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Marktredwitz

Wie sich der Kirchpark wandelt

Zum Tag des offenen Denkmals putzt sich eine Grünfläche mit Geschichte heraus: Der Park zwischen der Grundschule und dem Martin-Schalling-Haus zeigt sein neues Gesicht.



Stellten im Kirchpark den Spiel-Löwen vor, den Kinder mit Mosaik gestalten dürfen: Martina Prucker vom Bauamt, Stadtarchivarin Edith Kalbskopf, Manuela Popp, Leiterin des Martin-Schalling-Hauses, Hannes Kohrhammer vom Diakonischen Werk Selb-Wunsiedel, Pfarrer Klaus Wenning, Landschaftsarchitektin Marion Schlichtiger, die Stadtplaner Alexander Rieß und Inka-Maria Zeis, Landschaftsarchitektin Anne Plötz sowie Oberbürgermeister Oliver Weigel. Foto: Bri Gsch
Stellten im Kirchpark den Spiel-Löwen vor, den Kinder mit Mosaik gestalten dürfen: Martina Prucker vom Bauamt, Stadtarchivarin Edith Kalbskopf, Manuela Popp, Leiterin des Martin-Schalling-Hauses, Hannes Kohrhammer vom Diakonischen Werk Selb-Wunsiedel, Pfarrer Klaus Wenning, Landschaftsarchitektin Marion Schlichtiger, die Stadtplaner Alexander Rieß und Inka-Maria Zeis, Landschaftsarchitektin Anne Plötz sowie Oberbürgermeister Oliver Weigel. Foto: Bri Gsch  

Marktredwitz - Der Fortschritt im Spiegel des Kirchparks: So lässt sich umschreiben, was die Verantwortlichen am Sonntag, 9. September, mitten in Marktredwitz zeigen möchten. Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet" beteiligt sich die Stadt mit einer Grünfläche, die gerade an die heutigen Erfordernisse angepasst wird.

Bei Führungen und Baustellenbegehungen können Interessierte viel über die lange Geschichte und die aktuelle Neugestaltung des Kirchparks erfahren. Stadtarchivarin Edith Kalbskopf erinnerte bei einem Ortstermin an die einzelnen Epochen. Von 1603 bis 1901 diente das Gelände als offizieller städtischer Friedhof. Die Martin-Luther-Straße gab es damals noch nicht, nur einen kleinen Durchgang zur Kirche.

Wegen des Bevölkerungszuwachses, den die Industrialisierung mit sich brachte, reichte die Fläche nicht mehr aus - der Friedhof zog an seinen heutigen Standort um, berichtet die Archivarin. 1953 entstand eine Grünanlage, bis in die 1970er Jahre entwickelte sich ein romantischer Park. Reste der Friedhofmauer seien teilweise erneuert worden. Bis heute finden sich im Gelände fragmentarisch erhaltene Grabplatten aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Dann verschwanden die Bürgergesellschaft und ein Schulgebäude - es entstand das Martin-Schalling-Haus, das in einem Teil des früheren Parks hineinragt, informierte die Stadtarchivarin. 1975 bis 1976 sei der Kirchpark in der bislang bekannten Form angelegt worden.

Nun sei die Neugestaltung im Gange - zum Tag des offenen Denkmals solle vieles schon abgeschlossen sein, erklärte Oberbürgermeister Oliver Weigel bei dem Ortstermin. Er freute sich darüber, ausgerechnet zum 25. Jubiläum des Tags des Denkmals in Marktredwitz einen Ort mit großer Vergangenheit präsentieren zu dürfen.

Der obere Teil mit dem Spielplatzbereich werde bis zum 9. September fertig sein, versprach Landschaftsarchitektin Marion Schlichtiger vom gleichnamigen Büro. Hier gebe es eine Kletterwand, ein Zauber-Karussell, eine Wippe, eine Nestschaukel, einen Niederseil-Parcours, eine Boulebahn sowie einen Spiel-Löwen. Bis zum Tag des Denkmals sei der Tier-Rohling fertig, später verzierten Schüler unter Anleitung der Künstlerin Annette Hähnlein aus Röslau den Löwen mit Mosaik. Zudem soll es in dem modernisierten Park künftig ein Schachspiel und eine Spieltischgruppe geben, erklärte Marion Schlichtiger.

Geplant seien auch Hochbeete, die Kinder und Bewohner des Martin-Schalling-Hauses gemeinsam bepflanzen könnten. Erhalten bleibe in der neuen Gestaltung die Gruftkapelle der Familie von Glass. Das Bauwerk mit Säulenportikus entstand zwischen 1820 bis 1830.

Zum diesjährigen Tag des Denkmals gibt es in Marktredwitz nicht nur Baustellenbegehungen und Führungen, sondern auch eine kleine Ausstellung im Martin-Schalling-Haus. Schautafeln verweisen auf die Geschichte des alten Gottesackers. Um die Bewirtung der Gäste kümmert sich am 9. September das Team des Imbisswagens "Mama Luca" der evangelischen Kirchengemeinde.

Oberbürgermeister Oliver Weigel eröffnet den Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, um 11 Uhr im Marktredwitzer Kirchpark. Um 11.15 Uhr und um 14 Uhr beginnen die Führungen mit Landschaftsarchitektin Anne Plötz vom Büro Schlichtiger; im Martin-Schalling-Haus beleuchten Schautafeln die Geschichte.

Da bisher nur wenige Fotos von früher vorliegen, bittet Stadtarchivarin Edith Kalbskopf alle Marktredwitzer, die Bilder oder Dokumente aus der Geschichte des Kirchparks besitzen, sich mit dem Stadtarchiv in der Ottostraße 3, Telefonnummer 09231/501112, in Verbindung zu setzen oder ein E-Mail zu schreiben an edith.kalbskopf@marktredwitz.de.

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Brigitte Gschwendtner
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
15. 08. 2018
16:06 Uhr

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Brigitte Gschwendtner

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15. 08. 2018
16:06 Uhr



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