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Marktredwitz

Schon fast alle Bauplätze verkauft

Die Stadt Marktredwitz wächst. Nun ist das Gebiet an der Wegenerstraße erschlossen. Dort könnte die Stadt demnächst vielleicht noch weitere Grundstücke ausweisen.



Freuen sich über den Ansturm auf die neuen Baugebiete (von links): Richard Gerdt vom Liegenschaftsamt, Stadtkämmerer Markus Brand und Oberbürgermeister Oliver Weigel. Foto: Herbert Scharf
Freuen sich über den Ansturm auf die neuen Baugebiete (von links): Richard Gerdt vom Liegenschaftsamt, Stadtkämmerer Markus Brand und Oberbürgermeister Oliver Weigel. Foto: Herbert Scharf  

Marktredwitz - Nach Jahren der Dürre wächst die Stadt Marktredwitz wieder. So viele Baugebiete wie derzeit wurden in der ganzen Vergangenheit wohl noch nie in dieser Folge ausgewiesen. Was noch schöner ist: Fast alle Bauplätze, die in den vergangenen Jahren neu ausgewiesen wurden, sind schon wieder an den Mann/die Frau gebracht. "Es läuft sensationell", freut sich Oberbürgermeister Oliver Weigel.

Der Asphalt dampft noch: Am Mittwoch bekam das neueste Baugebiet an der Wegenerstraße, inzwischen der dritte Bauabschnitt von Oberredwitz in Richtung Waldstadion, eine neue Erschließungsstraße. Sie ist auch absolut notwendig. Denn von den 29 Bauplätzen, die hier erst kürzlich ausgewiesen wurden, sind bereits 27 verkauft. Die Bauherren stehen in den Startlöchern. Wenn die Beurkundungen abgeschlossen sind, können noch in diesem Jahr die Bauarbeiter anrücken. Vorausgesetzt, sie finden eine Baufirma. Denn hier tut sich ein neues Luxusproblem auf. Die Auftragsbücher sind voll.

Der dritte Bauabschnitt hat sich angeboten, nachdem der zweite Bauabschnitt an der Wegenerstraße im Nu verkauft und zum guten Teil schon bebaut ist. Kein Wunder, bietet die Lage doch einen sehr schönem Ausblick auf die Marktredwitzer Innenstadt, den Steinwald und bis nach Böhmen hinein. Alle 13 Parzellen sind verkauft, elf bereits bebaut. Kein Wunder: 111 Euro pro Quadratmeter in guter Lage, voll erschlossen, waren laut Weigel ein faires Angebot. 115 Euro kostet der Quadratmeter im dritten Bauabschnitt.

Und das, obwohl die Erschließung nicht leicht war. Nicht nur die neuen Straßen kosten Geld. Im Untergrund musste da noch so mancher große Stein beseitigt werden.

Wer ein Grundstück zu einem etwas günstigerem Preis sucht, wird, oder besser gesagt, wurde in zwei anderen Baugebieten der Stadt fündig. Im Gebiet "Heidestraße" in Lorenzreuth kostet der Quadratmeter 53 Euro. Wohl nicht zuletzt deshalb sind von den 13 Parzellen bereits alle verkauft.

Auch am Maiglöckchenweg im Baugebiet "Nördlich des Haager Weges" läuft es. Nur noch zwei der 22 Bauplätze sind zu haben. Der Quadratmeter zu 74 Euro. Nicht anders sieht es in der "Großen Zelch" am Asamweg/Altdorferweg aus. Da sind von 36 Bauparzellen 35 verkauft. Der Quadratmeter liegt hier bei 79 Euro.

Oberbürgermeister Weigel, Stadtkämmerer Markus Brand und Richard Gerdt, der für Liegenschaften zuständig ist, ziehen deshalb bei einem Pressetermin an der Wegener Straße eine stolze Bilanz: Von 117 neu erschlossenen Bauparzellen sind bereits 61 bebaut, 47 reserviert und nur noch fünf verfügbar.

"Die Nachfrage ist nach wie vor da. Das Interesse ist groß", freut sich der Oberbürgermeister. Kein Wunder, dass man sich da Gedanken über weitere Erschließungen im Rathaus macht. Das geschieht bereits, antwortet Weigel auf Nachfrage. So prüfe man derzeit, ob nicht eine weitere Erschließung an der Wegenerstraße in Richtung Waldstadion sinnvoll wäre. Zumal der Rad- und Fußweg, der derzeit mit der Bebauung endet, bereits im kommenden Jahr weitergeführt wird. Das Geld dafür ist im Haushalt bereits eingeplant.

Das alleine aber werde nicht reichen. Denn die ausverkauften Baugebiete waren eigentlich auch für eine Nachfrage im Zusammenhang mit den Behördenansiedlungen und dem Gefängnis geplant gewesen. Deshalb habe man auch schon ein weiteres größeres Baugebiet im Auge, über das man aber noch nicht sprechen könne, bestätigt Weigel.

Dabei schläft auch die Nachbarstadt Waldershof nicht. Längst sind der Kirchsteig und die Hofstatt I bebaut. Derzeit erschließt Waldershof das Baugebiet Hofstatt II, 30 Parzellen am Stadtrand mit bestem Blick auf die Kösseine und den Steinwald. 93 Euro kostet der Quadratmeter inklusive Erschließung. Auch hier ist die Nachfrage groß. Nur noch sechs Grundstücke sind noch nicht verkauft oder reserviert.

Der Bauboom schlägt sich auch auf die Bevölkerungsentwicklung nieder. So liegt Marktredwitz mit rund 17 270 Einwohnern auch in diesem Jahr im Plus - als eine der wenigen Kommunen in der Region.

Auch bei den Geburtenzahlen geht die Richtung nach oben. Die magische Grenze von 400 Geburten im Klinikum ist längst erreicht. Bis zum Mittwoch standen 422 Kinder im Geburtenregister auf der Geburtenstation des Klinikums Fichtelgebirge in Marktredwitz.

Mit den steigenden Geburten tut sich ein weiteres Luxusproblem für die Stadt Marktredwitz auf, wobei Weigel betont, dass man da eigentlich nicht von einem Problem, sondern von einer absolut erfreulichen Entwicklung sprechen sollte. Waren es in den vergangenen Jahren etwa 80 Kinder aus dem Marktredwitzer Stadtgebiet, die das Licht der Welt im Klinikum erblickten, so habe sich diese Zahl alleine schon im vergangenen Jahr verdoppelt.

Das bedeute, dass sich die Zahl der Kindergarten- und Hortplätze, die gebraucht werden, aber auch in wenigen Jahren verdopple. Und nur ein paar Jahre später kommen die Kleinen in die Grundschule. Was statt drei oder vier sechs oder acht erste Klassen bedeute.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
20. 10. 2017
18:12 Uhr

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Herbert Scharf

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20. 10. 2017
18:12 Uhr



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