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Marktredwitz

Von der "Eiche" bis zur "Goasalm"

Das Buch über den Stadtteil Oberredwitz erinnert an so manche markante Gebäude, Einrichtungen und Bräuche. Passend dazu ist im Stadtarchiv eine Ausstellung zu sehen.



Auf den alten Fotos der Ausstellung "Oberredwitz" wurde so manch Bekanntes entdeckt. Fotos: Herbert Scharf
Auf den alten Fotos der Ausstellung "Oberredwitz" wurde so manch Bekanntes entdeckt. Fotos: Herbert Scharf   » zu den Bildern

Marktredwitz - Wer kann sich schon noch an das Oberredwitzer Schloss erinnern, das Traditionsgasthaus "Eiche", den Sportplatz am Reichelsweiher, auf dem der TVO Handball gespielt hat? An die Zeit, in der die Jägervilla, das herrschaftliche Haus der Porzellanfabrikantenfamilie noch ganz alleine stand, an die Textilfabrik Pöhlmann in der Max-Reger-Straße, die Kastner-Brauerei, das Vereinsleben in Oberredwitz, den Festzug auf der "Goasalm" und einen eigenen Bürgermeister?

Nur wenig mehr als 80 Jahre ist es her, dass Oberredwitz, bis dahin selbstständige Gemeinde, nach Marktredwitz eingemeindet wurde. Einige Jahre zogen sich die Verhandlungen über die Eingemeindung hin. 1934 wurden sie wieder aufgenommen und intensiviert. Schließlich einigte man sich 1937 darauf, dass die Stadt 15 000 Reichsmark für die Sanierung der Straßen auszugeben habe, die Gemeindebediensteten einstellen werde und so manche alte Steuer und Gepflogenheit noch einige Jahre übernehmen werde.

Festgehalten ist das alles in einem Büchlein, das das Marktredwitzer Stadtarchiv unter der Federführung seiner Chefin Edith Kalbskopf herausgegeben hat. Bei einer Buchvorstellung im Archiv in der Ottostraße wurde am Samstag das reich bebilderte Buch "Oberredwitz" vorgestellt und die dazugehörige Ausstellung im Archiv eröffnet.

Oberbürgermeister Oliver Weigel hieß zu der Buchvorstellung auch zahlreiche Gäste willkommen, darunter die Vertreter des Historischen Clubs und viele Oberredwitzer. Es ist ja "unser Buch", scherzte er als Neu-Oberredwitzer. Bei einer Ausstellung über Oberredwitz habe Uta Siegle die Herausgabe eines Büchleins angeregt, um an so manches Historische in dem Stadtteil zu erinnern.

Ausstellung und Buch zeigten doch, dass sich in Oberredwitz in den vergangenen Jahrzehnten einiges verändert habe, fuhr Weigel fort. Das Buch eigne sich gut als "Last-Minute-Geschenk" warb der Oberbürgermeister und bedankte sich bei Edith Kalbskopf und allen, die Bilder und Texte beigetragen haben.

Friedel Haubner vom Historischen Club erinnerte an eine Aufstellung im einstigen "Kaufhaus Thorn" am "Scharfen Eck", bei der der erste Gedanke an die Herausgabe eines Buches geboren wurde. Nachdem die drei Initiatoren des Historischen Clubs, Hermann Meier, Bernd Leutheusser und er bereits ihren 80. Geburtstag gefeiert haben und die Eingemeindung jetzt ja 80 Jahre her ist, habe man da erneut eingehakt.

Haubner kündigte außerdem ein nächstes Objekt für eine Ausstellung oder ein Büchlein an: Den Winkel, in dem er aufgewachsen ist und der mit dem Abriss des Parkhauses im kommenden Jahr erneut vor einem kompletten Wandel steht.

Im Namen seiner Mutter Uta Siegle überreichte Ulrich Siegle Blumen an die Stadtarchivarin, die maßgeblich zum Entstehen des Buches beigetragen habe.

Und bevor sich die zahlreichen Besucher im Stadtarchiv um die historischen Bilder der Ausstellung scharten und Erinnerung austauschten, erinnerte Edith Kalbskopf an so manchen Besuch im Bamberger Archiv, um Texte und alte Fotos von Oberredwitz zusammenzutragen, und bedankte sich auch bei ihren Helferinnen und Helfern, die zu dem Buch beigetragen haben.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
22. 12. 2019
16:58 Uhr

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Herbert Scharf

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Veröffentlicht am:
22. 12. 2019
16:58 Uhr



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