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Marktredwitz

Lebenshilfe braucht Pflegeheim

Die Geschäftsführerin Susanne Hilpert macht auf ein Problem aufmerksam: Für betagte Behinderte fehlt ein Altenheim.



Bezirksrat Holger Grießhammer und SPD-Kandidaten besuchten die Behindertenwerkstatt. Foto: Herbert Scharf
Bezirksrat Holger Grießhammer und SPD-Kandidaten besuchten die Behindertenwerkstatt. Foto: Herbert Scharf  

Marktredwitz - Behinderte werden älter und müssen auch im Alter betreut und gepflegt werden. Deshalb, so Lebenshilfe-Geschäftsführerin Susanne Hilpert, wäre in Marktredwitz der Bau eines eigenen Alten- und Pflegeheims für ältere Behinderte dringend notwendig. Bei einem Besuch von Bezirksrat Holger Grießhammer und mehreren SPD-Kandidaten wies die Geschäftsführerin auf verschiedene Probleme der Behindertenarbeit hin.

Derzeit, so Sprecher der Lebenshilfe, müssten in den vorhandenen Einrichtungen auch ältere Behinderte mit dem Pflegegrad vier oder fünf betreut werden. Eigentlich müsste es dafür auch einen Nachtdienst geben, was derzeit personell und finanziell nicht möglich sei. Dazu seien erwachsene Behinderte auf mehrere Einrichtungen und Gebäude verteilt, was organisatorisch nicht einfach sei.

Wobei sich das Problem der Betreuung in den kommenden Jahren noch potenziere: Denn die Zahl der Behinderten werde höher - und die Menschen werden älter. So könne man sich bei der Betreuung der älteren Behinderten durchaus eine Kooperation mit der Diakonie oder dem Klinikum vorstellen. Das sei aber auch eine Frage der Finanzierung. Und für die Finanzierung ist der Bezirk Oberfranken zuständig.

Vorangegangen war dem Gespräch ein Besuch der Werkstatt an der Thölauer Straße. Hier erledigen arbeitsfähige Behinderte einfache Aufgaben und Aufträge einheimischer Firmen. Wobei die Werkstatt derzeit mehr Plätze bietet als eigentlich vorgesehen.

Hier aber, so die Geschäftsführerin, entspanne sich die Lage im Herbst dieses Jahres, wenn die neue Einrichtung auf dem Arzberger Schuhmann-Gelände eingeweiht werde und 34 Behinderte aus Marktredwitz umziehen. Alleine in der Lebenshilfeschule beim Waldstadion werden rund 100 behinderte Kinder betreut. Insgesamt zähle die Lebenshilfe derzeit 160 Mitarbeiter.

Grießhammer sagte, dass er sich bei dem Besuch viele Anregungen geholt habe. Er sprach sich dafür aus, die Probleme der Lebenshilfe noch mehr als bisher in die Öffentlichkeit zu bringen. Denn die Mühlen der Behörden arbeiteten zwar langsam, aber stetig. Und so müsse man in der Öffentlichkeit auch um Verständnis für die Belange der Pflege wecken.

Den Beschäftigten der verschiedenen Lebenshilfe-Einrichtungen sprach der Politiker seine Hochachtung aus und versprach, die angesprochenen Probleme in den Sozialausschuss des Bezirks zu bringen, der für die Finanzierung zuständig sei.

Dr. Birgit Seelbinder sprach abschließend noch die dringend notwendige Renovierung der Lebenshilfeschule am Lebenshilfeweg als eine der nächsten anstehenden Aufgaben an.

Zu Beginn hatte Geschäftsführerin Hilpert die zunehmende Zahl von Kleinkindern angesprochen, die wegen sozial-auffälligen Verhaltens von der Lebenshilfe über die offene Behindertenarbeit betreut werden
müssen.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
12. 02. 2020
16:52 Uhr

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Herbert Scharf

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Veröffentlicht am:
12. 02. 2020
16:52 Uhr



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