Marktredwitzer Gymnasiasten seien regelmäßig bei Begabten-Seminaren des Ministeriums zu Gast, sagt der Schulleiter. Er lobt die Bereitschaft der Elftklässlerinnen, eine Sommerferien-Woche in Pegnitz zu verbringen. "Da kommen Top-Referenten." Für derartige Seminare zahlen man in der freien Wirtschaft hunderte Euro.

Wie aus dem Programm hervorgeht, reichen die weitgefächerten Angebote von Kunst bis Naturwissenschaften, zusätzlich entsteht eine Seminarzeitung. An einem Kennenlernabend soll jeder Teilnehmer unter dem Motto "Ich bin so jung, und die Welt ist so alt" aus dem Stück Leonce und Lena von Georg Büchner einen persönlichen Beitrag leisten - ob Musik, Vortrag oder Unterhaltung. Weiter geht es mit Kunst-Workshops, mit einem Outdoor-Tag in der Fränkischen Schweiz und einem Naturwissenschafts-Tag an der Bayreuther Uni und einem musischem Abend. Weitere Themen sind Medizin, Politik und Wirtschaft.

Am meisten freuen sich die Marktredwitzer Schülerinnen auf den Austausch mit anderen Gymnasiasten. "Ich finde es interessant, Leute mit ähnlichen Interessen kennenzulernen", sagt die 16 Jahre alte Katharina Roßmayer. Maria König geht es genauso. Zusätzlich will die 17-Jährige verschiedene Gebiete ausprobieren. "Ich hoffe, das erleichtert die Orientierung für meinen Weg nach dem Abitur."

Katharina Roßmayer möchte in dem Seminar ihr Wissen über das Schulniveau hinaus vertiefen und sich ebenfalls klarer darüber werden, wie es nach dem Abitur in einem Jahr weitergehen soll. Bislang kann sich die 16-Jährige nicht entscheiden, weil sie Naturwissenschaften und Kunst gleichermaßen spannend findet. Maria König möchte Naturwissenschaftlerin werden - Biologie fasziniert sie. "Ich mache jetzt ein Praktikum im Labor, später würde ich gerne in der Forschung arbeiten."

Sich auch am OHG selbst um besonders begabte Schüler und Schülerinnen wie Katharina Roßmayer und Maria König zu kümmern, ist Niedermeier wichtig, "Wenn wir für passende Förderung in Marktredwitz sorgen, vermeiden wir, dass diese Schüler weiter weg in ein Elite-Gymnasium fahren müssen."

Die Seminarwoche biete nun zusätzlich eine Gelegenheit, sich mit ähnlich Begabten zu messen. "Das sind Leute, die ticken wie ihr", sagt Niedermeier zu den Schülerinnen. In Pegnitz könnten sie in etliche Themenfelder tiefer einsteigen und ausloten, was sie besonders interessiert. "Da könnt ihr überprüfen, ob es wirklich Spaß macht, sich richtig in Fragen reinzubeißen."

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Brigitte Gschwendtner
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Veröffentlicht am:
05. 06. 2019
17:24 Uhr

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Brigitte Gschwendtner

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Veröffentlicht am:
05. 06. 2019
17:24 Uhr



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