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Marktredwitz

Marktredwitzer will auf den Chefsessel

Thomas Stark kandidiert in Poing für das Amt des Bürgermeisters. Der 54-Jährige war unter Oberbürgermeister von Lindenfels in der Pressestelle tätig.



Der Marktredwitzer Thomas Stark hat den Chefsessel im Rathaus von Poing im Visier. Foto: pr.
Der Marktredwitzer Thomas Stark hat den Chefsessel im Rathaus von Poing im Visier. Foto: pr.  

Marktredwitz - Politikern der alten Garde in Marktredwitz ist der Name noch ein Begriff: Thomas Stark. Der 54-Jährige hat in der Ära des Oberbürgermeisters Hans-Achaz von Lindenfels fünf Jahre lang in der Pressestelle der Stadt gearbeitet. Jetzt strebt der Marktredwitzer in seiner neuen Heimat, der Gemeinde Poing, das höchste Amt an. Er will im kommenden Jahr Bürgermeister der Kommune werden, die knapp 16 500 Einwohner zählt. Die Frankenpost, die der Geschäftsleiter des Rathauses Poing täglich liest, hat sich mit Thomas Stark in Verbindung gesetzt. Am heutigen Mittwoch nominiert die CSU den Marktredwitzer offiziell zu ihrem Kandidaten.

 

Die CSU in Poing hat Sie als Kandidaten aufgestellt wegen Ihrer Persönlichkeit und Ihrer großen beruflichen Kompetenz. Liegt diese Kompetenz in Ihrer langjährigen Erfahrung in der Gemeindeverwaltung?

Bestimmt ist meine langjährige Erfahrung mit ausschlaggebend. Hinzu kommt, dass ich in der Vergangenheit in alle wichtigen Projekte eng eingebunden war. Dadurch habe ich ein großes Fachwissen und kann die Gemeinde ab Mai 2020 ohne Einarbeitungszeit in eine erfolgreiche Zukunft führen.

 

Ich nehme an, Sie kennen quasi sämtliche Schaltstellen, die wichtig sind für die Arbeit eines Bürgermeisters?

Als Referent des Bürgermeisters und Geschäftsleiter sind mir die vielfältigen Aufgaben des ersten Bürgermeisters und die damit verbundenen Herausforderungen selbstverständlich bekannt. Die Entwicklung und Struktur der Gemeinde sowie die Abläufe innerhalb des Poinger Rathauses sind mir bestens vertraut. Durch meine Tätigkeit kenne ich viele örtliche und überörtliche Entscheidungsträger persönlich.

 

Seit wie vielen Jahren arbeiten Sie im Rathaus in Poing und seit wann haben Sie dort eine leitende Funktion?

Seit 1. Juli 1990 bin ich bei der Gemeinde Poing beschäftigt. 1991 wurde mir die Leitung des Bauamtes, im Mai 2000 die Funktion des Referenten des Bürgermeisters und die Leitung des Bürgermeisteramtes übertragen. Seit Anfang 2016 bin ich Geschäftsleiter und somit seit fast drei Jahrzehnten in Führungspositionen tätig.

 

Sie waren ja bislang die erfahrene rechte Hand und langjähriger Referent des Bürgermeisters. Und der ist bei der SPD. Hat die sozialdemokratische Partei nicht bei Ihnen angeklopft?

Nein, eine Anfrage der SPD gab es nicht.

 

Und was sagt der noch amtierende SPD-Bürgermeister, der nicht mehr kandidieren wird, zu Ihrer Entscheidung, für die CSU ins Rennen zu gehen?

Da ich zum amtierenden Bürgermeister ein sehr gutes Verhältnis habe, habe ich ihn persönlich vor der Öffentlichkeit über meine Kandidatur informiert. Er hat souverän reagiert und meine Entscheidung natürlich akzeptiert.

 

Wie lange schon hat die SPD das Sagen im Rathaus Poing?

Der SPD-Bürgermeister Albert Hingerl ist seit 1. Mai 2000 im Amt.

 

Gehören Sie überhaupt einer Partei an oder werden Sie der CSU beitreten?

Ich will als parteiloser Kandidat breite Bevölkerungsschichten über Parteigrenzen hinweg ansprechen und überzeugen. Dadurch sehe ich bessere Chancen, die Sachpolitik in den Vordergrund zu stellen und vor allem im Gemeinderat bei richtungsweisenden Entscheidungen einen breiten Konsens zu finden. Deshalb werde ich auch im Falle eines Wahlsieges keiner Partei beitreten.

