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Marktredwitz

Neusorg setzt Meilensteine

Die Gemeinde feiert den Abschluss zweier großer Projekte: die Wandlung der Media-Brache in einen Gewerbepark sowie die Revitalisierung des alten Bahnhofsgebäudes.



Im Zelt auf dem Bahnhofsvorplatz begrüßte Bürgermeister Peter König (rechts) zum Abschluss der städtebaulichen Maßnahmen Regierungsvizepräsident Christoph Reichert und zahlreiche Ehrengäste.	Foto: Dö.
Im Zelt auf dem Bahnhofsvorplatz begrüßte Bürgermeister Peter König (rechts) zum Abschluss der städtebaulichen Maßnahmen Regierungsvizepräsident Christoph Reichert und zahlreiche Ehrengäste. Foto: Dö.  

Neusorg - Mit einem Eintrag von Regierungsvizepräsident Christoph Reichert ins Goldene Buch der Gemeinde Neusorg haben die beiden städtebaulichen Maßnahmen "Bahnhof" und "Media" am Freitag ihren Abschluss gefunden. In einem eigens für diesen Termin errichteten Zelt vor dem Bahnhofsgebäude hieß Bürgermeister Peter König die Gäste willkommen. Städtebau sei mehr als Asphaltieren, Pflastern und Mauern, sagte König. Die Maßnahmen sollten einer Gemeinde einen Charakter geben und das Ortsbild nachhaltig stärken. Dies sei gelungen.

Neusorg liege an der Ost-West-Magistrale Prag-Paris, sagte König. Mit der Eröffnung der Bahn 1878 erfolgte die Anbindung an die "große weite Welt". Durch die Ersteigerung des Bahnhofsgebäudes sollte dessen historische Bedeutung für Neusorg ein Nachnutzungskonzept finden. Mit einem Kostenaufwand von rund 2,1 Millionen Euro und einem zu erwartenden Zuschuss von etwa 1,3 Millionen Euro wurde das Vorhaben in Angriff genommen.

Einige Jahre zuvor waren auf dem Areal einer 1902 gegründeten Möbelfabrik mit Sägewerk die Lichter ausgegangen. Die Insolvenz der Firmen Media und Holz-Tec im Jahr 2005 leitete das Ende des Industriestandorts Neusorg ein. Altlasten und 27 000 Kubikmeter umbauter Raum waren zu beseitigen. Mit einem Kostenaufwand von rund 1,4 Millionen Euro, bei Zuwendungen von etwa 880 000 Euro sei es geglückt, die marode Media-Brache in den neuen Gewerbepark Media überzuführen, freute sich König. Mit dem Abschluss der Sanierung sei ein Meilenstein in der Geschichte von Neusorg gesetzt worden. Gleichzeitig wies er auf weitere anstehende Maßnahmen wie die energetische Sanierung des Ärztehauses und die Neuausrichtung der maroden Leerstände in der Luisenburgstraße hin.

Eine Besichtigung der neuen zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis von "Ihre Zahnärzte im Fichtelgebirge" im ehemaligen Bahnhofsgebäude schloss sich an. Auch dem erst vor wenigen Wochen eröffneten Treffpunkt "Hier und jetzt - den Treffpunkt für Natur, Ruhe und Gesundheit" im ehemaligen Wartezimmer des Bahnhofs statteten die Gäste einen Besuch ab. Bei einer Rundfahrt wurden den Besuchern aus Regensburg der Gewerbepark Media, die neu gestaltete Ortsmitte und andere markante Punkte vorgestellt.

Beim offiziellen Empfang im Sitzungssaal des Rathauses erläuterte der Bürgermeister die Zusammensetzung der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg, in der rund 6000 Einwohner leben, 1950 davon in Neusorg. Regierungsvizepräsident Christoph Reichert entschuldigte den erkrankten Regierungspräsidenten der Oberpfalz, Axel Bartelt. Reichert zeigte sich erfreut, dass die Regierung zu den Gesamtkosten von 1 684 000 Euro für die Revitalisierung des Bahnhofsgebäudes Finanzhilfen aus dem kommunalen Investitionsprogramm in einer Höhe von 991 000 Euro bereitstellen konnte. Außerdem wurden die Kosten von 390 000 Euro für Anbau und Freiflächen mit 256 500 Euro bezuschusst.

Gebäudeabbrüche und sonstige Neuordnungsmaßnahmen bei der Media-Brache hat die Regierung Reichert zufolge bei einem Kostenrahmen von 1 361 500 Euro mit Finanzhilfen von 876 000 Euro unterstützt. Durch Finanzhilfen von 1,033 Millionen Euro sei auch der Anteil der Gemeinde an den Gesamtkosten von 2,1 Millionen Euro für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt mit Pfarrer-Lösch-Platz und Luisenburgstraße überschaubar geblieben, unterstrich Reichert. Er freute sich darüber, dass durch beide Projekte 57 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Insgesamt seien in der elfjährigen Amtszeit von Bürgermeister Peter König rund 20 Millionen Euro in die Qualität des Wohnstandorts Neusorg investiert worden, hob der Redner heraus. Er bekräftigte, dass es sich in Neusorg mit rund 40 Vereinen und Institutionen gut leben lasse.

Diplomingenieur Peter Kuchenreuther aus Marktredwitz sprach von einem tollen Tag und erinnerte an die erste Anfrage in seinem Architekturbüro im Jahr 2010. Gemeinsam mit Kommune und Regierung sei ein Gesamtkonzept entwickelt worden. Dieses umfasste den Ausbau der Kreisstraße TIR 16, verbunden mit einem Nahwärmenetz, der LED-Beleuchtung und der Nachnutzung des Media-Geländes. Dö.

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Monika Dötterl
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Veröffentlicht am:
13. 10. 2019
16:54 Uhr

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Monika Dötterl

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Veröffentlicht am:
13. 10. 2019
16:54 Uhr



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