Topthemen: Hof-GalerieWaldschratDie Bilder vom WochenendeFall Peggy KnoblochSelber Wölfe

Münchberg

Buckelpiste zum Kirchberg verschwindet

Am Montag startet das erste große Bauprojekt des Jahres in Helmbrechts. Die marode Georg-Seidel-Straße bekommt ein neues Gesicht - passend zu den Plänen für den Park.



Diese Schlaglöcher ärgern Autofahrer seit Jahren. Jetzt sind sie angezählt. Foto: Uwe von Dorn
Diese Schlaglöcher ärgern Autofahrer seit Jahren. Jetzt sind sie angezählt. Foto: Uwe von Dorn  

Helmbrechts - Mit dem Naherholungsgebiet auf dem Kirchberg will die Stadt Besucher anlocken. Doch bislang präsentiert sich die Zufahrtsstraße alles andere als einladend. Das ändert sich jetzt. Die Georg-Seidel-Straße bekommt eine Rundum-Erneuerung. Seit vielen Jahren gilt sie als eine der schlechtesten Straßen der Stadt mit zahlreichen Schlaglöchern, aus denen sich immer wieder Asphaltbrocken lösen. Aber nicht nur der Belag und somit die Optik leiden, auch im Untergrund wartet viel Arbeit: Der Kanal ist völlig veraltet. Nun verfolgt die Stadt einen ehrgeizigen Plan, bis Oktober soll die Straße komplett fertig werden.

Schon lange steht das Projekt auf der Agenda. Da nun auch die Pläne für die Kirchberg-Anlagen konkreter werden, erneuert die Stadt als einen der ersten Schritte die Zufahrt. Fernziel ist das große Stadtjubiläum in drei Jahren. Bis dahin soll der Kirchberg schon weitgehend zum attraktiven Park umgestaltet sein. Die Nailaer Landschaftsarchitektin Susanne Augsten ist damit beauftragt, das zehn Hektar große Gelände neu zu strukturieren. Für die Zufahrt hat die Stadt heuer viel Geld in den Haushalt eingeplant: 450 000 Euro für den Straßenbau, 400 000 Euro für den Kanal. Der Auftrag ging an die Firma Streicher aus Oelsnitz.

In dieser Woche gab es einen Info-Abend für die Anwohner. Bürgermeister Stefan Pöhlmann beglückwünschte sie, weil sie sich wegen des Wegfalls der Straßenausbaubeitragssatzung finanziell nicht mehr am Projekt beteiligen müssen. Ihm sei es stets schwer gefallen, die Bürger zur Kasse zu bitten. "Nun ist der Freistaat gefordert, für Ersatz zu sorgen", betonte Pöhlmann. Er dankte schon jetzt für das Verständnis der Anlieger, weil so eine Sanierung immer Unannehmlichkeiten bringe. "Aber wenn die Straße fertig ist, freuen sich alle darüber."

Schon im vergangenen Jahr und auch vor wenigen Wochen sind einige große Bäume der einstigen Allee Georg-Seidel-Straße verschwunden. Sie werden zum Teil durch neue Bäume ersetzt, die Baumart steht aber noch nicht fest.

Wenn das Wetter mitspielt, beginnen am Montag die Bauarbeiten und somit die Einschränkungen für die Anwohner und Kirchberg-Besucher. Geplant sind zwei Bauabschnitte, weshalb die Grünanlage rund um den Aussichtsturm anfangs noch über den Berg beim Seniorenheim erreichbar sein wird.

Los geht es mit dem Abschnitt zwischen Lehstener Weg und der Einmündung Johann-Sebastian-Bach-Straße. Der Bereich ist ab Montag gesperrt. Es werden neue Wasserleitungen verlegt und der Kanal wird saniert. Danach geschieht das Gleiche beim zweiten Abschnitt bis hoch zum Kirchberg-Parkplatz. Dazu muss es eine Vollsperrung geben, sodass Park und Turm nicht mehr erreichbar sind.

Wann das sein wird und wie lange die Arbeiten dort dauern, kann auch Bauleiter Sebastian Ullrich von der Firma Streicher nicht abschätzen. "Wir wissen nicht, welche Probleme im Untergrund auftauchen und wie das Wetter mitspielt."

Das angepeilte Ziel, im Oktober komplett fertig zu sein, hält er dennoch für realistisch. Allerdings macht Ullrich keinen Hehl daraus, dass es sich um ein nicht ganz einfaches Projekt handelt, weil wenig Ausweichflächen vorhanden sind. Umso wichtiger sei die gute Absprache zwischen Arbeitern und Anwohnern.

