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Münchberg

Der Abriss beginnt

In der kommenden Woche beginnt der Rückbau am Anwesen Münchberger Straße 1 in Sparneck. Damit endet eine lange Zeit des Streits.



Für Historische Führungen wird die alte Steinscheune schon länger genutzt. Das Bild zeigt das Gelände mit Bürgermeister Dr. Reinhardt Schmalz. Foto: Judas
Für Historische Führungen wird die alte Steinscheune schon länger genutzt. Das Bild zeigt das Gelände mit Bürgermeister Dr. Reinhardt Schmalz. Foto: Judas  

Sparneck - Jahrelang hat man in der Waldstein-Gemeinde über das Anwesen Münchberger Straße 1 diskutiert. Mit dem Rückbau eines Teils des Anwesens wird nun eine alte, zum einstigen Schlossquartier gehörende Steinscheune besser sichtbar, in der ein Informations- und Veranstaltungsort entstehen wird. Während der Abrissarbeiten wird die Münchberger Straße ein oder zwei Wochen gesperrt sein.

Der Hinweis zur historischen Bedeutung war einst aus der Historischen Runde Sparneck gekommen, die den Gebäuden insgesamt sogar "überregionale historische Bedeutung" zuspricht. Später hatte es zwei Bürgerentscheide gegeben, bei denen sich die Bürger zuletzt mit einer 70-Prozent-Mehrheit für die Sanierung entschieden hatten, die aus Mitteln der Förderoffensive Oberfranken mit 90 Prozent bezuschusst wird.

Dank weiterer Geldgeber wie Oberfrankenstiftung, Sparkassenstiftung oder Denkmalschutz-Mitteln muss die Gemeinde Sparneck nur 160 000 Euro beisteuern. "Und wir haben die Zusage, dass Kostenmehrungen auch bezuschusst werden", sagt Dr. Reinhardt Schmalz. Vom 2. September an beginnen die Arbeiten am Dach.

Das Konzept sieht in der Steinscheune die Einrichtung eines Infopoints für die Waldstein-Region vor. Dazu werden Wandtafeln mit Infos zur Sparnecker Geschichte installiert. Aber auch Touristen sollen sich künftig hier ihr Infomaterial besorgen können, ohne dass Personal vor Ort eingesetzt werden soll. Zugänglich machen will man außerdem einen historischen Keller.

Die Scheune bleibt der Ausgangspunkt für historische Führungen. Nach der Sanierung möchte man die Steinscheune aber auch für den Kirchweihmarkt oder Weihnachtsmarkt nutzen. Auch historische Märkte oder Flohmärkte, aber auch Theateraufführungen oder Sommerkonzerte würden laut Konzept gut zum Ambiente passen. Zudem soll das Areal auch für private Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Stehen bleibt neben der Steinscheune zumindest der Hauptteil des Anwesens Münchberger Straße 1, der künftig Küche, Theken, Technik und Toilette beherbergt. Zudem hofft man, den 1. Stock als Büroräume vermieten zu können. Die Aktionen sollen 2020 fertig sein. Nebenbei hofft man indes im Rathaus auch, dass das Projekt Vorbild für andere wird, was das Thema Sanierung im Ortszentrum betrifft.

Die Gemeinde hatte das Objekt im Jahr 2010 gekauft. Seitdem wurde immer wieder über eine sinnvolle Nutzung diskutiert, wobei es zunächst viele Befürworter für einen kompletten Abriss gegeben hatte.

Autor

Harald Judas
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Veröffentlicht am:
27. 08. 2019
19:12 Uhr

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Harald Judas

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Veröffentlicht am:
27. 08. 2019
19:12 Uhr



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