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Marktredwitz

Investition in der Warteschleife

Die unterschiedlichen Fördersätze des BLSV sorgen für Unmut beim SVP. Das Mitgliedervotum für den Anbau am Sportheim wird vorerst zurückgestellt.



Bürgermeisterin Friederike Sonnemann gratulierte der neu gewählten Vereinsführung des SV Poppenreuth. Von links Gerald Albert, Tobias Müller, Reinhard Glatz, Heribert Pickert, Werner Seitz, Friederike Sonnemann, Mario Bauer und Hans Malzer. Foto: Oswald Zintl
Bürgermeisterin Friederike Sonnemann gratulierte der neu gewählten Vereinsführung des SV Poppenreuth. Von links Gerald Albert, Tobias Müller, Reinhard Glatz, Heribert Pickert, Werner Seitz, Friederike Sonnemann, Mario Bauer und Hans Malzer. Foto: Oswald Zintl  

Poppenreuth - Die Vision vom "Treffpunkt im Dorf" hat einen kleinen Dämpfer erhalten. Der wiedergewählte Vorsitzende des SV, Heribert Pickert, wollte am Ende der Jahreshauptversammlung am Sonntagnachmittag grünes Licht für den Anbau am Sportheim. Nach eingehender Diskussion wurde auf eine Abstimmung verzichtet. Die Investitionssumme beziffert Pickert mit etwa 250 000 Euro. Räumlichkeiten im Neubau sollten auch der Dorfgemeinschaft kostenlos zur Verfügung gestellt werden., Ob Gymnastikveranstaltungen, Eltern-Kind-Treffen oder eine Heimat für andere Vereinsveranstaltungen, all diese Möglichkeiten sah Heribert Pickert als Chance, einen neuen Treff im Dorf zu verwirklichen. Außerdem werde der Kinderspielplatz am Sportheim neu gestaltet. Hatte sich vor Jahrzehnten das Geschehen noch in der Dorfmitte beim Kramer oder am Dorfweiher abgespielt, so bietet sich das weitläufige Vereinsgelände, weit ab vom Durchgangsverkehr, als ideale Lösung an. Seit Jahren ziehen sich die Planungen für die Erweiterung des Sportheimes nun schon hin . Immer wieder wurden neue Ideen mit aufgenommen und Kosteneinsparungspotenziale ausgemacht. Anfang des letzten Jahres wurde von der Bayerischen Staatsregierung eine Erhöhung der Fördersätze in strukturschwachen Regionen in Aussicht gestellt. Allerdings waren dann die im Herbst veröffentlichten Zahlen sehr ernüchternd. Während in den umliegenden Gemeinden überwiegend ein Fördersatz von 55 Prozent gewährt wird, bekommen die Vereine in der Stadt Waldershof lediglich 25 Prozent. Die Stadt Waldershof unterstützt die Vereine mit 15 Prozent der Investitionssumme.

In der Diskussion wurde auch nachgefragt, ob die Stadt einen höheren Zuschuss in Aussicht stellen könne, da der Nutzen sich nicht nur auf Vereinsaktivitäten, sondern auch auf die Dorfgemeinschaft bezieht.

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann machte deutlich, das sich die 15-Prozent-Zuschussregelung bewährt habe, da dadurch alle Vereine im Stadtbereich gleich behandelt werden. Von Sonnemann kam noch die Anregung, Kontakt zum Amt für Ländliche Entwicklung aufzunehmen. Hier könnte geprüft werden, ob ein Gemeinschaftsraum förderungswürdig sei.

Die CSU-Bürgermeisterkandidatin Margit Bayer merkte dazu an, dass für das Jahr 2021 die Bayerische Staatsregierung Anpassungen in der Zuschussregelung vornehmen wolle. Zudem sollte geprüft werden, ob es nicht noch andere finanzielle Unterstützungen aus regionalen oder EU-Fördertöpfen geben könnte.

Für Michaela Härtl, Bürgermeisterkandidatin der Freien Wähler, steht fest, dass man über diese Angelegenheit miteinander reden müsse. Die Stärkung der dörflichen Gemeinschaften haben eine hohe Priorität. Und Gerhard Greger von der SPD machte deutlich:"Wir haben noch keinen Verein im Regen stehen lassen."

Theo Pickert ergriff noch einmal das Wort und forderte eine optimale Vereinsförderung in der Kösseinestadt, damit der SV Poppenreuth die neue Investition in die Zukunft endlich angehen kann.

In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte Vorsitzender Heribert Pickert an die zahlreichen Aktivitäten des Vereins im gesellschaftlichen Bereich. Diese seien die finanzielle Grundlage, um den Spielbetrieb zu garantieren und alle laufenden Kosten des Vereins mitzufinanzieren. Als Beispiele nannte Pickert die Schlemmermeile, den Weihnachtsmarkt, die Osterparty, den Preisschafkopf und Firmenveranstaltungen.

An dieser Stelle dankte der Vorsitzende allen ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren für ihre tatkräftige Unterstützung: "Ohne euch wären diese Aktivitäten nicht zu stemmen." Die nächste finanzielle Herausforderung sieht Pickert in der Anschaffung eines neuen Vereinsbuses.

Werner Seitz gab einen detaillierten Überblick über die Finanzen. Sein Fazit: "Wir haben unsere Verbindlichkeiten abgebaut und können neue Investitionen angehen." Dank sagte Seitz an alle Mitglieder, Werbepartner und Sponsoren für ihre großartige Unterstützung.

Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Heribert Pickert, Stellvertreter sind Mario Bauer und Tobias Müller, Hauptkassier ist Werner Seitz, Spielleiter Reinhard Glatz, Schriftführerin Sylvia Spörrer und Kassenrevisoren sind Hans Malzer und Gerald Albert.

Einstimmig wurde anschließend von der Versammlung die Beitragserhöhung beschlossen: Jugendliche bezahlen künftig jährlich 30 Euro, Frauen und Rentner 45 Euro, Männer 60 Euro und der neu eingeführte Familienbeitrag beträgt 100 Euro.

Ein weiterer Bericht über die Ehrungen und die sportlichen Aktivitäten folgt in einer der nächsten Ausgaben.

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Oswald Zintl
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Veröffentlicht am:
10. 02. 2020
16:46 Uhr

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Oswald Zintl

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Veröffentlicht am:
10. 02. 2020
16:46 Uhr



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