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Marktredwitz

Wohnmobilisten auf dem Vormarsch

Der neue Stellplatz an den Drei Bögen erfreut sich größter Beliebtheit. Die Tourist-Info freut sich über ein Plus bei den Urlaubern. Wandern und Radeln stehen hoch im Kurs.



Dominik Hartmann und Kerstin Brunner geben Urlaubern gerne Tipps für die Ferien in Marktredwitz und im Fichtelgebirge. Foto: Peggy Biczysko
Dominik Hartmann und Kerstin Brunner geben Urlaubern gerne Tipps für die Ferien in Marktredwitz und im Fichtelgebirge. Foto: Peggy Biczysko   » zu den Bildern

Marktredwitz - "Das ist wirklich außergewöhnlich bei euch, ihr bietet einen super Service." Kerstin Brunner von der Tourist-Information zitiert einen Urlauber, der erst in der vergangenen Woche sein Quartier in Marktredwitz aufgeschlagen hatte. Und zwar in den eigenen vier Wänden. Der Tourist kam mit seiner Frau aus Ulm ins Fichtelgebirge und hatte von der guten Lage des Stellplatzes für Wohnmobile an den Drei Bögen gehört. "Ihr habt nicht zu viel versprochen", habe ihr der Gast versichert. Kerstin Brunner verdeutlicht, dass Wohnmobilisten in Marktredwitz lediglich für Strom, Wasser und Entsorgung zahlen müssten, nicht aber für den Stellplatz. "Das spricht sich über den Flurfunk schnell herum, da brauchen wir gar nicht viel Werbung zu machen."

Ohne Gepäck durch Wald und Flur

Wandern ohne Gepäck ist der Renner in der Tourist-Information Marktredwitz. "Rund um unsere Stadt erlebt der Wanderer beeindruckende Granitformationen, Aussichtstürme, Felsen, Moore und Täler", sagt Kerstin Brunner. "Vor allem Hundebesitzer nehmen die beiden Touren gerne an", betont sie. Zu 99 Prozent hätten die Wanderer ohne Gepäck einen Hund dabei. Die Hoteliers und Pensions-Besitzer kümmerten sich um den Transport des Gepäcks. Die Wanderer werden ausgerüstet mit Karten und allen notwendigen Informationen. Hier die beiden Touren:

Zwei Tausender in drei Tagen: Hier erleben die Wanderer das Fichtelgebirge auf dem Höhenweg mit seinen höchsten Bergen. Die Tour beginnt in Weißenstadt, führt über Tröstau nach Fichtelberg und wieder zurück nach Weißenstadt. Diese Tour beinhaltet vier Übernachtungen.

Aussichtsfelsen, Moore und Flusstäler: Diese Tour startet in Marktredwitz und führt über die Kösseine und das Felsenlabyrinth nach Bad Alexandersbad, weiter geht es nach Marktleuthen und Hohenberg entlang der idyllischen Flusstäler von Eger, Röslau und Kösseine wieder zurück nach Marktredwitz. Hier wird fünfmal übernachtet.

 

Doch nicht nur Wohnmobilisten - "wir haben zwölf Stellplätze" -, die die Nähe zu Freibad, Auenpark und Stadt schätzen, haben Marktredwitz und das Fichtelgebirge für sich entdeckt. "Wir verzeichnen in diesem Jahr generell eine leichte Steigerung der Urlauberzahlen", sagt Dominik Hartmann, Leiter der Tourist-Information. "Urlaub in Deutschland, auch im Fichtelgebirge, ist beliebt - Tendenz steigend."

