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Marktredwitz

Lebenshilfe feiert 50. Geburtstag

Am Samstag gibt es im Auenpark ein großes Fest mit vielen Gästen. Auf die Besucher wartet ein buntes Programm mit einem Streifzug duch die Geschichte der Einrichtung.



Laden zur Feier des 50. Jubiläums am Samstag in den Auenpark ein: Angehörige der Lebenshilfe Fichtelgebirge. Foto: Scharf
Laden zur Feier des 50. Jubiläums am Samstag in den Auenpark ein: Angehörige der Lebenshilfe Fichtelgebirge. Foto: Scharf  

Marktredwitz - Die Lebenshilfe im Fichtelgebirge ist 50 Jahre alt. Das wird am kommenden Samstag groß im Auenpark gefeiert. Und die Menschen aus der gesamten Region sind dazu eingeladen.

Fichtelgebirgs-Allstars machen Party

13 Uhr: Der Festakt im Zelt wird mit dem Lebenshilfe-Lied eröffnet, gesungen und gespielt von Schülern und Personal. Vorsitzender Landrat Dr. Karl Döhler und Geschäftsführerin Susanne Hilpert begrüßen die Gäste. Grußworte sprechen Regierungspräsidentin Heidrun Pivernetz und Bezirkstagsvizepräsident Dr. Stefan Specht. Für die Moderation sorgt Sigi Obermüller, es spielt die eigene Band.

13.25 Uhr: Altoberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder, Stadträtin Uta Siegle und andere Zeitzeugen erinnern an die Lebenshilfe "gestern, heute und morgen". Nach einem Beitrag der Band "Junimond" hält Hildegard Metzger, stellvertretende Landesvorsitzende, die Festrede. Sie zeichnet auch die Teilnehmer des Wettbewerbs "Gemeinsam die Natur erleben" aus. Vorsitzender Döhler ehrt langjährige Mitarbeiter.

15 Uhr: Der Festbetrieb auf dem Auenpark-Gelände und im Festzelt beginnt. Das "Frankenstein-Projekt" stellt sich vor, die Tanzgruppe der offenen Behindertenarbeit tritt auf, es gibt Spielstationen für Kinder.

18.30 Uhr: Party im Festzelt mit den "Fichtelgebirgs-Allstars".


Aus kleinsten Anfängen heraus hat sich die Einrichtung zu einem sozialen Unternehmen entwickelt, in dem 150 Mitarbeiter rund 600 Behinderte betreuen. 200 davon werden im Rahmen der Familien-Frühförderung, weitere 200 erwachsene Behinderte in der Werkstatt am Schafbrunnenweg, 100 in der Lebenshilfeschule beim Waldstadion, 50 in Wohnheimen und weitere in einer Förderstätte für Schwerbehinderte und in offener Betreuung versorgt.

Nur noch wenige können sich an die ersten Anfänge der Lebenshilfeschule vor 50 Jahren, damals in Leutendorf mit weniger als einem Dutzend Kindern, erinnern. Inzwischen ist daraus ein bedeutender Sozialträger mit Einrichtungen und Niederlassungen in Marktredwitz, Selb und künftig auch Arzberg geworden. Und die Entwicklung ist längst nicht am Ende, erläutert Lebenshilfe-Geschäftsführerin Susanne Hilpert im Gespräch mit der Frankenpost.

Gegründet wurde die Lebenshilfe auf Initiative des Marktredwitzer Stadtrats und Sozialreferenten Oskar Lehretz zusammen mit dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Leonhard Holzberger und dem späteren Leiter der Sonderschule für Lernbehinderte, Karl Hofmann. Noch im gleichen Jahr trat die Stadt Marktredwitz als Mitglied bei. Der Landkreis Wunsiedel folgte.

In den nächsten Jahren fallen einige Investitionen an den bestehenden Gebäuden an, erläutert Hilpert. "Die Lebenshilfeschule beim Stadtwald ist in die Jahre gekommen und muss dringend renoviert werden." In Vorbereitung ist die neue Niederlassung der Lebenshilfe auf dem Schumann-Gelände in Arzberg. Hier sind eine Werkstatt und ein Wohnheim für 54 Behinderte geplant. Die Verwaltung, die derzeit noch im Winkel untergebracht ist, muss umziehen. Wie berichtet, wird das Parkhaus und damit das angegliederte Geschäftsgebäude abgerissen. Bis August ziehe die Verwaltung deshalb um in das Sparkassengebäude im Markt.

"Dringend notwendig wird eine Wohngruppe speziell für betagte Behinderte, denn heute werden auch sie immer älter." Ein Bewohner sei bereits 82 Jahre alt. Deshalb benötige man eine Wohngruppe mit einem Nachtdienst zur Betreuung.

In den vergangenen 50 Jahren hat sich vieles geändert. Vor allem die Sichtweise auf die Behinderten. Mit der Behindertenrechtskonvention im Jahr 2006 wurden die Rechte behinderter Menschen gestärkt. Im Rahmen der Inklusion werden Behinderte nicht mehr ausgeschlossen, sondern mehr integriert als früher. Ängste wurden abgebaut, öffentliche und eigene Einrichtungen wurden behindertengerecht. Die Förderung wird von Anfang an großgeschrieben, die Bevölkerung geht offener mit behinderten Menschen um. Aber auch die Diagnostik und die medizinischen Möglichkeiten wurden verbessert. In der Lebenshilfe-Werkstatt werden auch Aufträge für Betriebe aus der ganzen Umgebung erledigt.

Es bleiben auch noch Wünsche offen, erläutert die Geschäftsführerin. So müsse die Inklusion noch mehr gelebt werden als bisher. Weniger Dokumentation, die immer mehr gefordert wird, würde mehr Zeit lassen für die pädagogische Betreuung.

Autor

Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
16:44 Uhr

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Herbert Scharf

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08. 05. 2019
16:44 Uhr



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