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Marktredwitz

Zurück in die Zukunft zum 100. Jubiläum

Mit einem umfangreichen Programm erinnert das Otto-Hahn-Gymnasium an die Zeit seit der Gründung im Jahr 1919. Der Blick geht aber auch nach vorn.



Vertreter der Schule und der Politik enthüllten am Eingang des Marktredwitzer Gymnasiums das Banner, das auf 100 Jahre OHG hinweist. Foto: Herbert Scharf
Vertreter der Schule und der Politik enthüllten am Eingang des Marktredwitzer Gymnasiums das Banner, das auf 100 Jahre OHG hinweist. Foto: Herbert Scharf  

Marktredwitz - Mit einem überdimensionalen Banner, das feierlich vor dem Eingang des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) enthüllt wurde, macht die Schule auf ihr Jubiläumsjahr aufmerksam: Im kommenden Jahr kann das Marktredwitzer Gymnasium auf 100 Jahre zurückblicken. Nach der Enthüllung informierte der Schulleiter, Oberstudiendirektor Stefan Niedermeier, über das Jubiläumsprogramm im Jahr 2019, das am 18. Januar mit einem Festakt beginnt und bis zum Dezember attraktive Veranstaltungen vorsieht.

Ein solches Jubiläum, erklärte Niedermeier bei einem Pressegespräch mit Landrat Dr. Karl Döhler, Oberbürgermeister Oliver Weigel sowie Vertretern der Lehrer, des Elternbeirats und der Schülermitverwaltung, müsse man gebührend feiern. Die Gründung der Schule sei vor 100 Jahren ein Meilenstein für die ganze Region gewesen. Deshalb, sagte der Schulleiter, sollte im kommenden Jahr auch die ganze Region mit der Schule feiern.

Schon seit dem Jahr 1900 hatten sich Bürgermeister und Stadtrat um eine Realschule bemüht. 1919 war es dann endlich soweit: Das Ministerium genehmigte eine "vierklassige Privatrealschule".

Mit 76 Schülern und vier Klassen startete die Schule. 1925 wurde sie verstaatlicht. Erst als sechsklassige Realschule geführt, wurde die Bildungseinrichtung 1937 zur "deutschen Oberrealschule" befördert. 1965 bekam sie den Namen des bekannten Atomphysikers Otto Hahn. Mit verschiedenen Veranstaltungen wolle man, kündigte Niedermeier an, im kommenden Jahr zurückblicken, unterschiedliche Aspekte der Schulgeschichte beleuchten, aber auch in die Zukunft sehen.

Das Jubiläumsprogramm beginnt am Freitag, 18. Januar, um 11 Uhr mit einem Festakt in der Aula des Gymnasiums. Hauptredner sind der bayerische Kultusminister, Professor Dr. Michael Piazolo, und der Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Berthold Kohler, einst Schüler des OHG.

Im Februar folgt ein Beitrag der Schülermitverwaltung. Eine Schuldisco steht unter dem Motto "Zeitreise 100 Jahre OHG" - mit alten Kostümen und Liedern. Vom 19. März bis zum 21. April wird in der Aula die Ausstellung "Frieden machen" der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin über zivile Friedensarbeit zu sehen sein. Am 28. März schließt sich ein Vortrag an von Professor Dr. Dieter Hoffmann vom Max-Planck-Institut Berlin über den Namensgeber der Schule, den deutschen Atomphysiker Otto Hahn.

"Das OHG erinnert sich" heißt es am Dienstag, 30. April, um 19 Uhr in der Mensa der Schule, wenn sich ehemalige Schülerinnen und Schüler, im Alter von 25 bis 84 Jahre, Lustiges und Besinnliches aus ihrer Schulzeit erzählen. Am Abend zeigt die Theatergruppe "UNspielBAR" einige Szenen.

Am 15. Mai ist ab 9.30 Uhr Horst Hüttel, der sportliche Leiter für die Disziplinen Nordische Kombination und Skisprung beim Deutschen Skiverband, auf Einladung des Elternbeirats zu Gast und spricht über das Thema "Mit Kreativität und Disziplin zum Erfolg - oder: Warum manche weiter fliegen als andere". Anschließend steht er Schülerinnen und Schülern der zehnten Klasse und interessierten Zuhörern für Fragen zur Verfügung.

"Lehren und Lernen im verdammten Jahrhundert" heißt es am 4. Juni um 19.30 Uhr bei einem Vortrag im "Meister Bär"-Hotel. Der Referent Oberstudiendirektor Stefan Niedermeier spricht darüber, wie sich der Zeitgeist und die Ereignisse des 20. Jahrhunderts auf die Schule auswirkten. Die Spanne reicht durch 100 Jahre Schulgeschichte von den Weltkriegen, der NS-Zeit über den Wiederaufbau bis zur Einigung Europas.

Auch die Mitglieder des P-Seminars gehen der Schulgeschichte nach und eröffnen am 24. Juni die Ausstellung "Ein Jahrhundert OHG", unterstützt vom Förderverein.

Am 19. Juli wird das Schul- zum Festhaus. Einer der Höhepunkte des Schulfestes wird die Lehrerband sein, die zehn Songs aus 100 Jahren performt. Einen musikalischen Sommergenuss bietet die Schule am 23. Juli um 19.30 Uhr mit einer Zeitreise durch 100 Jahre Musikgeschichte.

Im August ist Sommerpause. Am 26. September um 19 Uhr tagt dann der OHG-Stammtisch mit einem Klassentreffen der Generationen in der Mensa. Dem Namensgeber der Schule, Otto Hahn, ist am 10. Oktober um 19 Uhr erneut ein Vortrag gewidmet, diesmal von Studiendirektor Siegfried Bleier. Vom 11. bis 15. November folgt die MINT-Filmwoche; hier reicht das Spektrum von Gentechnik bis zur Nanotechnologie, von künstlicher Intelligenz bis zur Reise durch Zeit und Raum, und es wird auch ein Blick in die Zukunft gewagt.

Den Schlussakkord setzen am 16. Dezember ein Festakt mit Weihnachtskonzert und ein Vortrag des Bezirksheimatpflegers Professor Dr. Günter Dippold über das Thema "Die oberfränkische Bildungslandschaft vom Kaiserreich bis in die Gegenwart".

Landrat Dr. Karl Döhler lobte das Programm bei der Vorstellung. Die Bedeutung des OHG für die Region unterstrich Oberbürgermeister Oliver Weigel, der eigene Erinnerungen an die Schule hat, darunter ein Gastspiel der Schulband mit ihm als Gitarristen in Berlin.

Lehren und Lernen im

verdammten Jahrhundert.


zitat

Titel eines Jubiläums- Vortrags

des Schulleiters Stefan Niedermeier


Autor

Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
20. 12. 2018
18:46 Uhr

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Herbert Scharf

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20. 12. 2018
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