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Marktredwitz

Marktredwitz: Heckenschnitt verärgert Bürger

In der Umgebung des Wohngebiets Kaiserstein heulen mal wieder die Motorsägen. Das Ergebnis entsetzt einige Anwohner.



Nur noch Stümpfe sind von den Weißdorn- und Schlehenbüschen übrig geblieben. Die Schilder weisen übrigens auf ein Naherholungsgebiet und einen geschützten Landschaftsteil hin.	Foto: pr.
Nur noch Stümpfe sind von den Weißdorn- und Schlehenbüschen übrig geblieben. Die Schilder weisen übrigens auf ein Naherholungsgebiet und einen geschützten Landschaftsteil hin. Foto: pr.  

Marktredwitz - Abholzaktionen im Stadtgebiet von Marktredwitz sorgen wieder einmal für Ärger unter Anwohnern und Naturfreunden: In der zurückliegenden Woche war in der Umgebung des Wohngebietes Kaiserstein das Heulen von Motorsägen zu hören. Beim Befahren der Straße "In der Lohe" konnte man dann eines der Resultate der Arbeiten sehen: Direkt vor dem Bahndurchlass zur Damaschkestraße wurden Weißdorn- und Schlehenbüsche gestutzt - und zwar so sehr, dass von ihnen nur noch Stümpfe übrig geblieben sind.

Die Frankenpost fragte bei der Stadt Marktredwitz nach. Weshalb wurde so radikal zurückgeschnitten? "Da viele Äste schon sehr dürr waren, war ein intensiver Pflegeschnitt der Hecken nötig", teilte die Pressestelle der Stadt mit. Dies sei bewusst vor Beginn der Vogelbrut geschehen. Alle dürren und teilweise schon abgeknickten Äste wurden zurückgeschnitten. "Es wird nur kurze Zeit und auch jahreszeitenbedingt relativ kahl aussehen. Im Frühling treiben die Büsche umso intensiver aus", heißt es in der Antwort weiter.

Die Schnittaktion liegt im Aufgabengebiet der Gärtner des Bauhofs. "Zum einen gilt es, der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Zum anderen brauchen Sträucher und Bäume Pflegeschnitte", argumentiert die Stadt.

Das sehen manche Anwohner etwas anders. "Wie sinnvoll ist es in unserer heutigen Zeit, in der man den Klimawandel an allen Ecken spüren kann, alles Unterholz und alle Büsche radikal auszulichten, bis diese zur Unkenntlichkeit zerstört sind?", fragt sich einer, der seinen Namen nicht öffentlich genannt haben möchte. Außerdem: "Wie vertragen sich solche Arbeiten mit dem Beschluss, die Grünpflege naturnaher zu gestalten, den die Bauhofsleiter des Landkreises vor Kurzem gefasst haben?". ryb-

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Veröffentlicht am:
17. 01. 2020
20:28 Uhr

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17. 01. 2020
20:28 Uhr



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