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Marktredwitz

Scherdel investiert kräftig in Fridau

Das Produktionsgebäude wird erweitert. Im Neubau sollen Teile zur E-Mobilität produziert werden. Ein Stück des alten Trakts wird abgerissen. Es entstehen 20 neue Arbeitsplätze.



Der vordere flache Bau des Firmentrakts in Fridau soll abgerissen und durch einen modernen Kubus ersetzt werden, in dem künftig Teile zur E-Mobilität produziert werden. Foto: Peggy Biczysko
Der vordere flache Bau des Firmentrakts in Fridau soll abgerissen und durch einen modernen Kubus ersetzt werden, in dem künftig Teile zur E-Mobilität produziert werden. Foto: Peggy Biczysko  

Marktredwitz - Die Firma Scherdel legt ein neuerliches Bekenntnis zum Standort Marktredwitz ab. Im Ortsteil Fridau will das Unternehmen in den kommenden vier Jahren fast fünf Millionen Euro investieren und 20 neue Arbeitsplätze schaffen. Oberbürgermeister Oliver Weigel freute sich in der Bauausschusssitzung über das Vorhaben: "Wir können froh sein, Scherdel in unserer Stadt zu haben." Ein Großauftrag mache die Erweiterung in Fridau erforderlich.

Die Firma plant den Abbruch eines alten Gebäudeteils und die Erweiterung des Produktions-Trakts. Ein nördlich anschließender Gebäudeteil soll nach Mitteilung von Sachgebietsleiter Harald Fleck erhalten bleiben. Der Neubau dockt nach dem Abriss des vorderen, niedrigeren Gebäudes an den Altbestand an. Hier soll später maßgeblich die Produktion von Teilen zur E-Mobilität über die Bühne gehen.

"Der Neubau mit Glaselementen wird in Stahlbetonweise geschaffen", erläuterte Fleck. Während im Untergeschoss sowie im Erdgeschoss die Produktion eingerichtet werde, sei im ersten Obergeschoss eine Kantine für die Mitarbeiter vorgesehen. Die Produktionsfläche umfasst laut Harald Fleck rund 1900 Quadratmeter, während er die Brutto-Grundfläche für den Neubau mit gut 2900 Quadratmetern angab. "Das Vorhaben fügt sich gut in den Bestand ein, die Nachbarn haben mit ihrer Unterschrift bereits ihr Einverständnis signalisiert." Weil bereits 2017 neue Parkflächen geschaffen wurden, sei die Zahl der Stellplätze ausreichend. Die Mitglieder des Bauausschusses gaben grünes Licht für den Erweiterungsbau.

Sie machten ebenfalls den Weg frei für die Aufstockung eines Hauses in der Kopernikusstraße 18 in Marktredwitz, "unter der Voraussetzung, dass die Nachbarn zustimmen". Nach Mitteilung Harald Flecks soll das Satteldach des Wohnhauses aus dem Jahr 1976 eingeschnitten und durch einen Kubus vergrößert werden, um zusätzlichen Wohnraum im Obergeschoss zu schaffen. Dieser Kubus würde dann einen Meter über den First des Daches hinausragen.

Zustimmung gab es außerdem für den Bau von zwei Sechs-Familien-Häusern in Lorenzreuth, weshalb Ernst Rupprecht kurz die Runde im Rathaus verlassen musste. Der Stadtrat ist nämlich der Bauherr. Die beiden Gebäude entlang der Brückenstraße seien jeweils 20 Mal 14 Meter groß und mit Satteldächern geplant. Es seien allerdings einige Befreiungen vom Bebauungsplan notwendig, erläuterte Fleck, weil die Dachgeschosse Vollgeschosse seien. Weil die Gebäude sich in den Hang einfügen, scheide das Kellergeschoss als Wohngeschoss aus. Die Häuser würden somit wegen der erhöhten Wände im Bereich von Treppenhaus und Gaube 12,12 statt 9,4 Meter hoch.

Wie Harald Fleck weiter sagte, sind für jedes Wohnhaus zwölf Stellplätze erforderlich. Bei einem seien aber nur acht, beim anderen sechs möglich. Allerdings gebe es auf dem gegenüberliegenden Grundstück, das ebenfalls in Rupprechts Besitz sei, noch Parkmöglichkeiten.

Klaus Haussel (SPD) zeigte sich überrascht "ob der Fülle der Befreiungen". Bauamtsleiter Stefan Büttner verwies auf die Eigeninitiative des privaten Bauherrn, "denn wir brauchen künftig viel Wohnraum in Lorenzreuth". Da könne man auch einmal Zugeständnisse machen. Letztlich stimmten die Räte dem Vorhaben zu.

Eine Zustimmung lag auch vom Landesamt für Denkmalpflege vor, und zwar für den Abriss des Nordflügels der Glasschleif. "Der ist baufällig", so Fleck, der somit den Startschuss für die Sanierung des Industriedenkmals gegeben sah. Auch die Räte stimmten für den Abbruch des 30 Mal zehn Meter großen Anbaus.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
17:48 Uhr

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