Auch die Helmbrechtser Licht- und Kraftwerke (LuK) sind am Bau beteiligt und übernehmen die Leitungsarbeiten. Geschäftsführer Gerd Dilsch informierte über die Möglichkeit, Glasfaserkabel verlegen zu lassen und Internet mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit zu bekommen.

Wenn die Arbeiten im Untergrund erledigt sind, bringt die Firma Streicher die Asphaltschicht in einem Zug auf, auch dann wird die Strecke komplett gesperrt sein. Die Straße erhält außerdem einen neuen Gehsteig aus Beton-Pflastersteinen im unteren Bereich sowie eine neue Straßenbeleuchtung. cs

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
18:52 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeiter Aussichtstürme Bauabschnitte Baumarten Bauprojekte Landschaftsarchitekten Naherholungsgebiete Stefan Pöhlmann Städte Wasserleitungen Wetter
Helmbrechts
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Der 22 Meter hohe Turm ist wieder begehbar. Er ist Blick-Scharnier zwischen Frankenwald und Fichtelgebirge. Foto: cs

29.01.2019

Mit dem Schlüssel zum Weitblick

111 Schritte bis zur atemberaubenden Fernsicht: Der Aufstieg auf den Kirchbergturm ist nach vier Jahren wieder möglich. Offen stehen soll der Turm abernicht. » mehr

Verdiente Genossen (von links): Bürgermeister Stefan Pöhlmann, Klaus Wolfrum in Vertretung seiner Mutter Anita Wolfrum (50 Jahre), Pascal Bächer (zehn Jahre) und Vorsitzende Kitty Weiß.

22.03.2019

SPD begrüßt Kümmerer für die Stadt

Die Helmbrechtser Genossen sehen in der Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Faktor für die Entwicklung der Stadt. Die neu geschaffene Stelle sei daher wichtig. » mehr

Die Nordfassade der Alten Weberei wird saniert und neu gestaltet. Fotos: wb.

01.03.2019

Verschönerung mit vielen Extras

Die Umgestaltung der Alten Weberei in Helmbrechts ist Thema im Stadtrat. Für die Pläne gibt es viel Lob; doch nicht überall herrscht Einigkeit. » mehr

Kommunen hängen weiter in der Luft

26.02.2019

Kommunen hängen weiter in der Luft

Städte und Gemeinden müssen nach der Abschaffung der "Strabs" beim Straßenausbau tief in die eigene Tasche greifen. Der Freistaat stellt 150 Millionen Euro zur Verfügung. » mehr

Im Zuge des Stadtumbaus soll aus der Alten Weberei ein pulsierendes Zentrum, ein Ort mit Aufenthaltsqualität werden. Heuer lässt die Stadt den Vorplatz herrichten und die Nordfassade Richtung Innenhof sanieren. Foto: Werner Bußler

13.02.2019

Ideen für einen belebten Platz

Bis zur 600-Jahr-Feier soll die Alte Weberei ein neues Gesicht haben. Bei der Gestaltung dürfen die Helmbrechtser mitreden. Heuer sind Vorplatz und Nordfassade an der Reihe. » mehr

Am Montag hat der Abriss des Gärtnerei-Gebäudes (hinten) begonnen. Kurz davor informierten sich Marco Becher vom Bauamt, Bürgermeister Stefan Pöhlmann und Stadtbaumeister Wolfgang Baier (von links) über die letzten Abbrucharbeiten auf dem Gelände. Hier entsteht die „grüne Lunge“ der Stadt. Foto: cs

16.10.2018

Grüne Oase inmitten der Stadt

Helmbrechts bekommt ein neues Erholungsgebiet. Wo früher Ruinen standen, können Parkbesucher ab nächstem Jahr unter Bäumen entspannen und Gemüse anbauen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Demo gegen Artikel 13 in Hof

Demo gegen Artikel 13 in Hof | 23.03.2019 Hof
» 11 Bilder ansehen

Susi in Love - Die Flirtparty

Susi in Love - Die Flirtparty | 23.03.2019 Weißenstadt
» 31 Bilder ansehen

Testspiel: SpVgg Bayern Hof - 1. FC Nürnberg (U19-Bundesliga

Testspiel: SpVgg Bayern Hof - 1. FC Nürnberg (U19-Bundesliga) | 24.03.2019 Hof
» 84 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
18:52 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".