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Suche nach bestem Wohnen im Alter

Pflege und Wohnprojekte sind die Themen beim Besuch von Staatssekretärin Carolina Trautner. Im Senioren-Servicehaus Neusorg macht sie sich ein Bild vom Arbeitsalltag.



Staatssekretärin Carolina Trautner stand den Fragen der Gäste bei der Veranstaltung zum Thema Pflege- und Wohnprojekte in der Region gemeinsam mit CSU-Landratskandidaten Roland Grillmeier und CSA-Kreisvorsitzenden Huberth Rosner (rechts) Rede und Antwort.	Foto: Dö.
Staatssekretärin Carolina Trautner stand den Fragen der Gäste bei der Veranstaltung zum Thema Pflege- und Wohnprojekte in der Region gemeinsam mit CSU-Landratskandidaten Roland Grillmeier und CSA-Kreisvorsitzenden Huberth Rosner (rechts) Rede und Antwort. Foto: Dö.  

Neusorg - Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum und Barrierefreiheit gehe alle etwas an, hat Huberth Rosner, Kreisvorsitzender der Christlich Sozialen Arbeitnehmerschaft (CSA), unterstrichen. Ins Senioren-Servicehaus Neusorg hatte die CSA Staatssekretärin Carolina Trautner als kompetente Ansprechpartnerin eingeladen, um die Themen zu vertiefen.

Die Landtagsabgeordnete betonte, dass es wichtig ist, Inklusion und Barrierefreiheit zu fördern. Deshalb gebe es gute Programme, die bei Bedarf unterstützen. Sie bot Hilfe zu den Fördermöglichkeiten an. Nach dem Rundgang durch die Einrichtung stand Carolina Trautner den Gästen Rede und Antwort.

Auf die Frage von Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier, wie solche Einrichtungen wie das Senioren-Servicehaus Neusorg finanziert werden, erklärte Martin Weiß als Vorsitzender der Geschäftsführung das Konzept über Kapitalanleger.

Der Mangel an Wohnplätzen für Senioren in Waldershof beklagte die Seniorenbeauftragte der Stadt. Ihr konnte die Staatssekretärin zusichern, dass es Finanzmittel für den Anschub von Bauprojekten gebe. Carolina Trautner vertrat die Auffassung, Senioren sollten an ihrem Wohnort bleiben können. Sie regte ferner Mehrgenerationenhäuser an, die gegenseitige Hilfe für alle Altersgruppen bieten.

Grillmeier betonte, dass auf die entsprechende Region zugeschnittene Förderungen nötig seien. Hier gelte es, neue Konzepte zu suchen. Martin Weiß vom Sozialteam warf auch die teilweise hohen Grundstückspreise als Hinderungsgrund für eine Senioren-Einrichtung in die Waagschale.

Mittel für Netzwerke hielt CSA-Kreisvorsitzender Huberth Rosner für erforderlich. Staatssekretärin Trautner unterstrich, Behinderte müssten die Möglichkeit zu selbstbestimmtem Leben haben. Im Nachtragshaushalt werde dafür Geld bereitgestellt. Werkstätten böten Arbeitsmöglichkeiten. Dennoch müssten Bemühungen folgen, damit Behinderte wieder auf den ersten Arbeitsmarkt kommen. Inklusionsämter würden dazu beraten.

Das Fehlen von Haus- und Fachärzten auf dem Land sprach Neusorgs Bürgermeister Günther Fütterer an. Trautner pflichtete ihm bei und erklärte, dass dieses Thema eine große Rolle spielt. Sie sprach von Stipendien für Medizin-Studenten, die sich auf dem Land niederlassen, als auch von einer Landarztquote. Es müssten Möglichkeiten und Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Den Einblick in die Arbeit in einem Seniorenheim, der den Gästen beim Rundgang durch die Einrichtung vermittelt wurde, lobte Grillmeier. Er unterstrich, die Kommunen müssten sich Gedanken über Konzepte machen. Weiter gelte es, Programme für eine Förderung zu finden und bürokratische Hürden abzubauen. Trautner sagte Förderung und ihre Unterstützung zu. Von Grillmeier durfte sie ein Porzellangeschenk in Empfang nehmen. Er betonte eingangs, dass es kein Musterkonzept für den ländlichen Raum gebe. Dieser entwickle sich weiter und es gelte, entsprechende
Wohnformen zu schaffen.

Die Form der Verbindung von Pflege und Senioren-Appartements sei ideal, erklärte Grillmeier. Dies habe Martin Weiß vom Sozialteam erkannt. Der Landkreis sei prinzipiell gut aufgestellt, jedoch fehlten Mischformen. Hier bilde das Sozialteam einen hervorragenden Partner.

Martin Weiß dankte allen für den Besuch der Veranstaltung und hob hervor, das Sozialteam sei mit dem Ministerium eng verbunden.

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Monika Dötterl
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Veröffentlicht am:
31. 10. 2019
17:36 Uhr

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Monika Dötterl

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Veröffentlicht am:
31. 10. 2019
17:36 Uhr



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