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Marktredwitz

Weihnachtsklassiker verzaubert Publikum

Das Amateurtheater Marktredwitz-Dörflas bringt das bekannteste Werk von Charles Dickens auf die Bühne. Die Wandlung des Ebeneezer Scrooge sorgt für Begeisterungsstürme.



Die Verwandlung von Ebenezer Scrooge versetzt alle in Staunen (von links): Bettina Seidel (Julie), Rainer Schmidkonz (Fred), Harald Eichner (Ebenezer Scrooge), Hanna Eichner (Spendensammlerin), Heinz Wölfel (Bob Cratchit), Elke Schöffel (Mrs. Cratchit), Philipp Kastner (Tiny Tim) und Yulia Vidovski (Martha Cratchit).	Fotos: Daniela Hirsche
Die Verwandlung von Ebenezer Scrooge versetzt alle in Staunen (von links): Bettina Seidel (Julie), Rainer Schmidkonz (Fred), Harald Eichner (Ebenezer Scrooge), Hanna Eichner (Spendensammlerin), Heinz Wölfel (Bob Cratchit), Elke Schöffel (Mrs. Cratchit), Philipp Kastner (Tiny Tim) und Yulia Vidovski (Martha Cratchit). Fotos: Daniela Hirsche   » zu den Bildern

Marktredwitz - Mit einer schauspielerisch grandiosen Leistung hat das Amateurtheater Marktredwitz-Dörf-las am Samstagabend sein Premierenpublikum in der voll besetzten Dörflaser Turnhalle begeistert. Die bis ins kleinste Detail stimmige Aufführung der weltbekannten Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens "Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge" verzauberte die Zuschauer und zog Alt und Jung bis zum Schluss in ihren Bann. Die Mimen, von denen manche an diesem Abend sogar in zwei Rollen schlüpften, setzten die Gemütslagen ihrer Figuren so überzeugend in Szene, dass bei den Zuschauern vor Rührung teilweise sogar Tränen flossen.

Bei seiner Begrüßung freute sich Theaterleiter und Regisseur Jürgen Bauer über das "volle Haus" und darüber, dass für die folgenden Aufführungen bereits sehr viele Karten verkauft seien. Unter den Gästen begrüßte er seinen Vorgänger Kurt Rodehau, die Sponsoren und die Mitglieder der befreundeten Theatergruppe aus Förbau. Der Dank Bauers galt den Akteuren und der Crew hinter der Bühne, die dazu beitrügen, diesen Theaterabend zu zaubern. Und Zauberhaftes - im wahrsten Sinne des Wortes - hatten sich Bühnenbauer, Techniker sowie Maskenbildner und Kostümgestalterin für diese Aufführung wahrhaftig einfallen lassen: Wie von Geisterhand kamen und verschwanden mittels einer beweglichen Wand Szenen aus Scrooges Erinnerung und der Zukunft. Einfallsreiche technische Effekte und fantasievolle Kostüme taten ihr Übriges, um die Metamorphose des Ebenezer Scrooge vom kaltherzigen, griesgrämigen Geizkragen zu einem großzügigen, gütigen Menschen, der sich die Weihnachtsbotschaft zu eigen macht, brillant zu inszenieren.

Zum Inhalt: Für Geldverleiher Ebenezer Scrooge (Harald Eichner) ist Weihnachten einfach nur Humbug. Er empfindet gegenüber seinen Mitmenschen keinerlei Empathie, was vor allem sein Angestellter Bob Cratchit (Heinz Wölfel), seine Schuldnerin Carolin Wilkins (Martina Nachbar) sowie die Spendensammlerin (Hanna Eichner) oder ein singendes Kind (Leonie Fischer) drastisch zu spüren bekommen. Doch diesem Treiben des eingeschworenen Weihnachtshassers Scrooge will sein verstorbener Geschäftspartner Jacob Marley (Thomas Meyer) ein Ende setzen. Marley’s Geist ermahnt ihn, sich zu bessern. Anschließend erhält Scrooge noch Besuch von den Geistern der vergangenen (Elke Schöffel), der gegenwärtigen (Robert Sroka) und zukünftigen Weihnacht (Susanne Zimmert), die ihm drastisch vor Augen führen, welch schlimmes Ende ihm bevorsteht, wenn er sich nicht ändert. Zusammen mit dem Geist der vergangenen Weihnachten sieht er sich als kleinen Jungen (Philipp Kastner) mit seiner ehemaligen Lehrerin Mrs. Miller (Anke Kastner) und seiner früh verstorbenen Schwester Fanny (Anna Kastner). Er wird noch einmal an seinen ehemaligen liebenswerten Chef William Fezziwig (Jürgen Bauer) und dessen Frau (Martina Nachbar) erinnert. Auch die Trennung von seiner Verlobten Belle (Scrooge als junger Mann: Rainer Schmidkonz mit Yulia Vidovski) erlebt er in einer herzzerreißenden Szene erneut. Der gut gelaunte Geist der gegenwärtigen Weihnacht (Robert Sroka) zeigt Scrooge, wie die Menschen um ihn herum das Weihnachtsfest feiern. Da ist sein Neffe Fred (Rainer Schmidkonz), der ihm am Weihnachtsabend zu gern seine Frau Julie (Bettina Seidel) vorgestellt hätte oder aber Bob Cratchit, der mit Frau (Elke Schöffel), Tochter Martha (Yulia Vidovski) und dem kranken Sohn Tiny Tim ( Philipp Kastner ) ein eher bescheidenes Festmahl einnimmt. Der furchterregende Geist der zukünftigen Weihnacht (Susanne Zimmert) hat schließlich keinen erfreulichen Ausblick zu bieten, sollte sich der Geizhals Scrooge nicht ändern. Am Weihnachtsmorgen erwacht der geläuterte Ebenezer Scrooge schließlich als ganz neuer Mensch: Er kann sich wieder am Leben und an Weihnachten erfreuen und setzt seine guten Vorsätze gleich in die Tat um. "Fröhliche Weihnachten uns allen!", ruft er seinen Gästen zu, als sein Neffe Fred mit Frau und die Familie Cratchit schließlich um den riesigen Weihnachts-Truthahn versammelt sind. "Man soll die Hoffnung nie aufgeben", erkennt Tiny Tim fröhlich.

Das Publikum bedankte sich für die gelungene Einstimmung auf das Weihnachtsfest mit langem Applaus. Wer sich vom Amateurtheater Marktredwitz-Dörflas mit der Weihnachtsgeschichte ebenfalls verzaubern lassen möchte, sollte sich schnell noch Karten für die beiden weiteren Aufführungen am kommenden Wochenende sichern.

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Gespielt wird "Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge" wieder am Freitag, 7. Dezember, und Samstag, 8. Dezember, jeweils um 19.30 Uhr in der Turnhalle in Dörflas.

Autor

Daniela Hirsche
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
03. 12. 2018
16:48 Uhr

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Daniela Hirsche

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03. 12. 2018
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