 

Auf dem Vormarsch sind laut Hartmann auch Radfahrer, vor allem jene, die mit dem E-Bike längere Touren unternehmen. "Die kommen spontan zu uns in die Tourist-Info, um nach einem Zimmer zu fragen." Ein ausgesprochenes Radler-Hotel könne man leider nicht anbieten, "das wäre noch eine tolle Sache", meint der Chef der Tourist-Info. Aber man vermittle sie eben an die Hotels oder in Ferienwohnungen in der Stadt. Weniger Anklang bei den Urlaubern finde das neue "Bricks"-Hotel, "zumal die Urlauber meist 50 plus seien, die gediegenere Hotels einem sehr modernen vorziehen würden. "Das ,Bricks’ hat dafür die perfekte Lage für Geschäftsreisende", weiß Dominik Hartmann.

Auf die Übernachtungszahlen in Marktredwitz wirken sich auch die Luisenburg-Festspiele aus, wie Kerstin Brunner bestätigt. Doch das größte Interesse hätten die Urlauber, die hierher kommen, am Wandern und Radfahren. "Bei uns in der Stadt kommt der historische Stadtrundgang besonders gut an, weshalb wir den Prospekt dazu auch in Tschechisch gedruckt haben." Beiblätter gebe es sogar in Italienisch, Holländisch und Französisch, zumal sich Gruppen aus den Partnerstädten von Marktredwitz ebenfalls gern auf historische Spurensuche machten. Auch die "Lebendige Stadtgeschichte", bei der an bedeutenden Schauplätzen der Stadt Darsteller in aufwendigen Kostümen historische Persönlichkeiten mimen, stoße auf großes Interesse. "Marktredwitzer Geheimnisse" und letztlich der Krippenweg um die Weihnachtszeit seien weitere spezifische Angebote, die Besucher wie Einheimische wahrnähmen.

Natürlich geben die Beschäftigten der Tourist-Info auch jede Menge Tipps für Unternehmungen im Fichtelgebirge, wie Kerstin Brunner versichert. "Der Wildpark in Mehlmeisel oder der Greifvogelpark in Wunsiedel begeistern die Urlauber." Unbedingt ins Programm eines Besuchers gehöre das Felsenlabyrinth, "weil das eben so typisch ist für unser Fichtelgebirge". Der Klassiker schlechthin sei die Basilika in Waldsassen samt Bibliothek. "Gern besucht wird auch die Straußenfarm Mitterhof bei Waldsassen", betont Brunner. "Das ist ein schöner Erlebnishof."

In Marktredwitz stehe natürlich unbedingt ein Besuch des Egerland-Museums ganz obenan. Auch der Auenpark sei ein beliebtes Ziel, ebenso eine Wanderung auf den 24-Örter-Stein. Interessant sei ein Besuch des Schnapsmuseums. Das Porzellanikon in Selb sei selbstverständlich immer einen Besuch wert. "Auch nach Werksverkäufen erkundigen sich Besucher, die etwas länger verweilen." Und wer schon mal Urlaub in Marktredwitz und im Fichtelgebirge macht, der unternehme gerne einen Abstecher ins benachbarte Tschechien. "Da stehen natürlich die Bäder und die Stadt Eger im Fokus", weiß Kerstin Brunner. Gefragt sei auch der Goldsteig.

"Viele Touristen kommen aus Baden-Württemberg", sagt die Fachfrau aus der Tourist-Info. Momentan entdeckten die Berliner das Fichtelgebirge wieder - "mittlerweile die Kinder, die damals schon hier waren, und heute mit ihren eigenen anreisen". Auch Gäste aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie aus Hessen seien heuer vermehrt nach Marktredwitz gekommen. "Die Bayern natürlich nicht zu vergessen." Viele würden gerade in Marktredwitz das Sightseeing mit dem Einkaufen verbinden.

Die Tourist-Info rührt dafür eifrig die Werbetrommel, nimmt regelmäßig an Touristik-Messen in ganz Deutschland teil, um die Menschen vom Mehrwert eines Urlaubs im Fichtelgebirge zu überzeugen.

Autor
Peggy Biczysko

Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
10. 09. 2019
16:32 Uhr

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
10. 09. 2019
16:32 Uhr



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