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Marktredwitz

Waldershof: Ulrik Katholing will auf den Chefsessel

Der parteilose Kandidat für das Bürgermeisteramt in Waldershof stellt seine Visionen im "Schaffnerlos" vor. Er will die erfolgreiche Arbeit von Friederike Sonnemann fortsetzen.



Tochter Klara gratuliert ihrem Papa Ulrik Katholing zur gelungenen Vorstellung als Bürgermeisterkandidat. Die Unterstützung seiner Familie hatte für Katholing oberste Priorität.	Foto: Oswald Zintl
Tochter Klara gratuliert ihrem Papa Ulrik Katholing zur gelungenen Vorstellung als Bürgermeisterkandidat. Die Unterstützung seiner Familie hatte für Katholing oberste Priorität. Foto: Oswald Zintl  

Waldershof - Die Anspannung ist aus den Gesichtern der Waldershofer Sozialdemokraten gewichen. Mit der Nominierung von Ulrik Katholing als Bürgermeisterkandidat hat im politischen Umfeld der Kösseinestadt niemand gerechnet.

Bei der Vorstellung des parteilosen Ulrik Katholing im Musikbahnhof "Schaffnerlos" vor über 50 interessierten Gästen - darunter auch Parteifreunde aus Marktredwitz, Pechbrunn und Fuchsmühl - machte SPD-Ortsvorsitzender Gerhard Greger deutlich, dass es nicht einfach war, einen geeigneten Kandidaten zu gewinnen. Für ihn wäre die optimale Lösung eine erneute Kandidatur von Friederike Sonnemann gewesen. Auf den 51-jährigen Katholing eingehend, sagte Greger: "Er hat uns gefunden, und wir sind begeistert von seinen Visionen für die Zukunft der Stadt."

Der gebürtige Lorenzreuther Katholing ging zu Beginn seiner Antrittsrede auf seine persönliche Situation ein. Der gelernte Elektromechaniker und Medizintechniker ist geschieden und Vater von zwei Kindern. Seine Tochter Klara besucht das Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz, und Sohn Hans steht vor dem Abschluss einer Lehre als Landwirt. Politisch sieht sich Katholing als unbeschriebenes Blatt, konnte aber durch seine Tätigkeit als Medizintechniker in verschiedenen Krankenhäusern Erfahrungen mit Verwaltungsabläufen sammeln.

Einen Namen hat sich Ulrik Katholing auch damit gemacht, dass er mit Freunden viel Zeit und Energie in die Renovierung und Wiederbelebung von alten Gebäuden - wie dem Musikbahnhof "Schaffnerlos" - investiert hat. Sein Organisationstalent bewies er bereits bei vielen überregionalen und regionalen Kultur-Veranstaltungen. Und selbstverständlich engagierte sich Katholing ehrenamtlich in Vereinen seiner ehemaligen Heimatgemeinde.

Seine zukünftige politische Arbeit stellt der Bürgermeisterkandidat unter die Überschrift: "Bewährtes erhalten, Verbesserungen umsetzen und mit Freude daran arbeiten." Und zu seiner Arbeitsweise versprach Katholing: "Als parteiloser Bürgermeister werde ich im Stadtrat auf alle Beteiligten vorbehaltlos zugehen und den Willen der Bürger von Waldershof vertreten."

Als wichtigste Aufgaben nennt Katholing für die nächsten Jahre die Innenstadtneugestaltung nach dem Bau der Umgehungsstraße. Er nahm dabei die Zuhörer mit auf einen virtuellen Gang durch den Markt, in dem sich Menschen begegnen, in einer Eisdiele und einem Irish-Pub ihre Gespräche führen oder in einem "Waldershofer Verpackungsfrei-Laden" ihre Einkäufe tätigen. Leerstand von Wohnraum wird es dort - wenn Besitzer und interessierte Neubürger sich einig werden - nach der Verkehrsberuhigung fast nicht mehr geben. Ein Mehrgenerationenhaus wertet den Markt zusätzlich auf. Mit dem Angebot der Kindergärten, die auf alle Fälle erhalten werden, der Schule vor Ort, den Ärzten und der Apotheke biete Waldershof ideale Voraussetzungen für junge Familien.

Unterstützen will Ulrik Katholing die zahlreichen Vereine mit ihrer "hervorragenden Jugendarbeit". Das Kösseinebad möchte er als Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste noch weiter aufwerten. Das gleiche gelte für den von allen Generationen genutzten Stadtpark. Die Jobst-vom-Brandt-Schule ist und bleibt für den Bürgermeisterkandidaten eine Vorzeigeschule, die energetisch und behindertengerecht auf den neuesten Stand zu bringen sei.

Eine Lanze bricht Katholing für die Feuerwehren vor Ort, "die selbstlos anderen Menschen helfen und dazu eine gute Ausrüstung brauchen". Im Musikbahnhof "Schaffnerlos" soll es ein Projekt "Junges Gemüse" geben, bei dem Jugendliche jeden Freitag ihr eigenes Programm gestalten können. "Und bei all diesen Projekten und Maßnahmen, die ich in Zukunft treffen darf, werde ich immer meine umweltverträglichen Gedanken weiterentwickeln in der Hoffnung, das Leben auf diesem Planeten für nachfolgende Generationen nicht nachteilig beeinflusst zu haben", ergänzte Katholing.

Zur Arbeit im Rathaus verdeutlichte der Bürgermeisterkandidat: "Parteilos und unvoreingenommen, eben einer, der keine alten Geschichten kennt, so werde ich auf alle Personen zugehen." Und zum Abschluss sagte Ulrik Katholing, dem Optimismus, Freude und Tatendrang trotz Rückschlägen nie abhanden gekommen seien: "Das Leben ist bunt, bunter als die Farben des Geldes und farbenprächtiger als die Farben der Parteien auf ihren Fahnen. Bunt sind die Gespräche, die Menschen miteinander führen. Lassen Sie uns die jeweils farbenprächtigste Lösung finden."

Neben Bürgermeisterin Sonnemann und Ortsvorsitzendem Gerhard Greger gehörte Tochter Klara zu den ersten Gratulanten. Zur Musik von Annika Teubner, Adina Schöffel und Leon Neudert auf der Terrassen-Bühne stellte sich Ulrik Katholing den Fragen der zahlreichen Besucher.

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Oswald Zintl
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Veröffentlicht am:
08. 08. 2019
15:38 Uhr

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Oswald Zintl

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Veröffentlicht am:
08. 08. 2019
15:38 Uhr



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