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Marktredwitz

Zahlreiche Ideen für den "Winkel"

Zwölf Architekturbüros bringen ihre Ideen für eine Neugestaltung zu Papier. Die zwei ersten Preise gehen an Marktredwitzer Architekten.



Marktredwitz - Der Winkel soll ein neues Gesicht bekommen. Wie berichtet, wird das Parkhaus mit Nebengebäuden abgerissen, weil eine Sanierung teurer käme als ein Neubau. Im Zuge der Neuordnung mitten in der Stadt hat der Stadtrat beschlossen, einen Architekturwettbewerb auszuloben.

Zwölf Büros wurden dazu eingeladen, ihre Ideen auf dem Reißbrett festzuhalten. Natürlich in einem vorgegebenen Rahmen, der mit Bürgerbeteiligung bei mehreren Treffen festgelegt wurde.

In der Stadtratssitzung vom Dienstag stellten nun Oberbürgermeister Oliver Weigel und Stadtbaumeister Stefan Büttner die drei Siegerarbeiten vor. Unter den ersten drei Preisträgern waren immerhin zwei Marktredwitzer Architekten.

Der erste Preis ging an den Marktredwitzer Architekten Thomas Sticht, der den Entwurf zusammen mit dem Landschaftsarchitekturbüro lf Ideenfinden aus Wunsiedel eingereicht hatte. Den zweiten Preis bekamen "Kuchenreuther Architekten Stadtplaner" zusammen mit der Landschaftsarchitektin Marion Schlichtinger aus Wunsiedel. Platz drei belegt das Architekturbüro "Berger Architekten Bdb" aus Rotthalmünster zusammen mit "Lynen & Dittmar Stadtplaner" aus Freising.

Öffentlich vorgestellt werden die Pläne im Detail am heutigen Donnerstag bei einer Ausstellungseröffnung im Winkel 1. Im ehemaligen "Kaufen und Wohnen" ist sie dann täglich von 12.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.

Die Planer haben sich einiges einfallen lassen, um das Stadtquartier vom Malzhaus bis zum La Mure Platz mit Wohnungen, aber auch Freiräumen für eine bessere Aufenthaltsqualität nach dem Abbruch des Parkhauses wieder zu neuem Leben zu erwecken. Auch die "Winkelmühle" soll etwas mehr Platz bekommen und wirken. Das Thema Wasser kann mit einem durchfließenden Bach bedient werden.

Der zweite Preisträger hat ohne das Parkhaus geplant. Das Gebäude, das seit Jahren leer steht und für das bisher keine geeignete Verwendung gefunden wurde, fällt bei diesem Entwurf weg und öffnet den Winkel hin zum Stadtpark. Gleichzeitig gibt es Bäume am La-Mure-Platz, der damit auch Gastronomen ein attraktives Fleckchen bietet.

Beim ersten Preis wurden die Gewölbe des Malzhauses erhalten und mit einem Neubau darauf verbunden. Er sieht eine Bebauung des Quartiers mit Wohnungen vor, lässt aber auch viel Freiraum. Eine Tiefgarage bietet 110 Stellplätze an der Leopoldstraße, die immerhin einen Verkehrsfluss von 15 000 bis 17 000 Fahrzeugen aufweist. Die Parkplätze, so der Stadtplaner auf Nachfrage, sind sowohl für Anwohner als auch als öffentliche Mittel vorgesehen.

Und wie geht es weiter? Wie berichtet, ist der Abriss des Parkhauses für das Jahr 2020 vorgesehen. Um das Bebauungsplanverfahren zu eröffnen, wird wohl ein Vertrag mit dem ersten Preisträger geschlossen. Dann ist erneut der Stadtrat am Zug. So viel aber ist schon bekannt: Auch für die Fläche im Winkel gibt es ein reges Interesse seitens Investoren, die dort bauen wollen.

Lob aus dem Stadtrat gab es außerdem für die Tochtergesellschaft Stewog und ihren Geschäftsführer Mario Wuttke. Der Jahresabschluss der Wohnungsbaugesellschaft schließt für das Jahr 2017 mit einer Bilanz von 26,5 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von 632 461 Euro.

Die Stewog verfügt immerhin über 914 Wohnungen, 159 Garagen und sechs gewerbliche Einheiten. Sie weist eine Eigenkapitalquote von 44,7 Prozent, Eigenmittel von 47,5 Prozent und Verbindlichkeiten (Darlehen) von 52,5 Prozent (13,9 Millionen Euro) auf.

Die Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftung lagen bei 3,5 Millionen Euro (Vorjahr 3,4 Millionen) und damit um 111 666 Euro höher als im Vorjahr. Mit einer Leerstand-Quote von 2,7 Prozent und einer Fluktuationsrate von elf Prozent (Vorjahr zwölf Prozent) könne man zufrieden sein.

Dem Lob von SPD-Sprecher Klaus Haussel an die Führung der Stewog für dieses Ergebnis schloss sich Oliver Weigel an und sprach von "erfreulichen Zahlen".

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
22. 05. 2019
16:44 Uhr

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Herbert Scharf

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Veröffentlicht am:
22. 05. 2019
16:44 Uhr



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