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Marktredwitz

SG Marktredwitz wieder im Aufwind

Die Mitgliederzahlen des Vereins gehen nach oben, die Schulden werden weniger. Die erste Mannschaft erkämpft in der Kreisliga einen Platz in der Mitte der Tabelle.



Marktredwitz - Die SG Marktredwitz hat turbulente Zeiten hinter sich. Die Fusion zwischen dem FC Wacker und dem SV 04 war kein einfacher, aber notwendiger Akt. Jetzt geht die daraus entstandene SG Marktredwitz in die fünfte Saison seit der Fusion der beiden Vereine. Schwindende Mitgliederzahlen, hohe Ausgaben für die Sportstätten und ein schwindendes Engagement der verbliebenen Mitglieder machten für die beiden Vereine einen Zusammenschluss und neue Wege notwendig.

Und so führten vor vier Jahren die Vorsitzenden Udo Holzinger (SV04) und Peter Schreyer (FC Wacker) die beiden Vereine zusammen. "Traditionen sterben nicht, sondern leben unter neuem Namen weiter," hielt der Vorsitzende Zweiflern entgegen.

Mehr als 600 Mitglieder brachten die Vereine in die SG ein. Die Ziele waren hoch gesetzt. Eine Stadt wie Marktredwitz sollte einen Fußballverein in der Bezirksliga haben, hieß es damals. Das "Waldstadion" mit seiner stolzen Tradition wurde aufgegeben. Das ehemalige Vereinsheim "Waldstadion" war ohnehin schon längst an eine Christengemeinde vergeben. Der Verein hatte nur noch Räume im Keller. Der Spielort wurde an die Drei Bögen verlegt.

Als neuer Vorsitzender wurde Peter Schreyer gewählt, der seither an der Spitze steht und den Verein trotz Rückschlägen in ruhigere Gewässer gesteuert hat. So hatte zum Beispiel der Sturm Kyrill am Vereinsheim an den Drei Bögen schwere Schäden angerichtet, die erst verdaut werden mussten.

Bei der Jahreshauptversammlung der SG am Freitagabend hieß der Vorsitzende im Sportheim an den Drei Bögen zahlreiche Mitglieder willkommen, darunter die beiden früheren Vorsitzenden Edwin Bandel und Bernhard Schreiner. Bei einem Rückblick auf die Saison 2017/18 ließ Schreyer das Georg Hirsch-Turnier Revue passieren. Er freute sich, dass das Clubheim wieder mit einem neuen Pächter besetzt werden konnte und wünschte dem Pächter - aktiver Fußballer und Schiedsrichter - viel Erfolg.

An die Mitglieder appellierte Schreyer, sich bei der Sportstättenpflege etwas mehr als bisher zu engagieren und Peter Schönberg zu unterstützen. Ein Kompliment ging an die sportliche Familie Mühlhöfer, die bei der Leichtathletik eine Meisterschaft nach der anderen nach Marktredwitz hole.

Mit der ersten Fußballsaison in der Kreisliga könne man zufrieden sein, sagte der Vorsitzende. Nach dem Aufstieg habe man sich mit einem neunten Platz gut im Mittelfeld etabliert. Die B-Junioren seien in die Kreisliga aufgestiegen und zwei Nachwuchs-Mannschaften wurden Jugendmeister.

Als äußerst schwierig gestalte sich die Suche nach einer Kegelbahn für die erfolgreichen Kegler des Vereins. Derzeit müssen die aktiven Kegler nach Arzberg fahren, um ihrem Sport nachzugehen.

Erfreulich nannte Schreyer die neue Flutlichtanlage für den Sportplatz an den Drei Bögen. 32 000 Mark habe der Verein dafür ausgegeben. Rund 70 Prozent werden mit Zuschüssen finanziert. Das restliche Geld will der Verein mit Hilfe von Sponsorengeldern aufbringen.

Schreyer freute sich, dass die Einnahmen des Vereins, auch mit Hilfe von Sponsorengeldern, gesteigert werden konnten. Damit sei es im Jahr 2018 gelungen, das Defizit des Vorjahres auszugleichen. Und auch die Kosten für die Bereinigung der Schäden, die der Sturm "Kyrill" angerichtet hatte, werde man bald hinter sich haben.

Den Mitgliederstand bezifferte der Vorsitzende auf 541. Im Vorjahr waren es noch 523. Der erfreuliche Zuwachs komme in erster Linie durch Jugendliche. Nun brauche man aber noch einen Allwetterplatz bei der Sportanlage.

Aus dem Bereich der Senioren-Fußballer ergänzte Bopan Sabovic, dass der Verein in der vergangenen Saison nur zwei Abgänge aus der Mannschaft zu verzeichnen habe. In der Kreisliga habe man gut mitgehalten. Auf die Saison habe man sich in einem Winterlager in Sokolov vorbereitet. Diese Aktion, die nur mit Sponsorengeldern ermöglicht wurde, soll auch in diesem Jahr wiederholt werden. Nicht zufrieden sein könne man mit dem derzeit 13. Platz in der Liga.

Von der Jugend berichtete Jürgen Schön, dass man mit dem Nachwuchs das Länderspiel Deutschland-Frankreich in der Allianzarena besucht habe. Derzeit suche der Verein weitere Trainer und Betreuer für den Nachwuchs.

Von zahlreichen Erfolgen und Meistertiteln bis zur deutschen und internationalen Ebene berichtete Ingo Mühlhöfer aus der Leichtathletikabteilung. So sorgte seine Mutter Hildegard Mühlhöfer zum Beispiel für einen bayerischen Rekord beim Hammerwerfen. Wer gerne das Sportabzeichen in Marktredwitz ablegen wolle, könne sich an ihn oder Hildegard Mühlhöfer wenden. Sein besonderer Dank galt Dr. Albert Kaltenthaler, der eine neue Zeitmessanlage gestiftet habe.

Eine regelrechte Erfolgsstory erzählte Roland Reber aus der Abteilung Kegeln bei dem Zusammenkommen. Den Aktiven sei es gelungen, einen Durchmarsch von der untersten in die höchste Spielklasse zu erreichen, freute er sich. Die Hoffnung auf eine Kegelbahn in Marktredwitz habe man noch nicht aufgegeben.

Sehr zufrieden mit der neuen Halle zeigte sich Sabine Biedermann von der Gymnastikabteilung der SG. Keinen Bericht gab es über die Abteilung Tauchen, da beide Vorsitzende zurückgetreten sind.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
18. 08. 2019
15:48 Uhr

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Herbert Scharf

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Veröffentlicht am:
18. 08. 2019
15:48 Uhr



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