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Marktredwitz

Stade Zeit in Haingrün beginnt

Die Waldweihnacht läutet den Advent im Marktredwitzer Stadtteil ein. Der Vorsitzende der Feuerwehr blickt auf das vergangene Jahr zurück.



Alle Jahre läutet die Haingrüner Waldweihnacht die stade Zeit bis zum Weihnachtsfest ein. Foto: pö.
Alle Jahre läutet die Haingrüner Waldweihnacht die stade Zeit bis zum Weihnachtsfest ein. Foto: pö.  

Haingrün - Ohne Schnee musste die Haingrüner Waldweihnacht am Abend vor dem ersten Advent auskommen. "Zum 19. Mal feiern wir unsere kleine Waldweihnacht in Haingrün", begann Feuerwehrvereinsvorsitzender Thomas Tröger. "Ist sie doch auch ein Zeichen, dass nun die stade Zeit beginnt und wir uns auf das Weihnachtsfest freuen dürfen."

Tröger nutzte die Feier, um einen kleinen Rückblick auf die zurückliegenden zwölf Monate zu werfen. Viele Veranstaltungen hatten demnach für Leben im kleinen Ort gesorgt. Hierfür dankte der Vorsitzende des Feuerwehrvereins. "Wir sind für jede zuverlässige Hand dankbar und ich freue mich, wenn wir 2019 wieder eine Fülle von Veranstaltungen halten können", bemerkte der Vorsitzende. Der Verein werde durch die vielen Aktivitäten nicht reich. Wie Tröger sagte, wurden für die Anschaffung eines Defibrillators für Haingrün die gesamten Festeinnahmen des vergangenen Jahres verwendet. "Wir wollen, dass auch in Zukunft ein reges Miteinander herrscht und kein Stillstand im Dorfleben entsteht", so Tröger.

Haingrün ist in Punkto schnelles Internet kein weißer Fleck auf der Karte mehr. 2018 wurde das lang umkämpfte Glasfaserkabel nach Haingrün verlegt und im kommenden Jahr soll es in Betrieb gehen. "Vielen ist es bereits aufgefallen: Die Beleuchtung konnte nach langer Wartezeit endlich wieder auf ihre ursprüngliche Helligkeit gebracht werden, was vor allem für Fußgänger von großem Vorteil ist", erklärte Tröger. Bürgermeister Horst Geißel überbrachte die Grüße von Oberbürgermeister Oliver Weigel und des Stadtrates. "Auch wenn die weiße Pracht fehlt, erstrahlt der höchste Ortsteil der Stadt Marktredwitz im hellen Licht und dürfte damit auch einer der schönsten sein", lobte Geißel. Nicht nur in der vorweihnachtlichen Zeit mache sich die gelebte Dorfgemeinschaft bemerkbar. Geißel lobte das ehrenamtliche Engagement und dass die Bewohner solche Veranstaltungen auch zu würdigen wüssten.

Pfarrer Andreas Kraft ging zunächst auf die Bedeutung des Advents ein und erzählte dazu eine kleine Geschichte von einem Wirt, der seinen altersschwachen Esel und einen Ochsen verkaufen wollte. Bevor der Interessent zu ihm kam, hatte er mit einem Paar Mitleid und bot ihm den Stall für die Nacht an. In der Nacht gebar die Frau ein Kind und legte es in die Krippe, die in dem Stall stand. Als Ochs und Esel das Kind entdeckten, wie es nackt auf dem Stroh lag und frieren musste, sprachen sie sich untereinander ab, das Kind mit ihrem Atem zu wärmen. Inzwischen war der Käufer der Tiere angekommen. Als er mit dem Wirt den Stall betrat, waren beide von dem Licht darin erschrocken und sie mussten erkennen, dass die Tiere nicht alt und gebrechlich dastanden, sondern in voller Pracht. So wie das Wunder, dass sich die Tiere in dieser Nacht unterhalten konnten, war die Wandlung von Ochs und Esel ein weiteres Wunder dieser Nacht. Natürlich trat der Wirt vom beabsichtigten Verkauf zurück. Pfarrer Kraft wollte damit sagen, dass man das eigentliche Weihnachtswunder nicht kaufen kann. "Man kann es nur erleben", sagte der Geistliche. Anschließend feierten die Gäste bei Bratwurst, Waffeln und heißen Getränken den Beginn der staden Zeit.

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Willi Pöhlmann
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Veröffentlicht am:
04. 12. 2018
17:36 Uhr

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04. 12. 2018
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