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Marktredwitz

Im Frühjahr ziehen erste Mieter ein

Ein Haus in der Hermann-Löns-Straße steht bereits. Die Baugenossenschaft baut nebenan schon das zweite. Sie investiert hier zwei Millionen Euro in neue Wohnungen.



Sie sind stolz, am Bau der neuen Wohnungen in der Hermann-Löns-Straße beteiligt zu sein, unter anderem Oberbürgermeister Oliver Weigel (Mitte mit weißem Hemd) und Baugenossenschafts-Geschäftsführer Dr. Stefan Roßmayer (rechts daneben). Foto: Peggy Biczysko
Sie sind stolz, am Bau der neuen Wohnungen in der Hermann-Löns-Straße beteiligt zu sein, unter anderem Oberbürgermeister Oliver Weigel (Mitte mit weißem Hemd) und Baugenossenschafts-Geschäftsführer Dr. Stefan Roßmayer (rechts daneben). Foto: Peggy Biczysko  

Marktredwitz - Es ist ruckzuck gegangen, als die Arbeiter den Rohbau in der Hermann-Löns-Straße in die Höhe gezogen haben. Die Baugenossenschaft baut hier zwei neue Häuser mit jeweils sechs Wohnungen. Das erste steht, das zweite wächst gleich nebenan Geschoss für Geschoss nach oben. Für den ersten Bau ist jetzt Richtfest gefeiert worden.

An dem Bäumchen oben auf dem First flattern bunte Bänder im Wind. Klirrend zerspringen die Sektgläser auf dem obersten Geschoss, nachdem Polier Thomas Schnierer den Richtspruch vom Gerüst herunter verkündet hat. "Gott, bewahre das Haus vor Schaden, Sturm, Blitz und hohem Wasser", wünscht er. Das Wasser ist gerade dabei, zu versickern, rund um die Baustelle ist es matschig, steht Wasser in großen Pfützen. Denn bis kurz vor Beginn des Richtfests regnet es in Strömen. "Wird Zeit, dass das Dach draufkommt", sagt Geschäftsführer Dr. Stefan Roßmayer. "Denn das Haus ist noch nicht ganz dicht."

Ehe der Rohbau in der Hermann-Löns-Straße in die Höhe gezogen werden konnte, mussten sechs alte Häuser mit 22 Wohnungen abgerissen werden, von denen lediglich noch acht bewohnt waren. Sie waren in die Jahre gekommen und entsprachen längst nicht mehr dem heutigen Standard: Veraltete Sanitärräume, abgewohnte und viel zu kleine Räume, zudem energetisch auf dem Nullpunkt. Für die restlichen Mieter hat die Baugenossenschaft Ersatz gefunden. Damit stand dem Abbruch nichts mehr im Wege. Für rund 200 000 Euro machte die Abrissbirne dem alten Bestand den Garaus.

An der gleichen Stelle entstehen nun, von der Straße etwas zurückversetzt, die beiden neuen Häuser, von denen jedes knapp zwei Millionen Euro kostet, wie Roßmayer mitteilt. Derzeit werden im ersten Block Drei-, Vier- oder Fünf-Zimmer-Wohnungen gebaut. "Durch den Einsatz von Trockenbauwänden können die Grundrisse derzeit noch auf Wunsch verändert werden", verdeutlicht der Chef der Baugenossenschaft. "Die Wohnungen haben alle Balkone und eine Wohnfläche zwischen 102 und 125 Quadratmetern." Beide Häuser beziehen ihre Wärme über eine Pelletheizung. In den Bädern gibt es zusätzlich eine Fußbodenheizung. Alle Räume werden mit Laminat ausgestattet, Bäder und WCs mit Fliesen.

Das Erdgeschoss ist laut Geschäftsführer Roßmayer barrierefrei zugänglich, die begrünten Garagen und Stellplätze, die nach Fertigstellung des Trakts noch folgen, sorgen für ein angenehmes Umfeld.

Den künftigen Kalt-Mietpreis in dem Neubau gibt er mit 7,50 Euro pro Quadratmeter an. "Das kann nur deshalb realisiert werden, weil uns die Regierung von Oberfranken mit zinsverbilligten Darlehen und Zuschüssen aus dem Wohnungsbauförderprogramm kräftig unterstützt." Somit werde sich die Warmmiete auf knapp unter zehn Euro pro Quadratmeter bewegen, kündigt Stefan Roßmayer an.

Das erste Haus soll zu Beginn des kommenden Jahres bezugsfertig sein, das zweite im zweiten Quartal 2020. Es stehen laut Geschäftsführer bereits einige Interessenten auf der Bewerberliste, aber es könnten sich auf jeden Fall noch Wohnungssuchende bei der Baugenossenschaft melden.

"Ich bin wirklich erstaunt, wie schnell das gegangen ist mit dem Bau", sagt Oberbürgermeister Oliver Weigel ganz verblüfft. In relativ kurzer Zeit sei hier ein stattliches Gebäude hochgezogen worden. "Wenn wir eines in Marktredwitz brauchen, dann sind es Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen!" Er dankt nicht nur der Baugenossenschaft für diesen neuen Wohnraum, sondern auch der Stewog und den privaten Investoren in der Stadt, die an zahlreichen Stellen neue Häuser bauen. "Die Nachfrage ist riesig." Weigel wünscht weiterhin einen unfallfreien Verlauf auf der Baustelle. "Das ist wirklich eine tolle Lage in der Hermann-Löns-Straße. Hoffentlich können die Wohnungen bald bezogen werden."

Geschäftsführer Roßmayer rechnet damit, "dass wir in drei Monaten wieder das Glas beim nächsten Richtfest werden erheben können". Dann nämlich soll der zweite Rohbau fertig sein.

Mit dem Neubau werte die Baugenossenschaft den Ortsteil Oberredwitz weiter auf, fährt Stefan Roßmayer fort. Denn bereits im vergangenen Jahr sei das über hundert Jahre alte Haus in der Kreuzstraße 8 und 10 generalsaniert und nach langem Leerstand wieder voll belegt worden.

Außerdem laufe in unmittelbarer Nähe zum Klinikum eine weitere Sanierung. Hier sind die Häuser am Suttnerweg 2 und 4 saniert worden. "Die Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen. Und seit diesem Frühjahr läuft die energetische Modernisierung in der Schillerstraße 13, 15 und 17.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
31. 07. 2019
17:42 Uhr

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
31. 07. 2019
17:42 Uhr



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