 

Gibt es einen oder mehrere Gegenkandidaten, die den Chefsessel im Rathaus anvisieren?

Bislang gibt es zwei Gegenkandidaten von der SPD und der FWG, der Wahlkampf wird also spannend.

 

Was motiviert Sie, jetzt die Zügel der Stadt in die Hand nehmen zu wollen?

Zunächst muss ich anmerken, dass ich mich als Oberfranke in Poing sehr wohl und heimisch fühle. Als die Anfrage der CSU kam, habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschieden, diese einmalige Chance zu nutzen. Ich habe den Ehrgeiz, noch mehr Verantwortung zu übernehmen und die Entwicklung von Poing nicht nur zu verwalten, sondern die Zukunft der Gemeinde aktiv mitzugestalten.

 

Wie steht Ihre Familie dazu?

Meine Gattin - ich habe keine Kinder - hat mich dazu ermutigt, diese Herausforderung anzunehmen, und unterstützt mich nach besten Kräften. Ohne ihre Akzeptanz hätte ich diesen Schritt nicht gemacht.

 

Welche Ziele stehen in Ihrem Wahlprogramm, mit dem Sie sich den Menschen in Poing präsentieren?

Zu den Schwerpunkten zählen vor allem die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Umsetzung der Planung zum Neubau eines Schul-Schwimmbades, die abschnittsweise Erweiterung des Sportzentrums und die Entwicklung eines integrierten Mobilitätskonzeptes. Ferner will ich Akzente im Bereich der Wirtschaftsförderung und im Natur- und Klimaschutz setzen, beispielsweise durch den weiteren Ausbau einer energieeffizienten und ressourcenschonenden Energieversorgung.

 

Wie entwickelt sich die Gemeinde Poing?

Poing hat derzeit rund 16 500 Einwohner und liegt im Landkreis Ebersberg etwa 20 Kilometer östlich von der Landeshauptstadt München. In den nächsten 15 Jahren ist ein Zuwachs auf rund 20 000 Einwohner prognostiziert.

 

Und mit welchen Problemen hat man dort zu kämpfen?

Wie für viele anderen Kommunen im Ballungsraum München stellen auch in Poing der Zuzugs-Druck, explodierende Mieten und hohe Grundstückspreise sowie die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur im Bereich Kinderbetreuung und Schulen die größten Herausforderungen dar. Weitere Probleme sind die Verkehrsbelastung und der Fachkräftemangel vor allem in sozialen Berufen wegen der hohen Lebenshaltungskosten.

 

Was hat Sie eigentlich von Marktredwitz nach Poing verschlagen?

Anfang der 90er-Jahre wollte ich als damals noch relativ junger Mensch in die Nähe einer Großstadt ziehen. Für mich kam wegen der Lebensqualität, des Freizeitangebots und der Lage nur der Großraum München in Betracht. Außerdem habe ich hier bessere berufliche Perspektiven gesehen.

 

Wie war Ihr Werdegang, ehe Sie nach Poing umsiedelten?

Vor meinem Umzug war ich von September 1981 bis zum April 1990 bei der Stadt Marktredwitz beschäftigt, davon fünf Jahre unter dem damaligen Oberbürgermeister Hans-Achaz von Lindenfels in der Pressestelle und im Sitzungsdienst des Stadtrates. Ich hatte damit bereits unmittelbar nach meiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten enge berufliche Berührungspunkte zur Kommunalpolitik, die mich bis heute geprägt haben.

 

Haben Sie noch Kontakte in die alte Heimat?

Ich bin regelmäßig und immer wieder gerne bei meinen Eltern und meiner Tante in Marktredwitz zu Besuch. Auch zu Freunden in meiner alten Heimat habe ich noch gute Kontakte. Besonders freue ich mich heuer auf das Rawetzer Altstadtfest, das ich aus Termingründen in den letzten Jahren leider nicht besuchen konnte. Ferner steht in diesem Sommer eine ausgedehnte E-Bike-Tour mit meinem Vater und meiner Frau durch das Fichtelgebirge auf dem Programm.

Die Fragen stellte Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
17:18 Uhr

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18. 06. 2019
17:18 Uhr



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