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Marktredwitz

Squaredancer stellen Rekord auf

250 Tänzer - so viele wie noch nie - kommen zum Rocky-Docky-Special nach Waldershof. Den Ton gibt ein Däne an.



Die Tänzer aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei hatten ein gemeinsames Ziel: sich besser kennenzulernen. Fotos: Michael Meier
Die Tänzer aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei hatten ein gemeinsames Ziel: sich besser kennenzulernen. Fotos: Michael Meier   » zu den Bildern

Waldershof - Ein ganz großes Rad hat am Wochenende der Waldershofer Square-Dance-Club "Wild Bunch" gedreht: Zur nunmehr 19. Auflage seines Rocky-Docky-Specials kamen 216 Gastteilnehmer von 79 Square-Dance-Clubs in die Jobst-vom-Brandt-Schule. "Zusammen mit unseren eigenen Mitgliedern waren an den drei Tagen rund 250 gut gelaunte Leute am Tanzen", freuten sich Präsident Klaus Haas und sein Stellvertreter Josef Steinkohl. Wie die beiden betonten, stellte diese große Zahl an Teilnehmern einen kleinen Rekord dar.

Die Squaredancer kamen aus allen Ecken Deutschlands inklusive Ruhrgebiet und Küste, aber auch aus Tschechien und der Slowakei. Die weiteste Anreise hatte eine Tanzgruppe aus der Wiener Neustadt. "Waldershof hat in der Square-Dance-Szene einen sehr guten Namen. Ein heute anwesender Club hat sogar das eigene Gartenfest sausen lassen, nur, um zu uns nach Waldershof zu kommen", betonte Klaus Haas. "Wir haben sehr gute Verbindungen nach Tschechien, gleich 13 Teilnehmer kamen von einem befreundeten Club aus Prag".

Sie alle hatten ein gemeinsames Ziel: Zusammen tanzen, Spaß haben und sich gegenseitig natürlich auch etwas besser kennenlernen. Und das geht explizit beim Squaredance in bester Weise. Denn hier tanzen jeweils vier Paare zusammen. Diese stehen zu Beginn jedes Tanzes auf den Linien eines gedachten Quadrates und bilden den sogenannten Square, woher der Sport auch seinen Namen hat. Meistens tanzen mehrere solcher "Squares" gleichzeitig, aber unabhängig voneinander. Die Figuren gehen fließend ineinander über, und die Tänzer wechseln ständig ihre Positionen und Tanzpartner, bis sie am Ende wieder mit ihrem ursprünglichen Partner auf der Ausgangsposition angekommen sind.

Dadurch sind die Tänze immer abwechslungsreich, machen Spaß und fördern die Konzentration sowie das Reaktionsvermögen. Die Reihenfolge, in der die gelernten Figuren getanzt werden, wird von einem sogenannten Caller bestimmt. Einem DJ gleich legt er Musik und die Choreographien fest. Und von diesen Koryphäen waren am Wochenende gleich drei Vertreter anwesend: Walter Stupping aus Österreich, David Dvorák aus Tschechien und Søren Lindergaard aus Dänemark sorgten für das geordnete Tanzen im Quadrat.

Letzterer plauderte für die Frankenpost auch etwas aus dem Nähkästchen. "Die Leute können nichts tanzen ohne den Caller, denn was ich denke, müssen sie tanzen", lautete die Zusammenfassung seiner überaus wichtigen Tätigkeit. Der gebürtige Däne ist Jahrgang 1965 und von Beruf IT-Manager. Aber seine Freizeit gehört nahezu komplett dem Squaredance. Er hat bereits in 31 Ländern auf der Welt angesagt und war in 30 Staaten in den USA in Sachen Calling unterwegs. Fragt man ihn, wie er eigentlich zu dieser ganz speziellen Form des Tanzens gekommen ist, lautet die Antwort: "Durch meine Familie". Denn ursprünglich war Søren Lindergaard aktives Mitglied eines weltweit agierenden Motorradclubs. Rein zufällig geriet er 1990 auf eine Squaredance-Veranstaltung. Er merkte jedoch an diesem Abend sehr schnell, dass seine Leidenschaft eigentlich der Tätigkeit eines Callers gehört. "Und nun feiere ich bereits mein 28. Jubiläum, bin im Jahr ehrenamtlich rund zehnmal in Europa sowie den USA unterwegs und spule dabei bis zu 20 000 Kilometer ab", freute sich der der sympathische Däne. Fragt man ihn nach seinem eindrucksvollsten Erlebnis, dann leuchten seine Augen und er erzählt von einem Auftritt als Caller in den USA, bei dem 5000 Square-Dancer auf der Tanzfläche waren. Und für alle Nachwuchs-Ansager hatte er auch noch augenzwinkernd einen Tipp parat: "Die ersten 25 Jahre als Caller sind die schlechtesten, dann wird es schon besser".

Ein weiterer, wichtiger Bestandteil des Rocky-Docky-Special darf hier keinesfalls unerwähnt bleiben: Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer des Vereins würde nämlich gar nichts gehen. Sie boten den ganzen Tag über Getränke sowie jede Menge Gaumenfreuden an und kümmerten sich um das persönliche Wohl der Gäste. "Es war alles so toll, und wir hatten ein wunderschönes, gemeinsames Wochenende. Allerdings hätten wir uns über etwas mehr Besuch und Aufmerksamkeit vonseiten der Waldershofer Bevölkerung gefreut", lautete die abschließende Bilanz von Josef Steinkohl.

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Michael Meier

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Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
17:22 Uhr

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Michael Meier

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12. 08. 2019
17:22 Uhr



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