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Münchberg

"Alle waren sehr aufgebracht"

Frankenpost-Mitarbeiterin Vanessa Schweinshaupt macht gerade Urlaub in Sri Lanka, als eine Terrorwelle das Land erschüttert.



Soldaten und Geistliche stehen vor der Sankt Anthony’s Shrine. Bei einer Anschlagsserie auf christliche Kirchen und Hotels sind in Sri Lanka nach Polizeiangaben mehr als 200 Menschen getötet worden. Foto: Amarasinghe/AP/dpa
Soldaten und Geistliche stehen vor der Sankt Anthony’s Shrine. Bei einer Anschlagsserie auf christliche Kirchen und Hotels sind in Sri Lanka nach Polizeiangaben mehr als 200 Menschen getötet worden. Foto: Amarasinghe/AP/dpa  

Münchberg/Tangalle - Bei sechs Anschlägen auf insgesamt drei Kirchen und drei Hotels sind auf der Insel Sri Lanka am Ostersonntag nach bisherigem Stand mindestens 359 Menschen getötet worden. Obwohl es gerade Nebensaison ist, halten sich viele Touristen in Sri Lanka auf. So auch Vanessa Schweinshaupt aus Münchberg. Die 29-Jährige reiste erst am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit ihrer Freundin in das Land in Südasien ein.

Als die Bomben detonierten, waren die Freundinnen Hundert Kilometer von der Hauptstadt und den anderen Angriffszielen entfernt. "Wir fuhren gerade mit einem Tuk-Tuk von Galle nach Tangalle im Süden des Landes und haben erstmal nichts mitbekommen", berichtet die Reporterin am Montag aus der Inselnation im Indischen Ozean. Doch kurze Zeit später waren die Folgen der Attacken auch für sie unmittelbar spürbar. Denn plötzlich standen viele bewaffnete Polizisten am Straßenrand. "Ich fragte den Fahrer, ob so viel Polizeipräsenz üblich ist, doch auch er wusste zunächst nicht, was los ist", erzählt die Münchbergerin. Dann hat die junge Frau auf ihr Handy geschaut und erblickte Dutzende Nachrichten von besorgten Freunden aus Deutschland: "Erst da hab ich gegoogelt und so von den schrecklichen Anschlägen im Land erfahren."

Am Abend kamen die beiden in Tangalle, einer Kleinstadt im Süden Sri Lankas, an. "Das Strandpersonal hat Nachrichten geguckt, überall waren Polizeisirenen zu hören und alle waren sehr aufgebracht", erinnert sich die Münchbergerin. Kurz darauf sei "alles abgedreht" worden. Die Regierung von Sri Lanka hat den Zugriff auf alle Messenger-Dienste und soziale Medien blockiert. "Kein Facebook, kein Youtube, es ging nix mehr", schildert die 29-Jährige, die erst nach etlichen Versuchen Kontakt mit der Frankenpost-Redaktion in Hof herstellen konnte.

Bis Montag, 6 Uhr Ortszeit, gab es auch eine Ausgangssperre. Nach der offiziellen Anweisung der Regierung sollten die Menschen ihre Häuser und Hotels nicht verlassen. Öffentliche Plätze und der öffentliche Nahverkehr sollten gemieden werden. "Jetzt ist gefühlt wieder alles normal", sagt Vanessa Schweinshaupt.

Noch zwölf weitere Tage möchten die Münchbergerin und ihre Freundin in Sri Lanka verbringen. Trotz des Terrors brechen sie ihren langersehnten Urlaub nicht ab: "Irgendwo auf der Welt passieren immer schlimme Dinge." Die Anschlagsorte wollen die beiden aber weiträumig meiden.

Autor
Alina Juravel

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Veröffentlicht am:
22. 04. 2019
17:56 Uhr

Aktualisiert am:
24. 04. 2019
09:33 Uhr

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Alina Juravel

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22. 04. 2019
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Aktualisiert am:
24. 04. 2019
09:33 Uhr



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