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Marktredwitz

Stadt erweitert Kanalnetz Rathaushütte

Wegen der JVA müssen neue Kanäle gebaut und zum Teil verlegt werden. Entlang des Griesbachs wird die Böschung auf einer Länge von 330 Metern abgeflacht.



Marktredwitz - Die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) im Industriegebiet Rathaushütte wirft ihre Schatten voraus. Ehe hier einmal Häftlinge hinter dicken Mauern einsitzen, muss die Stadt noch einige Voraussetzungen schaffen. Die Vergrößerung des Gewerbegebiets bei Lorenzreuth durch die JVA benötigt ein erweitertes Kanalnetz für Schmutz- und Regenwasser. "Wir müssen das zum Teil noch errichten und teilweise verändern", kündigte Sachbearbeiter Oskar Steinbrecher vom Tiefbauamt in der jüngsten Stadtratssitzung an. Im Zuge dieses Ausbaus soll auch der Griesbach umgestaltet werden.

Inklusive der JVA handelt es sich hierbei um eine Fläche von knapp 32 Hektar. Derzeit sind im Gewerbegebiet rund 6,5 Hektar bebaut. Während später auf die Gewerbequartiere knapp 30 Hektar entfallen, verbrauchen die Straßen eine Fläche von 1,26 Hektar, auf Geh- und Radwege entfallen 0,58 Hektar. Außerdem gibt es den Planungen zufolge 12,3 Hektar Grünflächen in dem Gebiet. Laut Steinbrecher entfällt das bisherige Regenrückhaltebecken in dem Gebiet. In der Industrie-Allee werde ein neuer Schmutzwasserkanal gebaut. "Die Planungen haben uns zwei Jahre lang beschäftigt", so der Sachbearbeiter. Für die Änderung des Entwässerungssystems zeichnet das Ingenieurbüro für Tiefbautechnik Wolf & Zwick verantwortlich.

Einher mit der Änderung des Entwässerungssystems als klassisches Trennsystem geht der Ausbau des Griesbachs, damit das Oberflächenwasser künftig in die Röslau eingeleitet werden kann. Nach Worten Steinbrechers gibt es einen Schmutzwasserkanal in der Heinrich-Rockstroh-Straße, einen Niederschlagswasserkanal in der Korbersdorfer Straße und einen Schmutzwasserkanal in der Industriestraße.

Zur Erlangung einer wasserrechtlichen Erlaubnis sei in den zurückliegenden Monaten die Änderung der Entwässerung auf ein "klassisches Trennsystem" mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof abgestimmt worden. "Die Entwässerung der bebauten Flächen funktioniert dann über ein Schmutz- und ein Regenwasserkanalnetz", verdeutlichte Steinbrecher.

Der Grießbach verläuft östlich des Bricks-Hotels und des BRK-Gebäudes vorbei am Sportplatz und durchfließt den ehemaligen Schwimmweiher, der heute ein Biotop ist. Ab hier werde der Grießbach naturnah umgestaltet. Das letzte verrohrte Stück bei der ehemaligen Kläranlage werde zu einem offenen Graben umgebaut.

Die Frage von Robert Sroka, CSU-Fraktionsvorsitzender, ob die Maßnahme einen Einfluss auf die Bewohner von Lorenzreuth hat, verneinte der Sachbearbeiter. Eine positive Sache sei allerdings, "dass es künftig keine Überschwemmungen der an den Griesbach angrenzenden Grundstücke mehr geben wird, wenn es stark regnet", versicherte Oskar Steinbrecher. Es gebe auch keinen Rückstau von der Röslau her kommend, in die der Griesbach mündet. Dieser werde bis zu neun Meter breit ausgebaut inklusive Bachbett und Böschung. Benötigt werde auf der Ausbaulänge von 330 Metern auch ein "Durchlassbauwerk", sprich Brücke, mit einer Breite von 1,90 Metern und sechs Metern Länge. "Der überfahrbare Bereich ist etwa fünf Meter lang."

Der Stadtrat stimmte der Entwurfsplanung zu und beauftragte die Verwaltung, die erforderlichen Genehmigungsverfahren beim Landratsamt Wunsiedel sowie beim Wasserwirtschaftsamt zu beantragen.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
26. 07. 2019
18:12 Uhr

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
26. 07. 2019
18:12 Uhr



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