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Marktredwitz

Wer tritt gegen Oliver Weigel an?

In einem Jahr sind Kommunalwahlen: Hinter verschlossenen Türen wird auch in Marktredwitz bereits verhandelt. Weitere Oberbürgermeister-Kandidaten sind nicht in Sicht.



Werden die Parteien in Marktredwitz einen Bürgermeisterkandidaten stellen oder bleibt der amtierende Oliver Weigel von der CSU konkurrenzlos? Noch halten sich die Stadtratsfraktionen darüber bedeckt. Grafik: Frankenpost, Foto: Stadt Marktredwitz
Werden die Parteien in Marktredwitz einen Bürgermeisterkandidaten stellen oder bleibt der amtierende Oliver Weigel von der CSU konkurrenzlos? Noch halten sich die Stadtratsfraktionen darüber bedeckt. Grafik: Frankenpost, Foto: Stadt Marktredwitz  

Marktredwitz - Bis zu den nächsten Kommunalwahlen ist es gerade noch ein Jahr. Anvisiert ist der 15. März 2020. Nicht mehr so viel Zeit, um neue Leute anzuwerben und für die Kommunalpolitik zu begeistern. Zumal einige Parteien eine Verjüngung des Stadtrats anstreben.

Während auf Landkreisebene bereits der Bad Alexandersbader Bürgermeister Peter Berek von der CSU seinen Hut für die Landratswahl in den Ring geworfen hat und auf das Wohlwollen der Landkreis-CSU gestoßen ist, wird es auch in der Kreisstadt Wunsiedel interessant. Dort hat sich der 29-jährige Wirtschaftsförderer von Weiden, Nicolas Lahovnik, für eine Kandidatur beworben, nachdem Karl Willi Beck nicht mehr kandidiert.

Auch wenn es noch nicht ganz offiziell ist, so wird der in Wunsiedel beheimatete 29-Jährige wohl von der CSU nominiert. Bedeckt hält sich noch die SPD, die vor Beck immerhin viele Jahre den Bürgermeister in Wunsiedel gestellt hat.

Ruhig ist es derzeit noch in Marktredwitz. Zumindest öffentlich. Dass Oberbürgermeister Oliver Weigel noch einmal antritt, dürfte sicher sein. Seine Partei, die CSU, hat er hinter sich. Stefan Roßmayer, Vorsitzender der Marktredwitzer CSU, unterstreicht, dass Weigel der Kandidat der CSU ist und bleibt. Auf der Stadtratsliste strebe man eine deutliche Verjüngung der Kandidaten an.

Und es gibt bereits einen "Fahrplan" für die Nominierung. Bereits am 17. Februar trifft sich die CSU Marktredwitz zur Jahreshauptversammlung mit Wahlen. Eine Woche später tagt der Brandner CSU-Verein. Erst dann, so Roßmayer, werde man sich zusammensetzen und über die Stadtrats- und Kreistagsliste beraten.

Anders bei der SPD. Zwar habe man sich schon darüber unterhalten, erklärt Vorsitzende Gisela Wuttke-Gilch, konkret aber sei noch gar nichts. Schließlich bleibe noch genügend Zeit. Abgegeben werden müssten die Listen frühestens im September.

Das bestätigt auch Klaus Haussel, Fraktionsvorsitzender der SPD und bei den letzten OB-Wahlen Gegenkandidat von Weigel. Sollte die SPD einen Kandidaten stellen, werde man den auch zeitgerecht vorstellen.

Die Freien Wähler haben sich bei einer Vorstandssitzung im Januar vorberaten, erklärt FW-Vorsitzender Hans-Frieder Roblick. Konkret aber werde es frühestens Ende Februar. Immerhin gelte es, 24 Bewerber auf der FW-Liste zu präsentieren. Da Stadträte ausscheiden, müsse man neue Bewerber ansprechen. Einiges deute darauf hin, dass sich die Freien Wähler, wie bei der vergangenen Kommunalwahl, für den amtierenden OB aussprechen werden.

Ähnlich wird es wohl bei Pro Mak laufen. Die Vereinigung hat derzeit zwei Stadtratssitze und unterstützt den amtierenden Oberbürgermeister weitgehend. Das erste Treffen, bei dem es um die neue Liste geht, findet in der kommenden Woche statt, erklärt Sprecherin Sabine Schultheiß.

Noch zu früh ist die Frage auch für das "Junge Rawetz". Stadträtin und Sprecherin Martina Bartmann hält sich auf Anfrage der Frankenpost noch bedeckt. Frühestens in einem Monat gebe es dazu eine Aussage.

Und auch bei den Grünen ist es zur Kommunalwahl noch lange hin. Man habe zwar schon darüber gesprochen, konkret aber werde es erst in den kommenden Wochen, erklärt Vorstandsmitglied Wilfried Kukla: "Wir lassen uns noch ein bisschen Zeit."

Ihre Kandidatur für die Gremien in den einzelnen Gemeinden hat die Vereinigung für eine "Große Landstadt" bereits bei ihrer Vorstellung angekündigt. Bernd Leutheusser, einer der Initiatoren, weist auf die Gründungsversammlung des Trägervereins am 15. Februar um 19 Uhr im Autohof bei Thiersheim hin. Nach der Gründung werde man versuchen, in den 42 Kommunen der "Landstadt" Fuß zu fassen. Wie berichtet, liegt der Gründung die Idee einer Großen Landstadt mit 42 Kommunen des Fichtelgebirges zugrunde, die in München mit einer Stimme auftreten kann.

Zu rechnen ist im kommenden Jahr auch mit der AfD. Gerd Kögler, Vorsitzender der AfD Fichtelgebirge, kann heute schon sicher sagen, dass die Partei auf Landkreisebene eine Liste stellen wird. Noch unklar sei es, wie die AfD in Marktredwitz und Wunsiedel vorgehen wolle. Hier strebe man im März eine Lösung an. Der erste Schritt dazu ist die Gründung einer Ortsgruppe. Ob das eine eigene Gruppe für jede Stadt oder eine gemeinsame für beide Städte werde, sei noch nicht entschieden. Dann erst werde auch über Kandidaten für die Kommunalwahl entschieden, sagt Kögler. Fakt sei aber, dass sich die AfD auch auf kommunaler Ebene etablieren und in den Stadt- und Gemeinderäten mitmischen wolle.

Autor

Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
19:30 Uhr

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Herbert Scharf

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08. 02. 2019
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