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Marktredwitz

Klimastreik auch in Marktredwitz

Die Grüne Jugend Oberfranken ruft am Freitag in Marktredwitz zu einer Demonstration auf. An die Bundesregierung stellt sie sechs Forderungen.



"Wir sind Teil der größten Klima-Bewegung der Welt", machten Miriam Andritzky (mit Kapuze) und ihre Mitstreiter bei der letzten Klima-Demo in Marktredwitz deutlich.
"Wir sind Teil der größten Klima-Bewegung der Welt", machten Miriam Andritzky (mit Kapuze) und ihre Mitstreiter bei der letzten Klima-Demo in Marktredwitz deutlich.   Foto: Florian Miedl

Marktredwitz/Wunsiedel - Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen, die Grüne Jugend Oberfranken und Klimaaktivisten rufen für Freitag, 29. November, um 14 Uhr in Marktredwitz im Markt zum Klimastreik auf. Die Maßnahmen für den Klimaschutz der Großen Koalition seien ein unwirksames und sozial ungerechtes Klima-Päckchen, heißt es dazu in einer Mitteilung. Die Erd-Erhitzung um mehr als 1,5 Grad könne damit nicht verhindert werden - mit drastischen Folgen: "Die Klimakatastrophe zerstört unsere Lebensgrundlagen und trifft weltweit die Ärmsten."

Weiter schreibt der Karl Benes aus Wunsiedel von der Grünen Jugend: "Wir teilen die Empörung der Schülerinnen und Schüler von Fridays For Future über das klimapolitische Versagen der Bundesregierung." Und Klimaaktivistin Madeleine Schneider aus Marktredwitz fügt hinzu: "Unsere Gesellschaft ist beim Klimaschutz deutlich weiter als ihre Bundesregierung.” Deshalb rufe die Grüne Jugend am Freitag, 29. November, zu einer Demo in Marktredwitz auf. "Der Protest und die Forderungen der Schüler sind notwendig, um die Klimakrise zu stoppen. Konsequenter Klimaschutz erfordert eine grundlegende öko-soziale Wende - und zwar jetzt!" Klimaschutz und Sozialpolitik dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, heißt es weiter. "Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Menschen im globalen Süden und zukünftige Generationen müssen eine klimagerechte Zukunft haben!" Eine sozial-ökologische Wende sei eine riesige Chance für eine gerechtere Gesellschaft weltweit. Mit allen Gleichgesinnten wollen die Initiatoren am Freitag daher für Klimaschutz jetzt und für alle protestieren. Madeleine Schneider und Karl Benes: "Wir haben ein offenes Mikrofon. Wir beide haben etwas zu sagen. Ihr sicher auch!"

Die jungen Klimaaktivisten aus der Region haben sechs Forderungen an Bundesregierung und Bundestag:

Ein Klimaschutzgesetz, das das 1,5-Grad-Limit globaler Erhitzung einhält. Ein Rahmengesetz ist die Grundlage für ein Umsteuern in der Klimapolitik, für massive Investitionen in klimagerechte Infrastruktur.

Die soziale Energiewende: Schnellstmöglich raus aus Kohle, Öl und Gas, hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien. Strom muss für alle bezahlbar sein - durch Reformen bei Sozialleistungen und durch einen gesetzlichen Rahmen, der Energiesparen und Effizienz stärkt.

Klimafreundliches Wohnen für alle. Viel mehr Gebäude müssen saniert werden, die Wärmeversorgung von Neubauten muss zu 100 Prozent erneuerbar sein. Vermieter dürfen Verbesserungen nicht zur Gewinnmaximierung zulasten von Mietern nutzen.

Klimafreundlicher und bezahlbarer Verkehr. Die Bundesregierung muss den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor sofort beschließen und einleiten. Klimafreundliche Alternativen wie der möglichst kostenfreie öffentliche Nahverkehr, Bahn- und Radverkehr müssen schnell und massiv ausgebaut werden - und Zugfahren muss deutlich günstiger sein als fliegen. Die örtliche Infrastruktur muss gestärkt werden: Kurze Wege zu Kitas, Schulen und Ärzten reduzieren Verkehr.

Einen solidarischen Sozialstaat, der auch beim Klimaschutz niemanden zurücklässt. Die Bundesregierung muss eine diskriminierungsfreie Grundsicherung gewährleisten, die vor Armut schützt und Teilhabe sichert; ob bei Kindergrundsicherung, sozialem Arbeitsmarkt oder begrenzten Eigenanteilen in der Pflege.

Vorhandenen Reichtum und Profite für den ökologisch-sozialen Wandel heranziehen. Notwendige Investitionen für sozial gerechten Klimaschutz können durch die Streichung umweltschädlicher Subventionen, einen wirksamen CO2-Preis, Einnahmen aus dem EU-Emissionshandel sowie die Umlenkung der EU-Agrarmittel finanziert werden. Wer viele Ressourcen verbraucht, muss in einem sozial und ökologisch gerechten Steuersystem auch verstärkt zum Wandel beitragen.

Auch in Hof gibt es am Freitag eine Klima-Demo >>>

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Veröffentlicht am:
25. 11. 2019
17:42 Uhr

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25. 11. 2019
17:42 Uhr



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